Friedersdorf (Sorbischer Name: Bedrichojce (früher Kreis Luckau)→ Arnošt Muka: Niedersorbische Namen der Städte und Dörfer; 1911–1928, Sorbisches Institut.→ Arnošt Muka: Bausteine zur Heimatkunde des Luckauer Kreises. Kreisausschuss, Luckau 1918.) ist eine ehemals selbstständige Gemeinde, welche heute ein Ortsteil der Stadt Sonnewalde im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster ist. Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Friedersdorf mit den bewohnten Gemeindeteilen Georgshof und Wallhaus. Er hat entsprechend der brandenburgischen KommunalverfassungBrandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; Abschnitt 2, Ortsteile In: bravors.brandenburg.de. und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.

Der Ort befindet sich etwa sechs Kilometer westlich des Stadtzentrums an der Landesstraße 703.

Geschichte hochkant=1.3|mini|Friedersdorf

Eine erste urkundliche Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1414 als Fredersdorf.Ortsteilseite auf der Homepage der Stadt Sonnewalde, abgerufen am 1. Mai 2014 Aus dem Jahre 1739 ist ein Aufstand der Dorfbewohner gegen die Grafen zu Solms bekannt, bei welchem sie sich gegen die Erhöhung der Frondienste wehrten. Des Weiteren gab es im 18. Jahrhundert in Friedersdorf eine Glashütte. Einem verheerenden Großbrand fiel im Jahre 1872 das halbe Dorf zum Opfer.

Am 1. Mai 2002 kam es zum Zusammenschluss von Friedersdorf, Bahren, Brenitz, Goßmar, Großkrausnik, Kleinkrausnik, Pahlsdorf, Sonnewalde und Zeckerin zur Stadt Sonnewalde.Heimatbuch, S. 36.

Bevölkerungsentwicklung von Friedersdorf von 1875 bis 2010Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg (Online als PDF-Datei) Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner 1875 311 1933 301 1964 287 1995 215 1890 349 1939 280 1971 256 2000 194 1910 338 1946 380 1985 207 2012 185 1925 345 1950 397 1990 213

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Friedersdorfer Kirche war einst eine Schönewalder Tochterkirche. Sie erfuhr im Laufe ihrer Geschichte mehrere Umbauarbeiten, bei denen sie im 16. Jahrhundert im Osten durch einen Backsteingiebel und im 18. Jahrhundert den Fachwerkbau der Vorhalle erhielt. Der einst massive Turm im Westen der Kirche wurde abgetragen und durch den heute vorhandenen achteckigen Dachturm aus Holz ersetzt. Sie ist in der Gegenwart das einzige Bauwerk des Ortes, welches sich in der Denkmalliste des Landes Brandenburg befindet.Die Friedersdorfer Kirche auf der Homepage der Stadt Sonnewalde, abgerufen am 1. Mai 2014

Eine weitere Sehenswürdigkeit des Ortes ist das Steinkreuz, das sich in der Gegenwart an der Ecke des alten Schulgartens befindet. Ursprünglich soll sich dessen Standort an der alten Gemeindesandgrube von Brenitz befunden haben.www.sühnekreuz.de, abgerufen am 13. Juni 2014 Des Weiteren ist im Dorf ein Kriegerdenkmal in Form einer Stele zu finden, welches den gefallenen Dorfbewohnern des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) gedenkt., abgerufen am 13. Juni 2014.

Nordöstlich der Ortslage erstreckt sich das bereits 1968 unter Schutz gestellte 959 Hektar umfassende Landschaftsschutzgebiet Sonnewalde und Lugkteich.Vom Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz herausgegebene Liste der Landschaftsschutzgebiete in Brandenburg (PDF-Datei, Stand Dezember 2013).

Ortsansässige Vereine sind unter anderem der 1994 gegründete Friedersdorfer Kulturverein„Kulturverein Friedersdorf e. V.“ in Lausitzer Rundschau, 10. Mai 2003. sowie die 1912 gegründete Freiwillige Feuerwehr des Ortes.

Die größte Veranstaltung des Ortsteils ist das alljährlich im Mai stattfindende Friedersdorfer Blasmusikfest.

Weblinks

Ortsteil Friedersdorf In: Webauftritt der Stadt Sonnewalde.

Anmerkungen und Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Elbe-Elster Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Elbe-Elster) Kategorie:Gemeindeauflösung 2002 Kategorie:Geographie (Sonnewalde) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ersterwähnung 1414