Die Neuhauser Straße ist Teil der ersten und größten Fußgängerzone in der Altstadt Münchens. Hier befindet sich eine große Anzahl Einzelhandelsgeschäfte und Gaststätten.
Lage und Verlauf Die Straße verläuft nahezu geradlinig in Richtung Südost-Nordwest stadtauswärts von der Kreuzung Färbergraben bzw. Augustinerstraße bis zum Karlsplatz (Stachus). Sie hat eine Länge von etwa 350 Metern. In Richtung Marienplatz wird die Neuhauser Straße zur Kaufingerstraße. Unter der Neuhauser Straße und der Kaufingerstraße verläuft die Stammstrecke der S-Bahn zwischen den Haltepunkten Marienplatz und Karlsplatz.
Geschichte mini|left|Neuhauser Straße (Teilansicht, 1900) mini|left|Neuhauser Straße (1906) Die Straße ist Teil der Ost-West-Verbindung durch München, über die Heinrich der Löwe die Salzstraße umleiten ließ. Ihr Name ist von dem mittlerweile eingemeindeten Ort Neuhausen abgeleitet, zu dem die Straße führte. Als Neuhauser Straße ist sie erstmals 1293 urkundlich erwähnt. Von etwa 1815 bis 1828 wurde sie Karlstraße genanntHans Dollinger: Die Münchner Straßennamen, München, W. Ludwig-Verlag, 1994, ISBN 3-7787-2143-7, S. 209, anschließend Neuhausergasse. Sie wurde im Jahre 1972 von einer Hauptverkehrsachse mit zwei Tramgleisen zur Fußgängerzone umgebaut; Anlass waren die Olympischen Spiele 1972 mit einem erwarteten enormen Zustrom an zusätzlichem Verkehr. Die Straße ist nach dem damaligen Dorf und heutigen Stadtteil Neuhausen benannt, wohin die Straße stadtauswärts gesehen führt. Südlich entlang der Straße befindet sich das Angerviertel und nördlich das Hackenviertel.
Bauten (Auswahl) mini|left|Die Neuhauser Straße mit St. Michael und Augustinerkirche Nr. 2 Augustinerkirche, ehemalige Klosterkirche des Augustinerklosters; heute befinden sich darin das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum und Ladengeschäfte Nr. 6: Jesuitenkirche St. Michael Nr. 8: Alte Akademie (Wilhelminum), ehem. Jesuitenkolleg, ein gewinkelter Bau, im Westflügel befand sich das Kaufhaus Hettlage, auf dem Platz vor dem Gebäude stand die mittelalterliche Nikolauskapelle Nr. 14: Bürgersaalkirche Nr. 17: ehem. Geschäftshaus Dr. H. Ehrlicher, jetzt Kaufhaus Zweiflers Nr. 18: Kaufhaus Oberpollinger, ehem. Karstadt Nr. 20: Brunnen „vomit Knabe“ (sog. Brunnenbuberl) Nr. 21: Joseph-Pschorr-Haus (Neubau von 2013) Nr. 27: Gaststätte „Augustinerbräu“ in einem bemalten Neurenaissance-Doppelhaus Nr. 39: Kaufhaus Saturn und eine Parfümerie, ehem. Kaufhaus Hertie Nr. 40: ehemals Fahrigs Hotel Deutscher HofMünchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. CXXII. Am Ende der Neuhauser Straße steht das Karlstor (Neuhausertor), durch das man auf den Stachus gelangt.
Brunnen Brunnenbuberl von Mathias Gasteiger, beim Karlstor. Richard-Strauss-Brunnen, im Winkel der Alten Akademie
Besucherfrequenz Bundesweiter Spitzenreiter in der Besucherfrequenz ist die Neuhauser Straße mit 116.206 Passanten pro Tag (Stand 1. September 2019), gefolgt von ihrer Verlängerung, der Kaufingerstraße, mit 113.493 Passanten. Dies ergibt allein in den drei Sommermonaten des Jahres 2019 8.257.806 Passanten.Passantenfrequenzen: München führt mit gleich zwei Einkaufsstraßen das bundesweite Ranking an, hystreet, 3. September 2020. Abgerufen am 10. Mai 2020.
Weblinks
Neuhauser Straße und Kaufingerstraße, muenchen.de Eintrag bei München-Wiki
Einzelnachweise
Kategorie:Fußgängerzone in Bayern Kategorie:Bauwerk in der Münchner Altstadt Kategorie:Innerortsstraße in München Kategorie:Straße in Europa Kategorie:Fußverkehr (München)