mini|Gedenktafel in Bad Wilsnack. Gestiftet von seinem jüngsten Sohn Friedrich-Christoph von Saldern-Wilsnack. Achaz Hugo Max Berndt von Saldern (* 8. Juli 1881 in Klein-Mantel; † 3. August 1962 in Schulenburg (Leine)) war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer.

Leben Achaz von Saldern war Sohn des Rittergutsbesitzers und Parlamentariers Werner von Saldern (1852–1930) und der Elisabeth geb. von Gerlach (1861–1940). Nach dem Besuch des Gymnasiums in Wernigerode studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Rechts- und Staatswissenschaften. 1901 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten 1960. C. L. Mettcker & Söhne Jever. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 9/852. Er diente als Einjährig-Freiwilliger im Husaren-Regiment „König Wilhelm I.“ (1. Rheinischem) Nr. 7. Nach dem Referendariat in Diez wurde er Regierungsrat bei der Regierung in Breslau. Von 1918 bis 1922 war er Landrat des Landkreises Habelschwerdt.Rolf Jehke (Hrsg.): Landkreis Habelschwerdt Verwaltungsgeschichte und Landratsliste, In: Territorial.de Er war Besitzer des Rittergutes Wilsnack und Rittmeister der Preußischen Armee.

Er heiratete am 30. Juni 1911 Dorothea von Niebelschütz (1891–1976) aus dem Hause Metschlau, Tochter der Dorothea Freiin Kottwitz und des kgl. preuß. Majors Hans von Niebelschütz, Landschaftsdirektor (ähnlich Ritterschaftsrat). Sie hatten sechs Söhne und zwei Töchter und mehrere Enkelkinder. Tochter Dorothea heiratete den Juristen Heinz von Hausen, Min.-Rat, Oberstleutnant d. R. und Generalsekretär des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Tochter Christa (1922–1996) schloss mit Hans Helmigk, Offizier im Bundesgrenzschutz, den Bund der Ehe. Sohn Hans-Werner fiel 1940 als Oberleutnant, Sohn Ludolf 1944 auch als Oberleutnant. Sohn Burghardt (1916–2002) wurde Offizier, Sohn Wilhelm (1919–1997) Bankkaufmann und Reserveoffizier, Achaz (1926–2002) Kaufmann, Friedrich-Christoph war Landwirt und Vorsitzender des Familienverbandes

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet. Durch Anordnung des Landrates vom 6. Oktober 1945 wurden er und seine Familie aus dem Landkreis Westprignitz ausgewiesen.Torsten Foelsch: Die von Saldern’sche Bildersammlung auf der Plattenburg – Geschichte und Schicksal einer Kunstsammlung in der Prignitz. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz, Band 10 (2010), S. 30. Er lebte fortan in Schulenburg (Leine). 1947 wurde ihm das Ehrenpatronat der Kirchengemeinde Bad Wilsnack verliehen.Uwe Czubatynski: 700 Jahre Quitzöbel. Beiträge zur Ortsgeschichte auf der Grundlage des Pfarrarchivs, 2010, S. 143.

Literatur Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Selbstverlag, Düsseldorf 1902, S. 248. (Mit Portrait). G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Wailandt AG, Selbstverlag, Aschaffenburg 1928, S. 245. (Mit Portrait). Walter von Hueck, Klaus von Andrian-Werburg, Christoph Franke, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1996. Band XXIV, Band 111 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg/Lahn 1996, S. 341–345. Gottfried Graf Finck von Finckenstein, Christoph Franke, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A/B (Uradel/Briefadel). 2012. Band XXXIII, Band 152 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg/Lahn 2012, S. 437–441.

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