Jadorf ist ein Ort im Salzachtal im Land Salzburg wie auch Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde Kuchl, im Bezirk Hallein (Tennengau).
Geographie Der Ort befindet sich etwa 6 Kilometer südöstlich von Hallein, gut 1½ Kilometer nordöstlich von Kuchl. Durch Jadorf fließt der Schöllbach, der ab der Ortsmitte zum Mannsbach wird, der Salzach zu.
Das Dorf Jadorf liegt etwas abseits der Salzach auf um die Höhe. Es bildet eine eigene Ortschaft und hat etwas unter 150 Gebäude mit gut 500 Einwohnern.
Zur umfassenderen Katastralgemeinde Jadorf mit etwa 850 Hektar gehören auch die Ortschaften Moos bei Kuchl, Garnei an der Salzach flussabwärts und Unterlangenberg zwischen Taugl und Außerbühel. Das entspricht auch dem Zählsprengel Garnei-Jadorf-Moos, der um die 550 Gebäude mit etwa 2000 Einwohnern umfasst, ein Drittel der Gemeindebevölkerung.
Geschichte und Infrastruktur Die Römerstraße Virunum–Iuvavum, mit dem Mansio (Poststation) Cucullae wohl beim Georgenberg, passierte östlich. In Oberlangenberg sind Spuren der römischen Quadraflur, exakt zum mutmaßlichen nordwest-südöstlichen Straßenverlauf bemessen, bis heute lesbar.Franz Brosch: Romanische Quadrafluren in Ufernoricum. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Jahrgang 94, Linz 1949, A. Schachbrettartige Gefüge. 1. Der Doppelfund von Unterlangenberg-Asten. S. 132 ff., ganzer Artikel S. 125–177 (; dort S. 8 ff), Karten S. 134 und 136.
Der Ort ist schon im 13. Jahrhundert urkundlich. Es findet sich 1243 ein „ Iægerdorf/Iegersdorf“ genannt, 1325 ein , 1395 Jaerdorf; 1459 . Später ist die amtliche Schreibweise Jardorf oder Järdorf. Der Ortsname ist schwer deutbar, er könnte zu einem Personennamen vielfältiger Wurzel stehen.August Prinzinger [d. Ä.]: Die Eisenbahn und die alten Verkehrswege. Kuchl und Georgenberg (Fortsetzung und Schluß). In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 21, 1881, Anmerkung 1), S. 6 (ganzer Artikel S. 1–23, eReader, ANNO online);Im Raum mischen sich römische, slawische und baierische Ortsnamen. Inwiefern der im Hochmittelalter genannte „Hof zu Jadorf“ der Urhof ist (die Dörfer Kuchls sind meist aus Einzelhöfen hervorgegangen), oder ob hier schon damals eine namengebende Häusergruppe war, ist unklar. 1609 hatte Jadorf 61 steuerpflichtige Einwohner, so viele wie der benachbarte Pfarr- und Marktort Kuchl, und bis nach dem Zweiten Weltkrieg war Jadorf auch etwa genauso groß gewesen. Im Unterschied zum urbaner wirkenden Hauptort hat sich Jadorf seinen dörflichen Charakter bewahrt. Die Anlage als Straßendorf am örtlichen Weg entlang des Mannsbach (früher von Garnei zum Georgenberg, jetzt zum Holztechnikum) ist bis heute erkennbar.
Jadorf liegt etwas abseits der Salzachtal Straße (B159), die Tauernautobahn (A10) ist direkt im benachbarten Speckleiten (Anschlussstelle Kuchl, Exit 22) angebunden.
Im Ort steht ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Kuchl. , Freiwillige Feuerwehr Kuchl, ff-kuchl.at.
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Einzelnachweise Ortschaftsgebiete respektive Zählsprengel (Statistik) und Katastralgemeinde (Grundbuch) decken sich nicht exakt, die Ortschaft bildet den aktuellen Siedlungsraum ab, die KG ist historisch festgelegt: Zu Kuchl und Georgenberg sind einige Häuser wechselweise anders zusortiert. 1243: Original im Salzburger Urkundenbuch (SUB) III, S. 556, Nr. 1004a; S. 557, Z. 7, und S. 564, Nr. 1014 • 1325: Or., SUB IV, S. 358, Z. 1; Hans Widmann (Hrsg.), Adam Doppler: Urkunden und Regesten des Benedictinerinnen-Stiftes Nonnberg, In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 36, 1896, S. 275 (ganzer Artikel S. 1–43, 253–283) • 1459: Adam Doppler: Auszüge aus den Original-Urkunden des fürsterzbischöflichen Consistorial-Archives zu Salzburg (1441-1460). In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 14, 1874, S. 125 (ganzer Artikel S. 1–202); Angaben nach Salzburger Ortsnamenkommission.
Kategorie:Ort im Bezirk Hallein Kategorie:Geographie (Kuchl) Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Hallein Kategorie:Osterhorngruppe