mini|Die katholische Kirche St. Gangolf in Differten mini|Blick ins Innere der Kirche mini|Blick zur Empore mit dem Prospekt der Haerpfer-Orgel Die Kirche St. Gangolf ist eine dem heiligen Gangolf gewidmete römisch-katholische Pfarrkirche in Differten, einem Ortsteil der saarländischen Gemeinde Wadgassen, Landkreis Saarlouis. In der Denkmalliste des Saarlandes ist die Kirche als Einzeldenkmal aufgeführt. (PDF), abgerufen am 7. Juli 2014
Geschichte Die Kirche, die sich in der Ortsmitte von Differten befindet, wurde in den Jahren 1891 bis 1893 nach Plänen des Architekten Wilhelm Hector (Saarbrücken-St. Johann) errichtet. 1902–03 erfolgte der Anbau einer Taufkapelle.Informationen zur Pfarrkirche St. Gangolf Auf: www.kunstlexikonsaar.de, abgerufen am 7. Juli 2014
Mit Wirkung zum 1. September 2011 wurde die Pfarrei St. Gangolf Teil der neu errichteten Pfarreiengemeinschaft Wadgassen im Dekanat Wadgassen. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören auch die Pfarreien Maria Heimsuchung in Wadgassen, Herz Jesu in Hostenbach, Hl. Schutzengel in Schaffhausen und St. Antonius von Padua in Werbeln.Errichtung der Pfarreiengemeinschaft Wadgassen im Dekanat Wadgassen Auf: cms.bistum-trier.de, abgerufen am 7. Juli 2014
Im Jahr 2004 wurde die Taufkapelle Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen unterzogen.
Architektur und Ausstattung Bei der im neugotischen Stil errichteten Pfarrkirche St. Gangolf handelt es sich um eine sogenannte dreischiffige Stufenhalle oder Pseudobasilika, einer Mischform zwischen Basilika und Hallenkirche. Der Außenbau vermittelt zwar einen basilikalen Eindruck, aber im Unterschied zu einer echten Basilika ist das Mittelschiff gegenüber den beiden Seitenschiffen weniger erhöht. Daraus resultiert ein niedriger Obergaden ohne Fensteröffnungen zwischen den Seitenschiffdächern und dem Dachtrauf des Mittel- bzw. Hauptschiffes.Das Kirchengebäude gliedert sich in den Turm mit Spitzhelm, das fünfjochige Langhaus und den fünfseitigen polygonal abschließenden Chor. Das mittlere Joch der Seitenschiffe wird am Außenbau durch einen Giebel betont.
Zur Ausstattung der Kirche gehört eine Taufsteinhaube des Künstlers Walter Schirra (Differten). Das Bleiglasfenster mit dem heiligen Aloysius als Motiv wurde im Jahr 1903 von der Firma Gebr. Fries (Trier) angefertigt.Weitere Ausstattungsgegenstände sind zahlreiche Heiligenfiguren, ein Kreuzweg in Form eines Bilderzyklus, sowie ein Flügelaltar im Chorraum.
Orgel Bis zum Jahr 2002 befand sich eine Orgel der Firma Eduard Sebald Orgelbau (Trier) in der Kirche, die im Jahr 1939 als Opus 10 erbaut wurde. Das Kegelladen-Instrument mit elektropneumatischer Spiel- und Registertraktur verfügte über 30 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.Die Orgel der Pfarrkirche St. Gangolf in Differten Auf: www.organindex.de, abgerufen am 7. Juli 2014
Nach Aufgabe der Sebald-Orgel im Jahr 2002, erwarb die Kirchengemeinde Differten ein im Jahr 1957 von der französischen Orgelbaufirma Haerpfer & Erman (Boulay) erbautes Instrument, das ursprünglich für die im Jahr 2001 wegen Grubenschäden aufgegebene Kirche Herz-Jesu in Ludweiler gebaut worden war. Die Firma Hugo Mayer (Heusweiler) nahm eine grundlegende Sanierung und Überarbeitung des Instrumentes vor und stellte es in der Kirche auf.
Das Kegelladen-Instrument verfügt über 42 Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal. Die Spieltraktur ist elektropneumatisch, die Registertraktur ist elektrisch. Die Disposition lautet wie folgt:
I Hauptwerk C–g3 1. Quintaton 16′ 2. Principal 8′ 3. Dulcian 8′ (labial) 4. Gemshorn 8′ 5. Oktave 4′ 6. Gedacktflöte 4′ 7. Quinte ′ 8. Oktave 2′ 9. Mixture III-IV ′ 10. Trompette 8′ Tremulant II Positiv C–g3 11. Rohrflöte 8′ 12. Geigenprincipal 4′ 13. Blockflöte 4′ 14. Doublette 2′ 15. Tierce ′ 16. Cymbale III ′ 17. Cromorne 8′ 18. Régale 4′ Tremulant III Schwellwerk C–g3 19. Diapason 8′ 20. Hohlflöte 8′ 21. Salicional 8′ 22. Voix céleste 8′ 23. Gedackt 8′ 24. Principal 4′ 25. Querflöte 4′ 26. Nazard ′ 27. Waldflöte 2′ 28. Tierce ′ 29. Plein Jeu IV 2′ 30. Basson 16′ 31. Trompette 8′ 32. Hautbois 8′ 33. Clairon 4′ Tremulant Pedal C–f1 34. Principal 16′ 35. Subbass 16′ Dolce (= Nr.1) 16′ 36. Principal 8′ 37. Bourdon 8′ 38. Choralbasse 4′ 39. Nachthorn 2′ 40. Bombarde 16′ 41. Trompette 8′ 42. Trompette 4′ Koppeln: Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P Suboktavkoppeln: I/I, II/I, III/I, II/II, III/III Superoktavkoppeln: II/I, III/I Spielhilfen: 256 Setzerkombinationen, Crescendowalze
Weblinks
St. Gangolf Differten auf der Homepage der Seelsorgeeinheit
Einzelnachweise
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