mini|Beate Hanspach (1992) Beate Hanspach, verheiratete Beate Peters-Hanspach (* 2. Oktober 1937 in Leipzig), ist eine deutsche Dramaturgin.

Leben Beate Hanspach besuchte von 1951 bis 1955 die Humboldtoberschule in Leipzig. Hier, wie auch schon in der Grundschule, wirkte sie begeistert in der Laienspielgruppe mit. Nach dem Abitur studierte sie Dramaturgie an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Nach ihrem Studium begann sie 1959 als Dramaturgie- und Regieassistentin für Fernsehspiele im Abendprogramm des Deutschen Fernsehfunks Berlin-Adlershof.

Anfang der 1960er Jahre nahm sie einige Rollenangebote bei Film und Fernsehen an. In dem erfolgreichen Fernseh-Dreiteiler „Tempel des Satans“ verkörperte sie die Rolle der Susan Taylor.

1964 wechselte Beate Hanspach ins Kinderfernsehen der DDR, wo sie für zahlreiche Filme als Dramaturgin tätig war und dem sie bis zur Auflösung des Deutschen Fernsehfunks Ende 1991 verbunden blieb. Sie führte aber auch Regie und schrieb Drehbücher. Mit dem „Kollektiv der Dramaturgie für Kinder beim Fernsehen der DDR“ erhielt sie 1977 den Nationalpreis der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur.

Beate Hanspach gehörte zu den Initiatoren des seit 1979 stattfindenden Deutschen Kinder-Medien-Festivals Goldener Spatz (damals Nationales Festival „Goldener Spatz“ für Kinderfilme der DDR in Kino und Fernsehen). 1981 und 1983 war sie dessen Präsidentin.

Im Internationalen Kinder- und Jugendfilmzentrum CIFEJ (Centre International du Film pour l’Enfance et la Jeunesse), das unter der Schirmherrschaft der UNESCO steht, begann ihre Mitarbeit 1986. In dieser nichtstaatlichen Organisation vertrat sie von 1992 bis 2000 ehrenamtlich das Kinder- und Jugendfilmzentrum der Bundesrepublik Deutschland (KJF Remscheid). Sie arbeitete gelegentlich journalistisch und als freie Autorin. Ihre Erfahrungen gab sie durch Vorlesungen und auf Workshops in Syrien, Norwegen und Indien weiter.

Ihre Liebe zur Arbeit für Kinder kommt auch in dem Kinderbuch Die Räuber gehen baden zum Ausdruck, das sie zusammen mit Fred Rodrian 1977 herausgab.Beate Hanspach, Fred Rodrian (Hrsg.): Die Räuber gehen baden : Gute-Nacht-Geschichten von A bis Z, Berlin: Kinderbuchverlag, 1977 und folgende Auflagen unter dem Titel Der Traumhut, 1984.

Beate Hanspach war verheiratet mit dem Kameramann Siegfried Peters († 2003). Seit 2005 lebt sie in Leipzig.

Filmografie

Regie

1966: Heini und seine Geschichten (2 Teile)Heini und seine Geschichten. Teil 1, 2 Fernsehen der DDR (Memento) 1970: Unsere Klasse, große Klasse

Dramaturgie 1964: Das Mädchen aus dem Dschungel 1972: Bach in Arnstadt 1974: Heiße Spuren 1974: Warum kann ich nicht artig sein 1975: Die schwarze Mühle 1977: Die zertanzten Schuhe 1978: Leise flehen meine Lieder – Franz Schubert 1978: Der Meisterdieb 1979: Lessing in Leipzig 1980: Gevatter Tod 1982: Der König und sein Dieb 1982: Ein Tag aus Goethes Kindheit 1983: Der entführte Prinz (Fernsehfilm) 1983: Zauber um Zinnober 1985: Händel aus Halle 1985: Jorinde und Joringel 1987: Jan Oppen 1989: Rike 1991: Der Zwerg im Kopf

Drehbuch 1973: Der wunderbare Schatz 1978: Zwerg Nase 1997: Lorenz im Land der Lügner

Darstellerin 1961: Tempel des Satans (als Susan Taylor) 1962: Die schwarze Galeere (als Myga) 1966: Alfons Zitterbacke (als Dame am Empfang) 1990: Motivsuche

Literatur Heinz Lohse (Hrsg.): Die Humboldtschule im Wandel der Zeiten. Zur 100jährigen Geschichte eines Leipziger Gymnasiums, Teil 1. Leipzig 2011, , S. 28 und 122–124

Weblinks

Beate Hanspach Filmstadt Quedlinburg

Beate Hanspach Goldener Spatz Beate Hanspach Fernsehserien

Einzelnachweise

Kategorie:Dramaturg Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur Kategorie:Person (Leipzig) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Frau