Die Raša (, historisch: Arsa Fiume) ist einer der wichtigsten Flüsse auf Istrien in Kroatien und der wenigen, die in die Kvarner-Bucht münden.
Verlauf Die Raša entsteht beim Weiler Podpićan aus dem Zusammenfluss mehrerer kleiner Gewässer und in der Nähe des Čepićko Polje, eine mit Entwässerungskanälen durchzogene Senke (Polje). Die wichtigsten Zuflüsse in diesem Gebiet heißen Karbuna und Vlaški potok.Dmitar Čulić: Istrien und Kvarner. Beograd 1963, S. 7–9. In der Ebene Čepićko Polje befand sich einst der gleichnamige See (, , ), ein sehr flacher See mit wechselnden Wasserständen, dessen nasse Wiesen und Sümpfe einst durch die Boljunčica über die Raša entwässert wurden und sich bis in die Nähe des Ortes Šumber erstreckten.Dmitar Čulić: Istrien und Kvarner. Beograd 1963, S. 107, 112 Josef Roman Lorenz: Landschaftliche Schilderung Istriens. In: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Das Küstenland. Wien 1891, S. 29–30. Seit 1932 ist der See trockengelegt und das Wasser entweicht durch einen Tunnel in Richtung Plomin an der Adriaküste.
Die Raša fließt in einem bis ca. 300 m tief eingeschnittenen Tal nach Süden und mündet über die Ria bzw. Zaljev Raša () im Adriatischen Meer. Kurz vor der Meeresmündung fließt ihr vom Nordosten aus der Umgebung von Labin der Nebenfluss Krapan zu. An der Vereinigung beider Flüsse befindet sich ein Feuchtgebiet. Die nach diesem Zusammenfluss folgende fjordartige Bucht ist mit Meerwasser gefüllt und etwa einen Kilometer breit.Kristian Sotriffer: Istrien und der Karst. Geschichte, Kultur und Landschaft. Oberösterreichischer Landesverlag Linz, Linz 1972, S. 138.nach OSM.
Historische Bedeutung mini|links|hochkant=1.4|Karte (geostet) von 1753 mit dem Lago di Gessaro und der Mündung als Bocca dell'Arsa (Giovanni Salmon: Carta geografica dell'Istria) Obwohl die Raša nur eine relativ geringe Länge aufweist, war sie in römischer Zeit unter dem lateinischen Namen Arsia bekannt. Sie war der Grenzfluss zu den Histriern und bildete später die ehemalige italienische Nordostgrenze.William Robert Shepherd: Historical Atlas. New York: Henry Holt and Company, 1911. Ancient Italy, Northern Part Seit 1342 war sie die Ostgrenze der Grafschaft Mitterburg. Galerie
Literatur
Weblinks
Anonymus: Raša, rijeka. Eintrag in der Istarska enciklopedija auf www.istrapedia.hr (kroatisch).
Einzelnachweise
0Rasa Kategorie:Geographie (Istrien)