Der Olzog-Verlag (Eigenschreibweise: OLZOG Verlag) war ein deutscher Buchverlag aus München. Er wurde 1949 als Isar Verlag von Günter Olzog gegründet. Das Verlagsmotto lautete Informieren & Akzente setzen.
Geschichte Entwicklung 1949 bis 2014 Der Verlag wurde am 10. Dezember 1949 von Günter Olzog, der bis 1998 Gesellschafter und alleiniger Geschäftsführer war, als Isar-Verlag Dr. Günter Olzog mitbegründet.Dagmar Olzog, Johannes Hacker (Hrsg.): Dokumentation deutschsprachiger Verlage. 14. Ausgabe, Verlag moderne Industrie, Landsberg am Lech 2001, ISBN 3-478-38764-7, S. 222. Er wollte „objektiv und kritisch“ informieren. 1960 erfolgte die Umbenennung in Günter-Olzog-Verlag. Ab 1972 wurde der Verlag in einer GmbH organisiert. 1987 wurde das Unternehmen an den Verlag moderne Industrie in Landsberg am Lech verkauft.Gestorben. Günter Olzog. In: Buchmarkt, 21. Mai 2007. 1998 erfolgte der Weiterverkauf an den vormaligen Vorstandssprecher Reinhard Möstl und die Verlagsgruppe Weltbild sowie die Verlegung des Unternehmenssitzes nach München-Sendling.Olzog-Verlag verkauft. horizont.net, 15. Mai 1998. Der Umsatz belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 2 Millionen D-Mark.
Übernahme durch den Lau-Verlag (seit 2014) Am 1. Januar 2014 übernahm der Lau-Verlag in Reinbek bei Hamburg das Sachbuchprogramm („Geschichte, Politik, Gesellschaft“) des Olzog-Verlags, der lediglich seine „crossmedialen Programme“ behielt. 2017 wurde der Verlag an MGO Fachverlage verkauft und wird dort seitdem als Imprint fortgeführt.
Programm 2007 betrug die Zahl der jährlichen Neuerscheinungen zwischen 20 und 30 Bücher. Das Verlagsprogramm umfasste bis Ende 2013 die gesellschaftswissenschaftlichen Bereiche Politik, Wirtschaft (u. a. „Liberale Reihe“ zu bekannten Wirtschaftstheoretikern), Gesellschaft und Zeitgeschichte. Insgesamt erschienen über 1200 Titel. Neuere Werke wurden vor allem in den Bereichen Bildung und Fachinformation publiziert. Einen Schwerpunkt nahmen zuletzt Unterrichts- und Praxismaterialien für Kindergarten, Schule, Seniorenbetreuung und Schulberatung ein, die ab 2009 kostenpflichtig bei eDidact online angeboten wurden.
Beim Olzog Verlag veröffentlichten u. a. Hendrik van Bergh Harald Bergsdorf Ehrhardt Bödecker Günter Buchstab der Deutsche Bundestag Thomas Ellwein Michael F. Feldkamp Lothar Fritze Rainer Fromm Armin Fuhrer Michael Gehler Klaus Gotto Helga Grebing Uwe Hartmann Hans-Dieter Heumann Eckhard Jesse Alfred Jüttner Hans Mathias Kepplinger Michael Klöcker Erwin Könnemann Uwe Kranenpohl Volker Kronenberg Jürgen P. Lang Gerd Langguth Konrad Löw Siegfried Lowitz Niklas Luhmann Werner Maser Meinhard Miegel Patrick Moreau Ernst Nolte Heinrich Oberreuter Günter Olzog Horst Pötzsch Friedrich Pohlmann Horst Poller Dieter Portner Günter Poser Michael von Prollius Günter Rohrmoser Dietmar Schössler Gerd Schultze-Rhonhof Franz W. Seidler Rolf Steininger Wolfgang Stock Gerhard Stoltenberg Udo Tworuschka Christian Walther Nikolaus Werz Michael Wolffsohn Hans Zehetmair Alfred de Zayas
Literatur Dagmar Olzog, Johannes Hacker, Curt Vinz (Hrsg.): Dokumentation deutschsprachiger Verlage, mit CD-Rom. 15. Ausgabe, Redline Wirtschaft, Frankfurt am Main 1962–2004; ISBN 978-3-636-03019-1, (erschien alle drei Jahre, 2004 beendet).
Einzelnachweise
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