mini|hochkant|Szczepan Twardoch (2024) Szczepan Lech Twardoch (geboren 23. Dezember 1979 in Żernica, Polen) ist ein schlesischer Schriftsteller.

Leben Twardochs Vorfahren sind seit 350 Jahren in Oberschlesien nachweisbar.Richard Kämmerlings: „Gewalt ist nichts Exotisches“, Interview, in: Die Literarische Welt, 3. Februar 2018, S. 27 Er selbst kam in Żernica, einer Ortschaft in der Gemeinde Pilchowice im Westen der heutigen Woiwodschaft Schlesien, zur Welt und studierte nach dem Abitur Soziologie und Philosophie an der Schlesischen Universität in Katowice.

Twardoch hat mehrere Romane veröffentlicht und erzielte mit Morfina 2012 den Durchbruch bei den polnischen Lesern. 2012 erhielt er den Literaturpreis „Paszport Polityki“,Die Sprache in mir, Neue Zürcher Zeitung, 2. Juni 2014, S. 31 2013 den „Nike“-Publikumspreis und 2015 den Preis der Kościelski-Stiftung. 2016 wurden sein Roman Drach und dessen Übersetzung durch Olaf Kühl mit dem Literatur- und Übersetzerpreis „Brücke Berlin“ ausgezeichnet. 2019 erhielt er den Samuel-Bogumil-Linde-Preis.Szczepan Twardoch, bei Rowohlt, abgerufen am 13. Februar 2020.

Für den im Warschau der Zwischenkriegsjahre handelnden Roman Der Boxer holte sich Twardoch bei seinen Recherchen Hilfe bei der Jiddisch-Expertin Ewa Geller.Ewa Geller: Warschauer Jiddisch. Tübingen : Niemeyer, 2001, ISBN 3-484-23146-7 Er sei „eine Art Tarantino der polnischen Geschichtsschreibung“, schrieb Katharina Teutsch in einer Besprechung seines Romans Das schwarze Königreich von 2020.FAZ Nr. 236, 10. Oktober 2020, S. 12. „Das, was alle Bücher Twardochs so brillant inszenieren, ist der ewige Widerspruch zwischen dem ideologischen Überbau und dem verstrickten Einzelschicksal.“FAZ Nr. 236, 10. Oktober 2020, S. 12.

Twardoch verfasste Libretti für eine Trilogie des schlesischen Komponisten Aleksander Nowak.Siehe die Liste der Bühnenwerke auf der Homepage des Komponisten sowie den Aufsatz über das auf einem Libretto von Twardoch basierende Dramma per musica DRACH (PDF, 5 MB) (2019) von Gesine Schröder in der Zeitschrift ästhetische Bildung, Ausgabe Dezember 2023. Abrufe am 25. Februar 2024.

Twardoch zählt sich zur Minderheit der polnischen Schlesier und pflegt in seiner Familie die schlesische Sprache. Der Roman Drach ist 2018 von Grzegorz Kulik in das Oberschlesische übersetzt worden. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt in Pilchowice sowie eine Woche im Monat in seiner Zweitwohnung in Warschau.Szczepan Twardoch im Gespräch mit Dagmar Kaindl, buchkultur.net vom 7. Februar 2020, abgerufen am 13. Februar 2020. Laut der taz ist er „der bekannteste zeitgenössische Schriftsteller seines Landes“.taz, 17./18. Februar 2018, S. 12. Seine Popularität in Polen verdankt er auch der Tatsache, dass er das Gesicht einer Mercedes-Benz-Werbekampagne war.taz, 17./18. Februar 2018, S. 12.

Werke

Romane Sternberg. superNOWA, Warschau 2007. Epifania wikarego Trzaski. Wydawnictwo Dolnośląskie, Breslau 2007. Przemienienie. Wydawnictwo Dębogóra, Posen 2008. Zimne wybrzeża. Wydawnictwo Dolnośląskie, Breslau 2009. Wieczny Grunwald, powieść zza końca czasów. Narodowe Centrum Kultury, Warschau 2010. Morfina. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2012. Morphin. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2014, ISBN 978-3-49-923825-3. Drach. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2014. Drach. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2016, ISBN 978-3-87-134822-8. Król. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2016. Der Boxer. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2018, ISBN 978-3-73-710008-3. Królestwo. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2018. Das schwarze Königreich. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2020, ISBN 978-3-7371-0073-1. Pokora. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2020. Demut. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2022, ISBN 978-3-7371-0121-9. Chołod. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2022. Kälte. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2024, ISBN 978-3-7371-0188-2. Powiedzmy, że Piontek. Wydawnictwo Marginesy, Warschau 2024. Sehnsucht. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2026, ISBN 978-3-7371-0232-2. Null. Wydawnictwo Marginesy, Warschau 2025. Die Nulllinie. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2025, ISBN 978-3-7371-0209-4. Waldkauz. Wydawnictwo Marginesy, Warschau 2026.

Drama Byk. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2022.

Erzählsammlungen Obłęd rotmistrza von Egern. Fabryka Słów, 2005. Prawem wilka. superNOWA, 2008. Tak jest dobrze. Powergraph, Warschau 2011. Ballada o pewnej panience. Wydawnictwo Literackie, 2017.

Tagebücher, Essays, Sachbücher Zabawy z bronią. Wydawnictwo Dębogóra, Posen 2009. Wyznania prowincjusza. Fronda, 2010. Sztuka życia dla mężczyzn. Świat Książki, 2013 (mit Przemysław Bociąga). Wieloryby i ćmy. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2015. Wale und Nachtfalter. Tagebuch vom Leben und Reisen. Übersetzung Olaf Kühl. Rowohlt, Berlin 2019, ISBN 978-3-7371-0066-3. Lepiej byś tam umarł. Gespräch mit Mamed Khalidov. W.A.B., 2017. Jak nie zostałem poetą. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2019. Wielkie Księstwo Groteski. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2021.

Weblinks

Webpräsenz von Szczepan Twardoch Szczepan Twardoch, Autorenübersicht Polnische Krimiwelten (deutsch) Szczepan Twardoch, Porträt bei Zeit.de, März 2018.

Einzelnachweise

Kategorie:Absolvent der Schlesischen Universität Kategorie:Autor Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Literatur (Polnisch) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Person (Schlesien) Kategorie:Schriftsteller (Warschau) Kategorie:Träger des Nike-Literaturpreises Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Mann