mini|Orangekehlelfe (Weibchen) mini|Orangekehlelfen-Paar, Weibchen oben(Historische Illustration von Louis Victor Bevalet, 1876) Die Orangekehlelfe (Selasphorus scintilla), auch Flämmchenkolibri genannt,[ Avibase.bsc-eoc.org: Orangekehlelfe] abgerufen am 6. Juli 2014. ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae), die in Costa Rica und Panama verbreitet ist. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.

Merkmale Die Orangekehlelfe ist die kleinste Kolibriart Costa Ricas,Alexander Skutch: Field Guide to the Wildlife of Costa Rica. S. 292 ff.: Scintillant Hummingbird (Selasphorus scintilla).Carrol L. Henderson: Birds of Costa Rica. S. 167: Scintillant Hummingbird. sie erreicht eine Körperlänge zwischen 6,5 und 8,0 Zentimetern und wird 2,0 bis 2,3 Gramm schwer.Darnis.inbio.ac.cr: abgerufen am 6. Juli 2014. Sie hat einen schwarzen geraden Schnabel und schwarze Füße. Die Männchen sind etwas kleiner und leichter als die Weibchen. Das Gefieder der Männchen ist im Bereich der Kehle orange schimmernd. Die Vorderbrust weist eine weißgraue Färbung auf. Der Rücken ist grünlich und die Schwanzoberseite grünlich und orange gefärbt. Die Weibchen sind deutlich weniger bunt. Sie besitzen eine weiße Kehle und an der Kopfunterseite eine weiße Färbung mit schwarzen Punkten. Jungvögel ähneln in der Gefiederfärbung den Weibchen. Die Art kann am ehesten mit der Vulkanelfe (Selasphorus flammula) verwechselt werden.

Verbreitung Die Art lebt in den Bergen Costa Ricas und im westlichen PanamaNeotropical.birds.cornell.edu: Selasphorus scintilla, abgerufen am 6. Juli 2014. in einer Höhe von 900 bis 2500 m und bewohnt buschige Waldränder, Kaffeeplantagen und Gärten.miniatur|Verbreitung der Orangekehlelfe

Nahrung mini|Orangekehlelfe (Weibchen bei der Nahrungsaufnahme) Die Nahrung der Orangekehlelfe besteht hauptsächlich aus Blütennektar und Pollen. Der Nektar wird im Schwebeflug aus den Blüten aufgenommen. Zudem fressen die Kolibris Insekten, was eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß sicherstellt.Neotropical.birds.cornell.edu: Selasphorus scintilla – Food. Abgerufen am 8. Juli 2014.

Fortpflanzung Die Weibchen bauen nach der Begattung ein Nest, das aus Spinnweben, Pflanzenwolle, Flechten und Moos angefertigt wird. Das Nest wird in einem Busch oder einem Baum versteckt gebaut. Das Weibchen legt gewöhnlich zwei weiße Eier in der Zeit von September bis Februar.Neotropical.birds.cornell.edu: Selasphorus scintilla – Reproduction. Abgerufen am 8. Juli 2014.

Gefährdung Die natürlichen Feinde der Orangekehlelfen sind Schlangen, Katzen und Greifvögel. Der Gesamtbestand dieser Art wird derzeit nicht als bedroht angesehen. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion wird die Orangekehlelfe daher in der Kategorie „LC“ (least concern – nicht gefährdet) geführt.[ IUCN: Selasphorus scintilla] abgerufen am 6. Juli 2014.

Etymologie und Forschungsgeschichte John Gould beschrieb die Orangekehlelfe unter dem Namen Trochilus (Selasphorus) scintilla. Als Fundort nannte er den Volcán de Chiriqui.John Gould, S. 162. Obwohl auf der Ausgabe der Zeitschrift das Jahr 1850 steht, erschien diese erst im Jahr 1851. Erst später wurde die Art der Gattung Selasphorus zugeordnet. Dieser Begriff leitet sich von den griechischen Wörtern für „Glanz, Licht, Flamme“ und für „tragend, tragen“ ab.James A. Jobling S. 352. Das Artepitheton scintilla ist das lateinische Wort für „Funke“.James A. Jobling S. 351.

Literatur

Weblinks

Factsheet auf BirdLife International

Einzelnachweise

Kategorie:Kolibris