mini|Wappen der Herter von Dußlingen Friedrich Herter von Dußlingen (* 1314 in Dußlingen; † 1359 ebenda) war ein schwäbischer Ritter.

Leben Ritter Friedrich Herter von Dußlingen erhielt 1318 zusammen mit seinem Bruder Diemo Herter von DußlingenJoseph Dambacher: Urkundenarchiv des Klosters Bebenhausen (Schluß). In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band 21, Kohlhammer, 1868, S. 396. von den Brüdern, dem Ritter Diether Herter von Herteneck und von Friedrich von Schiltdeck den Kirchensatz von Dußlingen bei Tübingen.Generallandesarchiv Karlsruhe, Signatur 69 von Offenburg U 1, Archivarischer Indikator 4-692662 Titel: Diether, Ritter Herter von Herteneck (der Herter Ritter Diether von Herteneck) und Friedrich von Schiltdeck, Brüder, geben den Kirchensatz von Dußlingen (Tusslingen) bei Tübingen, dem Diemon und Friedrich Herter (den Hertern) von Dußlingen (Tusslingen). Ausf. Perg. – 4 Sg. abg.,Laufzeit: 1318 Nov. 16, abgerufen am 19. Oktober 2019.

1330 verliehen der Abt Conrad und der Konvent von Bebenhausen an Friedrich Herter von Dußlingen auf Lebenszeit den Laienzehnten zu Dußlingen in Höhe von 15 Malter Dinkel und 14 Malter Hafer. Er bestätigte das durch eine entsprechende Verfügung seinerseits, dass die Abgabe nach seinem Tode an den Abt und den Konvent zu Bebenhausen zurückfallen solle.Joseph Dambacher: Urkundenarchiv des Klosters Bebenhausen (Schluß). In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Band 21, Kohlhammer, 1868, S. 409.

Am 14. März 1337 verzichteten die Brüder Friedrich und Diemo Herter von Dußlingen sowie die Söhne des verstorbenen Ritters Hug von Hailfingen (d. h. Johannes von Hailfingen, Kirchherr zu Tailfingen und Anselm von Hailfingen) auf ihre Rechte an den am 16. April 1336 von den Brüdern Ritter Burkhard von Ehingen und Reinhard von Ehingen für 120 Pfund Heller an das Kloster Bebenhausen verkauften Gütern, Leutegn und Gerechtsamen in Reusten und in dessen Bann, welche seit dem 21. August 1333 von dem Junker Heinrich II. von Eberstein zu Lehen getragen, bis dieser auf seine Lehensherrlichkeit zu Gunsten des Klosters verzichtet hatte.

1345 erwarb Friedrich Herter von Dußlingen das Dorf Ofterdingen von den Grafen von Zollern. Nachdem die Pfalzgrafen von Tübingen ihren ganzen Besitz an das Kloster Bebenhausen und die Grafen von Württemberg verkauft hatten, saßen die Herter von Dußlingen zwischen den Stühlen der Zollern und Württemberger. Die Reibereien führten zu wirtschaftlicher Not und kriegerischen Auseinandersetzungen, die mehr Geld kosteten, als die Herrschaft einbrachte. Überschuldung und Armut waren die Konsequenz.

Familie Stammsitze des alten Adelsgeschlechts der Herter waren die Burg Dußlingen unweit von Tübingen und Burg Hertneck im heutigen Ludwigsburg. Die Herter von Dußlingen gehen auf Diemo I. von Tußlingen zurück, der um 1100 das Kloster Hirsau bedachte.

Einzelnachweise

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