mini|Sabine Rennefanz (2019) Sabine Rennefanz (* 1974 in Beeskow, DDR) ist eine deutsche Journalistin und Autorin.

Leben Rennefanz wuchs in Eisenhüttenstadt auf. Dort absolvierte sie ihr Abitur und sammelte noch vor dem Studium erste journalistische Erfahrungen bei der Märkischen Oderzeitung in Frankfurt (Oder). Anschließend studierte sie Politikwissenschaft, zunächst an der FU Berlin, dann an der Universität Hamburg. Sie erlangte 1998 in Hamburg ihren Abschluss. Anschließend absolvierte sie dort ein Volontariat beim Jahreszeiten Verlag und wurde danach Redakteurin der Zeitschrift Petra. Nach einer kurzen Zeit als freie Journalistin wurde sie 2001 Redakteurin der Berliner Zeitung und ging 2003 als ihre Korrespondentin nach London und kehrte 2008 zurück.

2011 veröffentlichte sie den Artikel Uwe Mundlos und ich, für den sie mit dem deutschen Reporterpreis ausgezeichnet wurde. Diesen Artikel machte sie laut Medienberichten zum Ausgangspunkt des Buchs Eisenkinder über die ostdeutsche Nachwendegeneration, das 2013 erschien. In literaturkritik.de bezeichnete es Michael Ostheimer als „ein Ärgernis“, das einen neuen Ost-West-Mythos konstruiere und über eine „Individualgeschichte einer ostdeutschen Adoleszenz“ nicht hinauskomme. Im Oktober 2021 wechselte Rennefanz zum Tagesspiegel und schreibt seit März 2022 die Kolumne „Neue Heimatkunde“ für den Spiegel.

Sabine Rennefanz lebt in Berlin, ist verheiratet und hat zwei Kinder.Sabine Rennefanz: Home Office: Schreiende Mütter. Emma, 29. März 2020.

Preise und Auszeichnungen 2006: Goldener Prometheus in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ 2010: Theodor-Wolff-Preis für eine Reportage über ein ehemals besetztes Haus in der Berliner Zeitung 2012: Deutscher Reporterpreis, Kategorie Essay für Uwe Mundlos und ich

Veröffentlichungen (Auswahl) Eisenkinder. Die stille Wut der Wendegeneration. Luchterhand, München 2013, ISBN 978-3-630-87405-0, (Taschenbuchausgabe: München: btb 2014, ISBN 978-3-442-74800-6).Ralph Gerstenberg: Rechtsterrorismus – Das graue Jahrzehnt nach der Wende, Rezension des Buches im Deutschlandfunk vom 20. Februar 2014 Die Mutter meiner Mutter, Roman. Luchterhand, München 2015, ISBN 978-3-630-87454-8. Mutter to go. Zwischen Baby und Beruf. btb Verlag, München 2019, ISBN 978-3-442-71772-9. Frauen und Kinder zuletzt. Wie Krisen gesellschaftliche Gerechtigkeit herausfordern. Ch. Links, Berlin 2022, ISBN 978-3-96289-149-7. Kosakenberg. Roman. Aufbau Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-351-03969-1.

Weblinks

Seite über den Theodor-Wolff-Preis 2010 mit dem ausgezeichneten Text (Archiv-Version vom 10. Januar 2015) Interview mit Rennefanz auf „wasmitbuechern.de“

Einzelnachweise

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