Yōnosuke Natori (* 3. September 1910 in Tokio; † 23. November 1962 in Tokio) war ein japanischer Fotograf und Redakteur.

Leben Yōnosuke Natori wurde als dritter Sohn des bekannten Unternehmers und Politikers Wasaku Natori in Tokio geboren. Er studierte wie sein Vater an der renommierten Keiō-Universität, musste sein Studium jedoch wegen ungenügender Leistung vorzeitig beenden. Daraufhin führte er in München seine Ausbildung anderweitig fort. Er studierte bei dem bekannten Designer und Graphiker Sigmund von Weech an der Kunstgewerbe-Hochschule in München und stellte die Weichen für seinen beruflichen Werdegang im Bereich Fotojournalismus. In München heiratete er die neun Jahre ältere, deutsche Designerin Erna Mecklenburg, die ihn in die professionelle Szene der deutschen Fotografie einführte.

1931 stellte ihn der Ullstein Verlag als Fotograf an und entsandte ihn in die Mandschurei zur Berichterstattung über den Mukden-Zwischenfall. Anschließend kehrte er als Sonderkorrespondent zurück in sein japanisches Heimatland, verlor diesen Posten jedoch mit Hitlers Machtübernahme 1933.

Gemeinsam mit dem Fotografen Kimura Ihei, dem Filmschaffenden Okada Sozo und weiteren Kreativen gründete Natori die Kunstgruppe Nihon Kōbō () und nach deren Auflösung anschließend das Magazin Nippon () im Sinne von Okakura Tenshin. Er verschaffte sich die Position als einer der bis heute bekannten japanischen Fotografen der Moderne.

1936 reiste Natori zu den Olympischen Spielen nach Berlin und weiter nach Amerika. Dort wurden einige seiner Fotografien im Life Magazine abgedruckt, so dass er 1937 schließlich der erste japanische Fotograf wurde, der vertraglich für das Life Magazine fotografierte. Anschließend kehrte er wieder nach Japan zurück, wo er an der Gründung weiterer Zeitschriften beteiligt war.

Natori starb am 23. November 1962 in Tokio.

Bücher und Werke Grosses Japan. Berlin: Karl Specht, 1937. Iwanami Shashin Bunko (). Tokyo: Iwanami. 5. Amerika-jin (). 1950. 6. Amerika (). 1950. 8. Shashin (). 1950. 144. Nagano-ken: Shin-fudoki (). 1955. 150. Wakayama-ken: Shin-fudoki (). 1955. 153. Ōita-ken: Shin-fudoki (). 1955. 156. Kanagawa-ken: Shin-fudoki (). 1955. 164. Ehime-ken: Shin-fudoki (). 1955. 170. Shiga-ken: Shin-fudoki (). 1955. 173. Chiba-ken: Shin-fudoki (). 1955. 234. Okayama-ken: Shin-fudoki (). 1957. Atarashii shashinjutsu (). Foto Raiburarī 3. Tokyo: Keiyūsha, 1955. Sunappu (). Asahi Camera Kōza. Tokyo: Asahi Shinbunsha, 1956. Kumi shashin no tsukurikata (). Tokyo: Keiyūsha, 1956. Bakusekizan sekkuri (). Tokyo: Iwanami, 1957. Romanesuku: Seiyōbi no shigen (). Tokyo: Keiyūsha, 1962. Ningen dōbutsu mon'yō: Romanesuku bijutsu to sono shūhen (). Tokyo: Keiyūsha, 1963. Shashin no yomikata (). Iwanami Shinsho. Tokyo: Iwanami, 1973. Natori Yōnosuke no shigoto: Dainihon (). Tokyo: Seibu Bijutsukan, 1978. Amerika 1937 (). Tokyo: Kōdansha, 1992. ISBN 4-06-205689-5. Natori Yōnosuke (). Nihon no Shashinka. Tokyo: Iwanami, 1998. ISBN 4-00-008358-9. Doitsu 1936-nen (). Tokyo: Iwanami, 2006. ISBN 4-00-008083-0.

Bücher über Yōnosuke Natori Saho, Mieko (佐保美枝子): Leben – Wie großartig! Antworten von Miwa Natori zur Beschaffenheit des Glückes (生きるって素敵なこと!名取美和が問いかける 幸せのかたち), Kodansha Verlag, 2009. ISBN 4-06-212096-8.

Literatur Natori Yōnosuke. In: S. Noma (Hrsg.): Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, Tokyo 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 1064.

Weblinks Natori Yônosuke 名取洋之助 (1910-1962), Fotograf 写真家 beim Studienwerk Deutsches Leben in Ostasien e.V.

Andrea Germer: Visual Propaganda in Wartime East Asia – The Case of Natori Yōnosuke. In: The Asia-Pacific Journal. Bd. 9, Nr. 20, 2011

Kategorie:Fotograf (Japan) Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert) Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1910 Kategorie:Gestorben 1962 Kategorie:Mann