mini|Jacques Rupnik (2024) Jacques Rupnik (* 21. November 1950 in Prag) ist ein französischer Politologe und Historiker mit Schwerpunkt Ost- und Mitteleuropa.
Leben und Werk
Rupnik lebte bis zu seinem 15. Lebensjahr in Prag. Er studierte Geschichte und Politologie an der Universität Sorbonne in Paris und an der Harvard University in Cambridge, Mass., wo er auch ein Jahr Vorlesungen hielt. Nach 1977 begann er eine Zusammenarbeit mit Pavel Tigrid und der Zeitschrift Svědectví.
Rupnik arbeitet am Institut d’études politiques de Paris und ist Forschungsdirektor am Centre d’études et de recherches internationales. Von 1990 bis 1992 war er Berater des tschechoslowakischen Staatspräsidenten Václav Havel; 1999–2000 war er Mitglied der Unabhängigen Internationalen Kosovo-Kommission. Von 2007 bis 2010 beriet er die Europäische Kommission. Rupnik forscht zur europäischen Integration und den Demokratisierungsprozessen Mitteleuropas, zu Konstruktionen nationaler Identität sowie zum Balkan. Er publiziert regelmäßig politische Analysen zum Europa nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 sowie zur europäischen Demokratie unter anderem in der Revue Transit.
Präsident Donald Trump beende laut Rupnik mit dem Schwenk nach Russland und der Absicht eines Deals mit Russland eine 75-Jährige Ära für Europa. Dieses sei aus seinem eigenen Sicherheitsinteresse mit den USA mitgegangen bis Irak und bis Afghanistan. Das wertvollste Gut der Allianz sei 2025 zerbrochen, das Vertrauen.Assessing the damage of a Trump-Putin deal
Veröffentlichungen
L'Europe des vingt-cinq : 25 cartes pour un jeu complexe (avec Christian Lequesne), Paris, Autrement, 2004 (nouvelle ed. 2005) Les Européens face à l'élargissement : perceptions, acteurs, enjeux, Paris, Presses de Sciences Po, 2004 Balkan Diary, Pristina, KACI, 2004 The Road to the European Union : The Czech and Slovak Republics, (avec Jan Zielonka, dir.), Manchester, Manchester University Press, 2003 Le printemps tchécoslovaque, (dir.), (préfacé par Vaclav Havel), Bruxelles, Complexe, 1999 Les Balkans, paysage après la bataille, (dir.), Bruxelles, Complexe, 1996 L'autre Europe, crise et fin du communisme Paris, Odile Jacob / Points Seuil, 1993 De Sarajevo à Sarajevo : l'échec yougoslave, (dir.), Bruxelles, Complexe, 1992 The Other Europe, London, Weidenfeld and Nicolson, 1988 Histoire du parti communiste tchécoslovaque, Paris, Presses de la Fondation nationale des sciences politiques, 1981, (tschechische Ausgabe: Academia, Prag 2002)
Veröffentlichungen auf Deutsch Dreißig Jahre nach 1989 – die liberale Demokratie und ihre Feinde. In: Lettre International 125, Sommer 2019, S. 7–16. Illiberale Demokratie – Das europäische Dilemma und das Ende des liberalen Zyklus. In: Lettre International 114, Herbst 2016, S. 11–15. 1989 als Weltereignis – Die große Transformation in Europa und die Globalisierung. In: Lettre International 104, Frühjahr 2014, S. 15–21. Der Totalitarismus aus der Sicht des Ostens, Nomos, Baden-Baden 1996
Einzelnachweise
„Celá americká ekonomika stojí na čínské půjčce,“ říká Jacques Rupnik, Interview des Fernsehsenders Česká televize ČT24, 16. April 2009, online auf: ct24.ceskatelevize.cz/... Jacques Rupnik, Lebenslauf, Portal des Center for European Studies, Harvard, online auf: ces.fas.harvard.edu/... Jacques Rupnik, Lebenslauf, Portal der College of Europe, online auf: coleurope.eu/...
Weblinks
Website von Rupnik bei SciencesPo
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