Diese Liste umfasst die Mitglieder der Ständeversammlung des Großherzogtums Baden für die Sessionen des 41. ordentlichen Landtags. Die Eröffnung fand am 30. November 1903 statt. Die Schlusssitzung fiel auf den 20. Juli 1904. Insgesamt fanden 22 SitzungenLudwig Bauer, Bernhard Gißler: Die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819–1912. Fidelitas, Karlsruhe 1913, 5. Auflage, S. 61 der Ersten Kammer und 131 SitzungenAdolf Roth und Paul Thorbecke: Die badischen Landstände. Landtagshandbuch. Verlag der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907, S. 272 der Zweiten Kammer statt.
Präsidium der Ersten Kammer Präsident: Prinz Karl von Baden 1. Vizepräsident: Graf Franz von Bodman 2. Vizepräsident: Geheimer Kommerzienrat Ferdinand Sander
Mitglieder der Ersten Kammer Prinzen des Hauses Baden Erbgroßherzog Friedrich von Baden Prinz Maximilian von Baden Prinz Karl von Baden
Standesherren Fürst Max Egon zu Fürstenberg (war nie anwesend) Fürst Ernst zu Leiningen (war nie anwesend), gefolgt im April 1904 von Fürst Emich zu Leiningen Fürst Erwein von der Leyen Fürst Ernst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg Graf Emich zu Leiningen-Billigheim
Vertreter der katholischen Kirche Thomas Nörber,Dieser Mandatsträger ist in den amtlich veröffentlichten Abgeordnetenlisten als promovierter Akademiker ausgewiesen, d. h. dort üblicherweise mit einem vor dem Namen stehenden Doktor-Grad verzeichnet Erzbischof von Freiburg (war nie anwesend)
Vertreter der evangelischen Landeskirche Friedrich Karl Oehler, Prälat der Evangelischen Landeskirche
Vertreter des grundherrlichen Adels Oberhalb der Murg Graf Robert von Andlaw Graf Franz von und zu Bodman Graf Konstantin von Hennin Freiherr Wilhelm von Röder, General z. D.
Unterhalb der Murg Freiherr Ernst August Göler von Ravensburg Graf Raban von Helmstatt Freiherr Udo von La Roche-Starkenfels, Oberamtsrichter Freiherr Albrecht Rüdt von Collenberg-Bödigheim, Landgerichtsdirektor
Vertreter der Landesuniversitäten Heinrich Buhl, Geheimrat, Professor an der Universität Heidelberg und deren Vertreter im Landtag Gustav Rümelin, Hofrat, Vertreter der Universität Freiburg
Vom Großherzog ernannte Mitglieder Ferdinand Lewald, Geheimrat, Präsident des Verwaltungsgerichtshofs Max Honsell, Geheimrat, Oberbaudirektor Ludwig Schember, Senatspräsident Hans Bunte, Geheimer Hofrat, Professor an der TH Karlsruhe Ferdinand Sander, Geheimer Kommerzienrat Robert Koelle, Geheimer Kommerzienrat Carl Reiß, Kommerzienrat Arthur Pfeilsticker, Kommerzienrat
Präsidium der Zweiten Kammer Präsident: Albert Gönner 1. Vizepräsident: Georg Karl Lauck 2. Vizepräsident: Karl Heimburger
Die gewählten Abgeordneten der Zweiten Kammer Seit 1871 wurden die badischen Wahlbezirke nicht mehr wie von 1819 bis 1870 üblich mit separaten Nummernkreisen für Stadtwahlbezirke und Ämterwahlbezirke unterschieden, sondern nach geographischen Gesichtspunkten von Süden nach Norden fortlaufend von 1 bis 56 nummeriert. Nachfolgend sind jedoch die Stadtwahlbezirke und die Ämterwahlbezirke in zwei separaten Abschnitten zusammengefasst, wodurch die Nummerierung der Wahlbezirke jeweils unvollständig erscheint.
Stadtwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des WahlbezirksName des AbgeordnetenFraktion 3. Wahlbezirk der Stadt Konstanz Martin Venedey Deutsche Volkspartei (Demokraten)Von 1868 bis 1878 hieß das Pendant zur Deutschen Volkspartei in Baden Demokratische Partei 9. Wahlbezirk der Stadt Lörrach mit Stetten Friedrich Vortisch Freisinnige Volkspartei 18. I. Wahlbezirk der Stadt Freiburg Constantin Fehrenbach Zentrum 18. II. Wahlbezirk der Stadt Freiburg Heinrich Bihler Zentrum 21. Wahlbezirk der Stadt Lahr Ludwig Schneider Nationalliberale Partei 26. Wahlbezirk der Stadt Offenburg Oskar Muser Deutsche Volkspartei (Demokraten) 31. Wahlbezirk der Stadt BadenBis 1931 hieß die Stadt Baden-Baden nur Baden. Albert Gönner Nationalliberale Partei 32. Wahlbezirk der Stadt Rastatt Karl Franz Nationalliberale Partei 35. I. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Gustav Binz Nationalliberale Partei 35. II. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Robert GoldschmitDieser Mandatsträger ist in den amtlich veröffentlichten Abgeordnetenlisten als Hochschullehrer ausgewiesen, d. h. dort üblicherweise mit einem vor dem Namen stehenden Professoren-Titel verzeichnet Nationalliberale Partei 35. III. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Paul Frühauf Freisinnige Volkspartei 37. Wahlbezirk der Stadt Durlach Christian Horst SPD 41. Wahlbezirk der Stadt Bruchsal Karl Hoffmann Deutsche Volkspartei (Demokraten) 42. I. Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Hermann Schneider Nationalliberale Partei 42. II. Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Albert Wittum Nationalliberale Partei 45. I. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Robert Kramer SPD 45. II. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Gustav Lehmann SPD 45. III. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Albert Süßkind SPD 48. I. Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Rupert Rohrhurst Nationalliberale Partei 48. II. Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Karl Wilckens Nationalliberale Partei
Ämterwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des WahlbezirksName des AbgeordnetenFraktion 1. Wahlbezirk der Ämter Überlingen und Pfullendorf mit Teilen des Amtes Stockach Friedrich Hug 1903 zurückgetreten, gefolgt von Büchner Zentrum August Karl Anton Büchner Mandatsnachfolger für den zurückgetretenen Hug Zentrum 2. Wahlbezirk des Amtes Meßkirch mit Teilen des Amtes Stockach Karl Hauser Nationalliberale Partei 4. Wahlbezirk des Amtes Konstanz Josef Gießler Zentrum 5. Wahlbezirk des Amtes Engen mit Teilen des Amtes Stockach Emil Goldschmid Nationalliberale Partei 6. Wahlbezirk des Amtes Bonndorf mit Teilen des Amtes Waldshut Ferdinand Kriechle Nationalliberale Partei 7. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Waldshut und Säckingen Philipp Blümmel Zentrum 8. Wahlbezirk des Amtes St. Blasien mit Teilen der Ämter Schönau und Neustadt Adolf Ernst Birkenmayer Zentrum 10. Wahlbezirk des Amtes Lörrach (ohne Stetten) Karl Dreher Nationalliberale Partei 11. Wahlbezirk des Amtes Schopfheim mit Teilen der Ämter Säckingen und Schönau Georg Peter Weygoldt Nationalliberale Partei 12. Wahlbezirk des Amtes Müllheim mit Teilen des Amtes Staufen Ernst Blankenhorn Nationalliberale Partei 13. Wahlbezirk des Amtes Donaueschingen Julius Kirsner Nationalliberale Partei 14. Wahlbezirk des Amtes Villingen mit Teilen des Amtes Neustadt Benjamin Grüninger Zentrum 15. