Der Bergbau im Spessart wurde erstmals um 1400 für die Gemeinde Hailer erwähnt. Abgebaut wurden Eisen, Kupfer, Silber und Blei, später auch Kobalt, Mangan und Schwerspat. Die größte Metallerzlagerstätte war bei Biebergemünd. Bergbau spielte immer nur eine regionale Rolle, die Vorkommen waren gering.

Die Lagerstätten beinhalteten Flöze von Kupferletten und führten Kupfer-Arsen-Sulfide (Tennantit, Enargit, Silber-führend), Kupfer-Eisen-Sulfide (Kupferkies, Bornit) und Arsenide (Löllingit, Arsenkies).C. Schumacher, F.-P.Schmidt: Kupferschieferexploration in Osthessen und Nordbayern. Erzmetall (38), Weinheim 1985, S. 428–432 Im Südwestspessart bei Straßbessenbach wurde zeitweise auch Marmor abgebaut.Antwort von Staatssekretär Tobias Gotthardt (MdL BY) auf die „Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Kerstin Celina, Patrick Friedl, Christian Hierneis, Paul Knoblach, Laura Weber (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) vom 17.04.2024 betreffend Untertägiger Bergbau und Trinkwasserschutz“ vom 14. Mai 2024; abgerufen am 19. Dezember 2024.

Tabelle der Bergwerke Name Stadt/Gemeinde Bemerkung Lage Bild Unterer Liebesgrund Laufach Eisen; bis 1870, nahe Schloss Weyberhöfe, im unteren Liebesgrund,Freymann, 1991, S. 108Webseite der Gemeinde Laufach, abgerufen am 28. Juni 2014. Eisenhütte und Hammer: Emilie Rottenberg Kupfer, Silber, 1876 136,8 ha groß Heinrichstollen Schweinheim Kalkspat, südlich der Elterhöfe, Gertraudstollen Schweinheim Kalkspat, Elterwald vor der Ortslage Gailbach, Wilhelmine Sommerkahl Kupfer, Silberfahlerz, 1876 32,25 ha groß; Besucherbergwerk 150x150px Matthäus-Zeche Sommerkahl Kupfer, 1876 76,22 ha großFreymann, 1991, Tab. 34, Abb. 8, Abb. 12 und Abb. 19 Clara-Stollen Sommerkahl Kupfer Am Lettenberg Sommerkahl Kupfer; Pingenfelder Justus Sommerkahl Kupfer, Silber, 1876 159 ha groß Ceres Sommerkahl Kupfer, Silber, 1876 94,6 ha groß, möglicherweise identisch mit dem Clara-Stollen Vesta Sommerkahl Kupfer, Silber, 1876 34,8 ha groß, möglicherweise identisch mit "Am Lettenberg" Maximilian-Stollen Kleinkahl Kupfer; angeschlagen: ca. 1820; Länge: 434 m Oberer Kahler Stollen Kleinkahl Kupfer; angeschlagen: ca. 1916; Länge: 180 m Hülfe Gottes Großkahl Kupfererz, Silberfahlerz, Bleierz, 1876 28,85 ha groß Segen Gottes, Schönborn-Stollen Huckelheim Kobalt, Kupfer, Silber; ab 1719 Abbau östlich von Huckelheim durch die Freiherren von Groschlag, ab 1759 wird der Abbau durch die von Schönborns betrieben; Grubenriß von 1782 ist erhalten geblieben; 1789 Ende des Abbaus aufgrund eines RechtsstreitsGrube Gottes Segen - Grubenriss und Informationen, private Webseite, abgerufen am 27. September 2014 Schönborn Stollen: angeschlagen 1766; Länge: 520 mDie bunten Mineralien der Grube „Segen Gottes“ bei Huckelheim im Spessart , 1876 37,72ha groß Aurora Huckelheim Kupfer- und Silberfahlerz, 1876 99,54 ha groß Am Sonnenberg Gelnhausen Bergbau bei Hailer erwähnt seit 1400Fritz Spruth: Die Bergbauprägungen der Territorien an Eder, Lahn und Sieg. Bochum, 1974 Am Grauer-Berg Gelnhausen Bergbau bei Hailer erwähnt seit 1400; auch Bergmannsloch Roßbacher Stollen Biebergemünd Kobalt, Eisen, Mangan; angeschlagen: 1741; Länge: 2800 m; eingebrachte Teufe: 40–60 mFreymann, 1991, S. 126ff Röhriger Stollen Biebergemünd Kobalt, Eisen, Mangan; angeschlagen: 1731; Länge 860 m; eingebrachte Teufe: 40 m Radstubenstollen Biebergemünd Kobalt; Eisen; Mangan; angeschlagen nach 1748; Länge: ca. 1100 m; eingebrachte Teufe: 60 m Lochborner Kunstschacht (Nr. 12) Biebergemünd Kobalt; Eisen; Mangan Oberer Maschinenschacht Biebergemünd Eisen; 1899 begonnen; 7. April 1900 fertiggestellt; 3 Sohlen bis 147 m Teufe Oberer Kalkofenstollen Biebergemünd Kupfer; bis 1746; Wasserlösungsstollen des Kalkofer Kupferlettenflötzes; Länge 100 m Unterer Kalkofenstollen Biebergemünd Grundäker Werk Biebergemünd Baryt; Tagebau und Tiefbau; am Galgenberg Schußrain-Stollen Biebergemünd Bertha-Stollen Biebergemünd Kobalt; aufgefahren 1908; Bewetterung und Wasserhaltung des Lochborner und Burgberger Reviers; bis 31. Mai 1925 Verbindung zum unteren Maschinenschacht (Wiesenschächtchen) hergestellt; 3115 m LängeDer historischen Bergbau auf die hydrothermalen Co-Ni-Bi-Gänge, den Kupferschiefer des Zechsteins und die karbonatischen bis oxidischen Fe-Mn-Vererzungen von Bieber im Spessart (von Joachim Lorenz, Karlstein a. Main)Revier Bieber - Bergbau um Bieber im Nordspessart Webersfelder Stollen Biebergemünd Zechenhaus; Eisen; bis 1925 in Betrieb Mangan Grube Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948Kulturweg Partenstein, Archäologisches Spessartprojekt e. V. - Institut an der Universität Würzburg, online, abgerufen am 28. Juni 2014 Grube Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948 Grube Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948 Erichstollen Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948 Grube Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948 Grube Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948 Grube Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948 Grube Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948 Grube Partenstein Schwerspat; von 1840 bis 1948 Grube Neuhütten Schwerspat; von 1830 bis 1962 Kulturweg "von Hütte zu Hütte" Neuhütten Tafel 2, Archäologisches Spessartprojekt e. V. - Institut an der Universität Würzburg, online, abgerufen am 2. September 2016 Grube "Christiane"Kultur - Schwerspatabbau im Spessart; Webseite der Gemeinde Rechtenbach; abgerufen am 24. Mai 2020RechtenbachSchwerspat; von 1917 bis 1970 Tonbergwerk KlingenbergKlingenberg am Main Ton 150px

Siehe auch Liste von Bergwerken im Lahn-Dill-Gebiet Liste von Bergwerken im Vogelsberg Liste von Bergwerken im Taunus Liste von Bergwerken im Odenwald Liste von Bergwerken in der Eifel Liste von Bergwerken im Sauerland Liste von Bergwerken im Siegerland

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Literatur Klaus Freymann: Der Metallerzbergbau im Spessart. Dissertation, Mineralogisches Institut der Universität Würzburg, 1987, publiziert durch Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e. V., 1991. ISBN 3-879-65054-3

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