Klaus Walther (* 9. Januar 1955 in Darmstadt) ist ein deutscher Journalist, Fernsehredakteur, Auslandskorrespondent und Kommunikationsmanager.

Leben und Wirken Walther besuchte das Prälat-Diehl Gymnasium in Groß-Gerau und absolvierte die Oberstufe bis zum Abitur im Internat Landschulheim Schloss Ising am Chiemsee. Er war Sprecher Vorsitzender/Sprecher der Schüler-Union in Hessen und 1974/75 Bundessprecher der Schüler-Union. Nach dem Wehrdienst studierte er Rechtswissenschaften. Es folgte ein Redaktionsvolontariat beim Münchner Merkur und weiteren Zeitungen (u. a. Axel Springer Verlag).

Von 1981 bis 1984 arbeitete er als Hörfunk- und Fernsehredakteur beim SWF Baden-Baden (Studio Mainz und Studio Bonn). Danach war er für das ZDF bis 1990 Parlamentskorrespondent in Bonn, bevor er für den Sender 1991 als Redakteur im Studio der Nachrichtensendung heute tätig wurde. Für das ZDF ging er von 1991 bis 1995 als Auslandskorrespondent und stellvertretender Studioleiter nach Washington.

Später wurde er Pressesprecher und Kommunikationschef bei verschiedenen deutschen Konzernen: von 1996 bis 1999 leitete er die Unternehmenskommunikation bei Ruhrgas AG in Essen und war anschließend von 1999 bis 2013 Leiter der Konzernkommunikation bei der Deutschen Lufthansa AG in Frankfurt. Dann übernahm er von 2013 bis 2019 die Leitung der Kommunikation und Politik bei der Infineon Technologies AG in München. Im Jahr 2020 war er Senior Advisor to the CEO bei der Infineon Technologies AG in München und trat im November desselben Jahres in den Ruhestand.

Seit 2024 wirkt er als erster Vorsitzender des Dachverbandes der Regionalgemeinschaften ehemaliger Lufthanseaten e. V.

Klaus Walther ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Holzkirchen.

Auszeichnungen 1993: Medienpreis Goldener Igel zusammen mit Peter Ellgaard für Minensucher im Golf

2001: PR-Manager des Jahres 2005: PR Report Awards: PR-Team des Jahres 2011: PR Report Awards: PR-Professional des Jahres 2029: Thought Leadership Award

Kontroversen und Kritik 2001 war Walther in seiner damaligen Funktion als Leiter der Konzernkommunikation von Lufthansa ein medial viel beachteter und kritisierter Akteur im Konflikt zwischen der Fluggesellschaft und der Süddeutschen Zeitung um die Kürzung von SZ-Bordexemplaren aufgrund von missliebiger Berichterstattung zum Pilotenstreik und auch in seinem Verhalten gegenüber einzelnen Journalisten im Verlauf der Auseinandersetzung. Eine Debatte über Wirtschaftsmacht und Pressefreiheit folgte.epd medien 42/01: Unverändert harte Fronten zwischen Lufthansa und Süddeutscher Zeitung, via: archiv.epd.de, abgerufen am 26. Februar 2021 Unter anderem der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) arbeitete den Fall detailliert auf und sprach eine Mahnung aus.

Einzelnachweise

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