miniatur|Johann Peter Haseney mini|125px|Schwarzer Einser, erste deutsche Briefmarke
Johann Peter Haseney (* 27. November 1812 in Mehlis; † 10. April 1869Wolfgang Maassen (Hrsg.): Wer ist wer in der Philatelie? Ein Lexikon namhafter Philatelisten des 19./20. Jahrhunderts. Verlag Phil Creativ, Schwalmtal 1999, ISBN 3-932198-32-8, S. 76. in München) war ein deutscher Kupferstecher.
Leben Zunächst absolvierte er bei seinem Vater eine Ausbildung als Büchsenmacher, nachfolgend lernte er vom Graveur, Stempelschneider und Mechaniker Hulm dessen Beruf. Haseney kam durch seine Wanderschaft, ab dem Jahr 1832, nach München.Heinrich Jung: Der schwarze Einser des J.P. Haseney. In: Sammler Express, Heft 7/1980, S. 223. Dort arbeitete er an einem mathematisch-mechanischen Institut als Graveur und durch ein Stipendium konnte er ein mathematisches Studium machen.160 Jahre „Schwarzer Einser“. (Folge 3 aus Fortsetzungsartikel) In: Deutsche Briefmarken-Zeitung. Nr. 24/2009, S. 39. 1835 erhielt die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank den Auftrag, Geldscheine im Wert von 8 Millionen Gulden, auf Anweisung von König Ludwig I. herzustellen. Durch seine Hilfe konnte die bayerische Notenbank die Banknoten fälschungssicherer machen. Ab 1851 hatte er bei dieser Bank eine feste Anstellung.
In München fertigte er verschiedene Entwürfe für Briefmarken an. Er entwarf Deutschlands erste Briefmarke, den Schwarzen Einser und war für dessen Kostenvoranschläge zuständig.Kurt Karl Doberer: Bayern-Philatelie. Geschichte der bayerischen Briefmarken. Phil Creativ Verlag, Schwalmtal 1990, ISBN 3-928277-00-6, S. 15. Diese Briefmarke wurde ab dem 1. November 1849 im Königreich Bayern ausgegeben.
Haseney war nie Angestellter bei Seitz, wie es teilweise falsch zu lesen ist.J. de Hesselle: Der Schwarze Einser. München 1949. (Nachdruck: München 1989), S. 21
Ehrungen In seiner Geburtsstadt Zella-Mehlis ist eine Straße nach ihm benannt und in dieser Stadt ist auch eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus angebracht.Michel-Rundschau. Nr. 8/2003, S. 94. In München ist ebenfalls eine Straße nach ihm benannt.
Literatur Heinrich Jung: Der schwarze Einser des J.P. Haseney. In: Sammler Express. Heft 7/1980, S. 223. J. de Hesselle: Der Schwarze Einser. München 1949. (Nachdruck: München 1989), S. 19–21 Peter Haseney: Kurze Nachrichten und lange Schilderungen über die Familie Haseney, München, Nachdruck von Heinrich-Jung-Verlag Zella-Mehlis 1992, 34 Seiten, ISBN 3-929164-08-6 Hans-Michael Körner (Hrsg.): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie. De Gruyter Saur, Berlin/New York 2005, Reprint 2010, S. 769
Wolfgang Maassen: Wer ist wer in der Philatelie?, Band 2, E–H, Phil Creativ, Schwalmtal, 3. Auflage, 2017, ISBN 978-3-932198-96-0, S. 256
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Kupferstecher (Deutschland) Kategorie:Briefmarkenkünstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1812 Kategorie:Gestorben 1869 Kategorie:Mann