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Staufen und Freiburg Ferdinand Kopf Zentrum 16. Wahlbezirk des Amtes Breisach mit Teilen des Amtes Freiburg Josef Julius Schüler Zentrum 17. Wahlbezirk des Amtes Waldkirch mit Teilen der Ämter Emmendingen und Freiburg Josef Stratz Zentrum 19. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Emmendingen Wilhelm Pfefferle Nationalliberale Partei 20. Wahlbezirk des Amtes Ettenheim mit Teilen des Amtes Emmendingen Emil Armbruster Zentrum 22. Wahlbezirk des Amtes Lahr mit Teilen des Amtes Offenburg Karl Heimburger Deutsche Volkspartei (Demokraten) 23. Wahlbezirk des Amtes Triberg mit Teilen des Amtes Wolfach Josef Duffner Zentrum 24. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Wolfach und Offenburg Michael Josef Hennig Zentrum 25. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Offenburg Richard Hergt Zentrum 27. Wahlbezirk des Amtes Kehl Gustav Hauß Nationalliberale Partei 28. Wahlbezirk des Amtes Oberkirch mit Teilen des Amtes Achern Franz Friedrich Geppert Zentrum 29. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Achern und Bühl Georg Karl Lauck Zentrum 30. Wahlbezirk des Amtes Baden mit Teilen der Ämter Bühl und Rastatt Edmund Schmidt Zentrum 33. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Rastatt Johann Anton Zehnter Zentrum 34. Wahlbezirk des Amtes Ettlingen mit Teilen des Amtes Rastatt Joseph Morgenthaler Zentrum 36. Wahlbezirk des Amtes Karlsruhe Theodor Lutz SPD 38. Wahlbezirk des Amtes Durlach mit Teilen des Amtes Bruchsal Franz Vorderer Deutsche Volkspartei (Demokraten) 39. Wahlbezirk des Amtes Bretten mit Teilen des Amtes Bruchsal Theodor Harsch Nationalliberale Partei 40. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Bruchsal Julius Breitner Zentrum 43. Wahlbezirk des Amtes Pforzheim Robert Emil Eichhorn SPD 44. Wahlbezirk des Amtes Schwetzingen mit Teilen des Amtes Mannheim Ferdinand Clauss 1903 annulliertes Mandat, gefolgt von dem neu gewählten Ihrig Nationalliberale Partei Wilhelm Ihrig Nachfolger für das annullierte Mandat von Clauss Deutsche Volkspartei (Demokraten) 46. Wahlbezirk des Amtes Weinheim mit Teilen des Amtes Mannheim Valentin Müller Nationalliberale Partei 47. Wahlbezirk des Amtes Wiesloch mit Teilen des Amtes Heidelberg Gustav Greiff Nationalliberale Partei 49. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Heidelberg Friedrich Mampel Deutschsoziale Partei 50. Wahlbezirk des Amtes Eppingen mit Teilen des Amtes Sinsheim Jakob Burkhard Bund der Landwirte 51. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Sinsheim Heinrich Neuwirth Nationalliberale Partei 52. Wahlbezirk des Amtes Eberbach mit Teilen des Amtes Buchen John Gustav Weiß Nationalliberale Partei 53. Wahlbezirk des Amtes Mosbach Rudolf Obkircher Nationalliberale Partei 54. Wahlbezirk des Amtes Wertheim mit Teilen der Ämter Buchen und Tauberbischofsheim August Neuhaus Zentrum 55. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Tauberbischofsheim Wilhelm Köhler Zentrum 56. Wahlbezirk der Ämter Adelsheim und Boxberg Hermann Klein Nationalliberale Partei
Literatur Digitale Sammlung badischer Landtagsprotokolle bei der Badischen Landesbibliothek. Verzeichnis der Mitglieder beider Kammern Protokolle des Badischen Landtags, 1. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1918 Protokolle des Badischen Landtags, 2. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1933 Ludwig Bauer, Bernhard Gißler: Die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819–1912. Fidelitas, Karlsruhe 1913, 5. Auflage, S. 61 Adolf Roth und Paul Thorbecke: Die badischen Landstände. Landtagshandbuch. Verlag der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907
Belege und Anmerkungen
1903