mini|rechts|Cäsar Beck ca. 1908 Cäsar Beck (9. Dezember 1850 in München, Königreich Bayern – 22. August 1925 in München, Deutsches Reich)Deutsches Bühnen Jahrbuch 38, 1927, S. 89. war ein deutscher Theaterregisseur sowie Theater- und Stummfilmschauspieler.

Leben Cäsar Beck war der Sohn eines Schneidergesellen. Er besuchte die St. Ludwigs-Pfarrschule mit bemerkenswertem Erfolg.Verzeichnis der sämmtlichen Schüler und Schülerinen, welche im Schuljahr 1859/60 in den deutschen Werktags-Schulen der königlichen Haupt- und Residenzstadt München sich öffentlicher Preise oder rühmlicher Bekanntmachung würdig gemacht haben, München 1860, S. 30. Heinrich Richter, Schauspieler am Münchner Hoftheater, sah ihn in einer Studentenvorstellung und riet ihm, die Bühnenlaufbahn einzuschlagen. Beck nahm am Deutsch-Französischen Krieg 1871 als Freiwilliger teil. Danach begann er seine Karriere am Hoftheater München und ging über Augsburg nach Frankfurt am Main, Hannover und Wiesbaden. Später war er – bis zu dessen Auflösung 1890 – am Kaiserlich Deutschen Theater in Petersburg tätig. Anschließend ging er nach Breslau, Bremen, einige Jahre an das 'Berliner Theater' und das Residenztheater in Hannover.Theodor Fontane: Sämtliche Werke. Band XXII/3: Causerien über Theater. Dritter Teil. Unter Mitwirkung von Kurt Schreinert herausgegeben von Edgar Gross in Verbindung mit Rainer Bachmann. München: Nymphenburger 1967, S. 452 f. Auch in London war Beck erfolgreich. So schrieb die Presse über seine Rolle in Ibsens Nora oder Ein Puppenheim: „Herr Caesar Beck was an ideal Helmer, the best I have ever seen.“The Athenaeum, London 1894, S. 650. Sein Fach waren: Liebhaber, Heldenrollen und in höherem Alter Heldenväter. Verheiratet war er mit Anna Beck-Radecke (1861–1918). 1897 trennten sie sich. zum 150. Geburtstag bei der-neue-merker.de. Beck war viele Jahre Oberspielleiter am Münchener Hoftheater und verstarb in seiner Geburtsstadt im Alter von 74 Jahren.

Filmografie 1918: Das Herz vom Hochland, Regie: Hans Oberländer 1918: Der Herr mit der Dogge, Regie: Franz Seitz 1919: Komödianten, Regie: Hans Oberländer 1920: Die letzte Nacht, Regie: Wilhelm Thiele, Reinhold Bauer 1920: Die Hexe von Lolaruh, Regie: Felix Wildenhain 1920: Doch mit des Schicksals Mächten, Regie: Carl Schönfeld 1921: Ciska Barna, die Zigeunerin, Regie: Hans Tintner, Herr Asam 1923: Um Recht und Liebe, Regie: Josef Berger 1924: Die Tragödie eines Staatsanwalts, Regie: Josef Berger

Literatur Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Verlag von Paul List, Leipzig 1903, S. 68, ().

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Theaterleiter Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Darstellender Künstler (München) Kategorie:Ensemblemitglied des Staatstheaters Augsburg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1850 Kategorie:Gestorben 1925 Kategorie:Mann