mini|hochkant|Wappen derer von Randeck Die Herren von Randeck waren ein pfälzisches Adelsgeschlecht, das sich nach der Burg Randeck bei Mannweiler-Cölln benannte.

Die Familie ist zu unterscheiden von dem schwäbischen Adelsgeschlecht Randeck.

Geschichte Die Familie hat ihre Anfänge im frühen 13. Jahrhundert und geht offenbar aus dem Geschlecht der Kolb von Wartenberg hervor, ebenso wie die Herren von Bilenstein.

Erster sicherer und urkundlich fassbarer Namensträger war Heinrich von Randeck, der 1202 bei einem Vergleich Heinrichs von Wartenberg mit dem Kloster HaneWebseite zum Kloster Hane als Zeuge benannt ist. Bereits 1200 trat er als Bürge König Philipps von Schwaben bei einer Zollbefreiung für das Erzbistum Trier auf. Nochmals erscheint er 1212 als Zeuge im Vertrag Kaiser Ottos IV. mit Herzog Ludwig I. von Bayern.Karl Bosl: Die Reichsministerialität der Salier und Staufer, Teil 1, S. 254, Band 4 von: Schriften der Monumenta Germaniae Historica, 1952; (Ausschnittscan) Heinrich von Randeck soll ein Enkel Ulrichs von Wartenberg gewesen sein.Martin Dolch, Stefan Ulrich: Pfälzisches Burgenlexikon IV.1 O-Sp, Kaiserslautern 2007, ISBN 978-3-927754-56-0, S. 198–206. Das ähnliche Wappen der Kolb von Wartenberg und der Herren von Randeck weist ebenfalls in diese Richtung.Karl Bosl: Die Reichsministerialität der Salier und Staufer, Teil 1, S. 254, Band 4 von: Schriften der Monumenta Germaniae Historica, 1952; (Ausschnittscan).

Ab Beginn des 13. Jahrhunderts lässt sich die Familie auf der namensgebenden Stammburg nachweisen,Yvonne Monsees: Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises, Band 5 von: Deutsche Inschriften, Mainzer Reihe, 1997, ISBN 3-88226-969-3, S. 61; (Ausschnittscan) wobei sich spätestens 1283, mit Embricho von Randeck, der Familienzweig derer von Löwenstein bzw. zu Randeck genannt von Löwenstein oder Brenner von Löwenstein zu Randeck abspaltete. Ab 1327 gründete Johann von Randeck die Seitenlinie von Weissenstein, die bei Mörsfeld ansässig war.

Dietrich von Randeck, ein Enkel Heinrichs, amtierte von 1299 bis 1303 als Burggraf von Böckelheim, 1322–1325 als Reichsschultheiß in Oppenheim. Im 14. Jahrhundert waren die Randecker auch Burgmänner auf Montabaur.Seite zur Wappenhistorie mit Erwähnung der Burgmannseigenschaft in Montabaur

Heinrich V. von Randeck, ein Urenkel des Stammvaters der Familie, bekleidete 1327–1330 die Würde eines Abtes der Zisterzienserabtei Himmerod.Ambrosius Schneider: Die Cistercienserabtei Himmerod im Spätmittelalter, Selbstverlag der Abtei Himmerod, 1954, S. 9; (Ausschnittscan)

Eine Generation später fungierte Eberhard von Randeck († 1372) als Domdekan in Speyer, wurde 1363 zum Bischof von Speyer gewählt, musste aber resignieren, da der Kaiser seinen Vertrauten Lamprecht von Brunn zum Oberhirten bestimmt hatte.

Mit Adam von Randeck starb die Familie 1537 im Mannesstamm aus, beerbt von ihren Verwandten Löwenstein genannt Randeck (ausgestorben 1664) und von Flörsheim, in welche Familie die letzte Erbtochter eingeheiratet hatte.Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königlich bayerischen Rheinkreises Band 1, S. 334, F. C. Neidhard, Speyer 1837

Wappen Das Wappen zeigt in Silber einen roten Balken, begleitet von oben zwei und unten einer roten Lilie. Auf dem Helm ein roter Hut mit silbernen Hörnern im Stulp.J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, VI. Band, 7. Abteilung; Der abgestorbene Nassauische Adel; Author: H. von Goeckingk, A. von Bierbrauer-Brennstein, A. von Grass; Publikation: Nürnberg: Bauer & Raspe, 1882

Literatur Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königlich bayerischen Rheinkreises Band 1, S. 334 u. 335, F. C. Neidhard, Speyer 1837; (Digitalscan) Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Band 10, 1984, S. 840; (Ausschnittscan)

Weblinks Genealogie der Familie Regionalhistorische Webseite zur Burg und zur Familie

Einzelnachweise

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