Der Jüdische Friedhof in Eppelsheim (Landkreis Alzey-Worms, Rheinland-Pfalz) wurde 1833 auf einem langgestreckten rechteckigen Areal am Dintesheimer Weg westlich des Ortes angelegt und mit einer Bruchsteinmauer eingefriedet. Der Friedhof diente auch der jüdischen Bevölkerung im knapp vier Kilometer entfernten Gundersheim sowie im mehr als sieben Kilometer entfernten Westhofen als Begräbnisstätte. 70 Grabmäler sind erhalten, deren Todesdaten von 1817(!) bis 1916 reichen. Seit 1977 sind die Grabsteine, die überwiegend aus Sandstein und im Fall der jüngsten Exemplare aus Schwarz-Schwedisch gefertigt sind, an der Friedhofsmauer aufgestellt. Neben Stelen mit Bogenschluss gibt es Obelisken mit Palmzweigen, das Buch des Lebens mit geknickter Rose und Grabsteine mit Giebelabschlüssen und in Ädikulaform. Eine Stele zeigt als Relief eine Levitenkanne.

Seitdem die im 19. Jahrhundert errichtete Eppelsheimer Synagoge 1973 abgerissen wurde, zeugt nur noch der Friedhof von der ehemaligen jüdischen Gemeinde des Ortes.

Der Jüdische Friedhof ist gemäß § 3 Absatz 1 in Verbindung mit § 5 Absatz 5 des Denkmalschutzgesetzes von Rheinland-Pfalz geschützt.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Eppelsheim

Literatur Michael Huyer, Dieter Krienke: Kreis Alzey-Worms: Verbandsgemeinde Alzey-Land (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 20,1). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2013, ISBN 978-3-88462-327-5, S. 116.

Weblinks Jüdischer Friedhof Eppelsheim beim Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland Jüdischer Friedhof Eppelsheim bei Alemannia Judaica (mit vielen Fotos)

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