libvirt ist eine Sammlung quelloffener Werkzeuge zur Verwaltung von virtuellen Maschinen auf einem Hostsystem. Diese besteht aus einer Programmierschnittstelle (API), einem Daemon (libvirtd) und einem Kommandozeilenprogramm (virsh). Mit Hilfe von libvirt ist es möglich, Hypervisortechnologien unterschiedlicher Hersteller wie beispielsweise KVM/QEMU, Xen, VMware, VirtualBox oder Hyper-V zu steuern und über eine einheitliche Schnittstelle zu bedienen.FAQ. libvirt.org; abgerufen am 12. Juni 2014.

Geschichte Die erste Version von libvirt wurde im Dezember 2005 auf der libvir-list Mailinglistelibvir-list Mailingliste. RedHat; abgerufen am 15. Juni 2014. (damals noch unter dem Namen libvir) angekündigt.E-Mail von D. Veillard über die Veröffentlichung von libvir. redhat.com; abgerufen am 15. Juni 2014. Diese enthielt bereits eine rudimentär arbeitende Anbindung an Python, funktionierte vorerst allerdings nur mit dem Xen-Hypervisor. Es war jedoch schon geplant, auch andere Virtualisierungstechnologien zu unterstützen. 5. März 2006; abgerufen am 12. Juni 2014. Im Februar 2006 wurde das Projekt von libvir in libvirt umbenanntCommit-Zusammenfassung. In: libvirt Repository; abgerufen am 15. Juni 2014. und im März desselben Jahres folgte die Veröffentlichung der ersten Version für die Anbindung via PerlBlogeintrag von D. Berrange, 2006 zur Veröffentlichung der Perl-Bindings für libvirt; berrange.com; abgerufen am 15. Juni 2014.. Im August 2006 wurde die erstmalige Unterstützung für den QEMU Hypervisor eingeführtE-Mail von D. Berrange über die Unterstützung von QEMU. redhat.com; abgerufen am 15. Juni 2014.. Im November 2007 kam die Ruby-Anbindung hinzuE-Mail von D. Lutterkort über die Ruby-Anbindung für libvirt. redhat.com; abgerufen am 15. Juni 2014., ebenso wurde begonnen daran zu arbeiten libvirt unter Windows in der Cygwin-Umgebung lauffähig zu machenE-Mail von R. Jones zur Kompilierung von libvirt unter Cygwin. redhat.com; abgerufen am 15. Juni 2014.. 2009 wurden Patches eingepflegt, mit denen der VirtualBox Hypervisor angesprochen werden konnteCommit-Zusammenfassung. In: libvirt Repository; abgerufen am 15. Juni 2014. und 2010 wurde die Unterstützung für die Virtualisierung mit VMware hinzugefügt.Commit-Zusammenfassung. In: libvirt Repository; abgerufen am 15. Juni 2014.

Technische Daten

libvirt ist in der Programmiersprache C geschrieben und unterstützt von sich aus auch die Anbindung mittels C++ und Python. Weiters werden ebenso die folgenden zusätzlichen Programmiersprachen offiziell unterstütztBindings. libvirt.org; abgerufen am 12. Juni 2014.:

C Java OCaml Perl PHP Ruby Golang

Unterstützte Hypervisoren mini|libvirt unterstützt eine Vielzahl an Hypervisoren und wird selbst als Basis von etlichen Managementlösungen eingesetzt. Derzeit können mit libvirt etwa ein Dutzend Virtualisierungstechnologien verwendet werden.Homepage. libvirt.org; abgerufen am 12. Juni 2014. Darunter:

KVM/QEMU Xen VirtualBox von Oracle VMware Workstation und Player, sowie ESX und GSX Hyper-V von Microsoft PowerVM von IBM Parallels bhyve

Benutzerschnittstelle Das Kommandozeilenprogramm virsh dient zur Verwaltung von virtuellen Maschinen und ist ein Bestandteil von libvirt. Des Weiteren gibt es unter anderem das GUI-Programm Virtual Machine Manager, welches so wie libvirt von Red Hat mitentwickelt wird. Auch die Webanwendung oVirt (ebenfalls von Red Hat) setzt weitgehend auf libvirt zur Bereitstellung der angebotenen FunktionalitätApplications using libvirt. libvirt.org; abgerufen am 16. Juni 2014..

Einzelnachweise

Kategorie:C-Bibliothek Kategorie:Freie Virtualisierungssoftware Kategorie:Linux-Software