mini|Sergej Newski - im Rahmen des Festivals „Kontraste“ im Kunstcafé Kvartyra 35 in Lwiw Sergej Newski (; * 10. Oktober 1972 in Moskau) ist ein russischer Komponist.

Leben Sergej Newski studierte Musiktheorie am Moskauer Konservatorium. Anschließend setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bei Jörg Herchet und an der Universität der Künste Berlin bei Friedrich Goldmann fort. Dort studierte er von 2000 bis 2005 zusätzlich Musiktheorie und Musikpädagogik bei Hartmut Fladt.

Sergej Newskis Musik wird unter anderem bei den Donaueschinger Musiktagen, bei den Festivals Wien Modern, Eclat, MaerzMusik, Ultraschall Berlin, Musica Viva (München) und Warschauer Herbst aufgeführt.

Er erhielt Kompositionsaufträge vom Konzerthaus Berlin, von der Staatsoper Unter den Linden, der Staatsoper Stuttgart, der Opergruppa (für das Bolschoi-Theater), vom Klangforum Wien, vom Deutschlandradio und vom Südwestrundfunk. Seine Oper Franziskus wurde im September 2012 am Bolschoi-Theater Moskau uraufgeführt. Im Februar 2020 kam sein Musiktheater Secondhand-Zeit an der Staatsoper Stuttgart zur Uraufführung. Newski lebt in Berlin.

Auszeichnungen und Stipendien Kunstpreis Berlin (2014) Goldene Maske (2014) Stipendium Villa Aurora in Los Angeles (2014) 1. Preis beim Kompositionswettbewerb der Landeshauptstadt Stuttgart (2006) Deutsche Akademie „Casa Baldi“ (2005) Cité Internationale des Arts Paris (2001/02)

Kompositionen (Auswahl) Bühnenwerke Secondhand-Zeit (2018/19) nach Texten aus dem gleichnamigen Roman von Swetlana Alexijewitsch Franziskus (2008–2012), Kammeroper in vier Szenen nach dem Stück „Heiliger Franz“ von Claudius Luenstedt Autland (2008/09) für sechs Solisten und gemischten Kammerchor

Orchesterwerke 18 Episodes for Orchestra (2018/19) Heath (2018) für Viola und Streichorchester Cloud Ground (2015) für Violine und Orchester

Ensemblewerke Letter to H. Marx (2018) für Bariton und 14 Instrumente Galileo: Messenger (2017) für Violine und 14 Instrumente Rules of Love (2012/13) für Sopran, tiefen Alt und fünf Instrumentalisten Opening Gesture (2011) für Violine solo, fünf Schlagzeuger und Kammerorchester Arbeitsfläche (2011) für Schlagzeug solo, Klavier solo, Tuba solo und drei Instrumentalisten Alles (2008) für Sprecher und acht Instrumentalisten Fluss (2003/05) für Stimme und Ensemble

Vokalwerke Island (2011) Drei Stücke für gemischten Chor, Akkordeon und Schlagzeug zu Die Nibelungen von Friedrich Hebbel Dolze mio drudo (2010) Szenische Kantate für fünf Stimmen, drei Blechbläsergruppen und Geräuschinstrumente. Alternative Besetzung: Madrigal für fünf Stimmen und vier Posaunen ad libitum. Text: Friedrich II. Was fliehen Hase und Igel... (2004) für sechs Stimmen. Text: Einar Schleef Generator (2001/02) für vier Vokalsolisten Vray dieu d’amours (2007) für Bass- und Altstimme. Text: Matthaeus Pipelare

Kammermusik Wut (2013) für Flöte, Cello, Schlagzeug und Klavier Tcas (2011/12) für Violine und fünf Streicher channel surfing (2010) für Altsaxophon, Akkordeon und Kontrabass Streichquartett Nr. 3 (2009) Blindenalphabet (2007) für verschiedene Besetzungen

Weblinks Biografie und Werkverzeichnis beim Ricordi Verlag Gastbeitrag von Sergej Newski in der FAZ: „Russlands neue Seele. Aufstand gegen die Modernisierung“ Interview auf Deutschlandradio Kultur Interview in der nmz

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist (Russland) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Komponist klassischer Musik (21. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (Oper) Kategorie:Träger des Berliner Kunstpreises Kategorie:Stipendiat der Villa Aurora Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann