Eichelburg ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Eichelburg liegt in der Gemarkung Birkach.
Geographie Das Dorf liegt im Nordosten des Fränkischen Seenlandes, etwa zwei Kilometer nordwestlich des Rothsees an einem Berg, etwa sechs Kilometer von Roth entfernt. Es ist die höchstgelegene Ortschaft der Gemeinde Roth. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Heubühl (1,2 km östlich) bzw. zur Staatsstraße 2237 (2 km westlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Eckersmühlen zur Staatsstraße 2220 (3 km südwestlich).
Geschichte Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1361/64.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 28. 1632 wurde die westlich von Eichelburg gelegene Burg Wartstein durch von Johann T’Serclaes von Tilly geführte Truppen verwüstet. 1717 wurde eine Kapelle erwähnt, die jedoch später zerstört wurde. 1854 wurde eine neue Kapelle errichtet, 1997 wurde sie renoviert.Eichelburg auf der Website stadt-roth.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Eichelburg neun Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das pfalz-neuburgische Landrichteramt Allersberg aus. Das Niedergericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft standen dem brandenburg-ansbachischen Oberamt Roth zu.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 210. Es gab zu dieser Zeit neun Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 34. Hiernach waren die Untertanen ansbachisch. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth.
Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Eichelburg dem Steuerdistrikt Guggenmühle und der Ruralgemeinde Birkach zugewiesen.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 250. Am 1. Januar 1975 wurde Eichelburg im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingemeindet.
Es gibt einen Dorfladen, die Gaststätte "Eichelburger Hof" und ein reges Vereinsleben. Am dritten Juli-Wochenende wird die Kirchweih gefeiert. Durch die Nähe zum Rothsee ist neben der Landwirtschaft der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Baudenkmäler In Eichelberg gibt es sechs Baudenkmäler: Burgruine Wartstein Katholische Ortskapelle Heilige Dreifaltigkeit drei Grenzsteine Kreuzstein, das „Weiße Kreuz“
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014 2018Einwohner 71 49 67 56 78 62 77 69 52 56 82 131 132HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 10 12 12 12 11 11 32 Quelle
Religion Eichelburg ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Allersberg) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Eckersmühlen gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Roth Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1361