Friedrich Gideon Gotthardt von Wallenberg-Pachaly, eigentlich Friedrich (Fritz) von Wallenberg Pachaly, (* 18. August 1878 in Breslau; † 25. September 1965Kösener Corpslisten 1971, Hrsg. H. Kruse, Selbstverlag, 1971, 9, 813.) war ein deutscher Bankier.

Leben

Familie Fritz von Wallenberg-Pachaly war Sohn des Bankiers Gotthardt von Wallenberg Pachaly († 1924) und der Minna Gelpcke († 1920),Vgl. Tochter der Mathilde Winckler und des Geheimen Kommerzienrates Carl Friedrich Gelpcke. Friedrich von Wallenberg Pachaly war verheiratet mit GevaGeva von Wallenberg Pachaly mit Jagdhunden und Pferden, In: Münchner Stadtmuseum, Sign. FM-2005/384.275, Hrsg. Deutsche Digitale Bibliothek. zu Innhausen und Knyphausen, jüngste Tochter des Präsidenten des Preußischen Herrenhauses Edzard zu Innhausen und Knyphausen und der Luise Freiin von Krassow a. d. gräfl. Haus Pansevitz (Rügen). Geva und Friedrich hatten drei Söhne und eine Tochter. Ihre Tochter Oda war mit dem späteren General Walther von Hünersdorff verheiratet. Der Sohn Edzard von Wallenberg Pachaly († 1973)Karl Gotthard Edzard von Wallenberg-Pachaly. Geb. 22 April 1904 in Bonn, Gest. 3. Dezember 1973 in Norden, Aurich, Niedersachsen, Deutschland. In: FamilySearch.Sohn Edzard von Wallenberg-Pachaly. In: Johannes Hürter (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger (Hrsg.): Band 5: T–Z, Nachträge. Hrsg. Historischer Dienst, Auswärtiges Amt, Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-71844-0, S. 167 f. wurde Jurist und Diplomat.

Seine Schwager waren Dodo Fürst zu Innhausen und Knyphausen, Mitglied des Preußischen Herrenhauses, der Landrat Dodo Freiherr zu Innhausen und Knyphausen, der Rittergutsbesitzer und Landrat Maximilian von Asseburg-Neindorf sowie der SS-General Ewald von Massow.

Werdegang Nach dem Besuch des Gymnasiums in Breslau und von 1891 bis 1898 der Ritterakademie Brandenburg studierte Fritz von Wallenberg-Pachaly drei Semester an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Rechtswissenschaften. 1898 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Hrsg. Karl Rügemer. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 19, 715. Seinen Militärdienst leistete er als Leutnant im Husaren-Regiment „König Wilhelm I.“ (1. Rheinisches) Nr. 7. Nach dem Studium wurde er zunächst Kaufmann und besuchte die Handelshochschule Köln, dann Bankier und Teilhaber des Bankhauses Wallenberg, Pachaly und Comp. mit Sitz in Breslau (siehe: Wallenberg-Pachaly-Palais). Im Ersten Weltkrieg war er von 1914 bis 1918/1919, u. a. Ordonnanzoffizier und zuletzt KommandantWalter von Leers: Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a.H. 1913–1929. P. Riemann Ludwigslust. Selbstverlag des Vereins ehemaliger Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a.H., Ludwigslust / Brandenburg a.H. 1929, S. 40. des Hauptquartiers A.O.K. VIII.

Sein letzter ermittelbarer Dienstrang war Ende der 1920er Jahre kgl. preuß. Major a. D.Deutscher Offizier Bund (Hrsg.): Ehren-Rangliste des ehemaligen Deutschen Heeres auf Grund der Ranglisten von 1914 mit den inzwischen eingetretenen Veränderungen. . E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1926, S. 400.Vgl. Gothaischer Hofkalender. Genealogisches Taschenbuch der Fürstlichen Häuser 1929. Hundertsechsundsechzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1928, S. 366. im Leib-Kürassier-Regiment „Großer Kurfürst“ (Schlesisches) Nr. 1 in Breslau.

Die Privatbank wurde 1931 eines der prominentesten Opfer des Zusammenbruchs der Frankfurter Allgemeine Versicherungs AG (FAVAG) im Bankenbereich.Der Privatbankier: Nischenstrategien in Geschichte und Gegenwart; am 29. November 2001 im Städelschen Kunstinstitut und Städtische Galerie, Frankfurt am Main, auf Einladung der Gontard & MetallBank AG. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2003, S. 36. (Digitalisat). Der FAVAG-Skandal um deren Generaldirektor Paul Dumcke gilt heute als einer der Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Die-Bank.de.

Von Wallenberg-Pachaly war wie schon sein Vater schwedischer Konsul, er in Breslau. Er war Besitzer der Rittergüter Siebischau und Oberhof bei Schmolz, Landkreis Breslau.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er mit seiner Familie in der Villa Knyphausen auf Norderney.Kösener Corpslisten 1960. Hrsg. Otto Gerlach. C. L. Mettcker & Söhne Jever. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 9, 813. Wallenberg Pachaly hatte Enkelkinder.Gotthardt von Wallenberg Pachaly, In: Trauer-Anzeigen.de. In: Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, Hannover 2020.

Literatur Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Selbstverlag, Düsseldorf 1902, S. 243. (Portrait) G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Selbstverlag, Druck Wailandt AG, Aschaffenburg 1928, S. 240. (Portrait/Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil B (Briefadel). 1939. Einunddreißigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1938, S. 637 f. Siehe: FamilySearch (Kostenfrei). Hans Friedrich von Ehrenkrook, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck, Nikolaus von Preradovich, Johann Georg von Rappard, Hans-Jürgen von Witzendorff, u. a.: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelige Häuser. B (Briefadel). 1956. Band II, Band 12 des Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1956, S. 507.

Einzelnachweise

Kategorie:Jurist (Bankwesen) Kategorie:Bankier Kategorie:Major (Preußen) Kategorie:Kavallerist (Preußen) Kategorie:Wallenberg (schlesisches Adelsgeschlecht) Kategorie:Adliger Kategorie:Person (Breslau) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1878 Kategorie:Gestorben 1965 Kategorie:Mann