rahmenlos|rechts Das Haus Grohne in Bremen-Schwachhausen, Ortsteil Radio Bremen, Friedrich-Mißler-Straße 35, ist eine Villa. Sie steht unter Denkmalschutz. Das Gebäude wurde 1995 als Bremer Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt.

Geschichte Die zwei- teils dreigeschossige, rotsteinsichtige Villa mit einem T-Grundriss und dem Flachdach entstand als Wohnhaus von 1927 bis 1928 nach Plänen des Architekten Ernst Becker für den Direktor des Focke-Museums Ernst Grohne (1888–1957).

Im Bauhausstil der Moderne der 1920er Jahre wurde das damals nicht übliche Flachdach kritisiert und diskutiert.Bremer Volkszeitung vom 13. März 1930: „Eine bautechnische und architektonische Streitfrage - Flachdach bei Wohnbauten. Das Flachdach wird dem Haus der Zukunft das formale Gepräge geben.“ Durch die Kuben und die Betonung der Horizontalen mit Hilfe der Mauerwerksstreifen wurde es zu einem der wenigen erhaltenen und beispielgebenden Gebäude aus dieser Zeit.

1945 beschlagnahmte das US-Militär vorübergehend das Haus und Grohne wohnte im Haus Riensberg, Teil des Focke-Museums. Heute (2014) wird das Haus für Wohnzwecke genutzt.

Einzelnachweise

Literatur Werner Kloos: Ernst Grohne (in memoriam). In: Bremisches Jahrbuch Nr. 46, Bremen 1959 Diethelm Knauf: Schwachhausen 1860-1945, S. 64. Edition Temmen, Bremen 2002, ISBN 3-86108-606-9.

Kategorie:Baudenkmal in Bremen Grohne Kategorie:Bauwerk der Moderne in Bremen Kategorie:Bauwerk des Neuen Bauens Kategorie:Schwachhausen Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren