mini|Lage Wankums in Wachtendonk Wankum ist eine Ortschaft der Gemeinde Wachtendonk im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen. Bis 1969 war Wankum eine eigenständige Gemeinde im damaligen Kreis Geldern. mini|Ortskern von Wankum mit der St.-Martin-Kirche
Geographie Die Ortschaft Wankum umfasst die südwestliche Hälfte des Gemeindegebiets von Wachtendonk. Neben dem eigentlichen Dorf Wankum gehören auch die Ansiedlungen Aerbeck, Harzbeck, Langdorf, Müllem und Vorst zur Ortschaft.Jürgen Kwiatkowski: Etwas über Wankum und seine fünf Bauernschaften. In: Jürgen Kwiatkowski (Red.): Jubiläumsjahr 2004: Wankum und Wachtendonk feiern ihre Geschichte. Gemeinde Wachtendonk, Wachtendonk 2004, S. 17–31. Im Süden bildet die Nette die natürliche Grenze der Ortschaft zur Stadt Nettetal und zur Gemeinde Grefrath im Kreis Viersen. Im Südwesten der Ortschaft liegt das Naturschutzgebiet Wankumer Heide, der Badesee Blaue Lagune und die Ortschaft Herongen.
Geschichte Wankum wurde erstmals in einer Urkunde zum Wankumer Landfrieden vom 28. August 1279 als Wanchheim erwähnt. Der Ortsname leitet sich von dem fränkischen Wankheim ab (Heim in den Wiesen und Weiden).Webseite der Gemeinde Wachtendonk
Von 1798 bis 1814 stand Wankum unter französischer Herrschaft. In dieser Zeit wurde nach französischem Vorbild die Mairie Wankum gebildet, die zum Kanton Wankum im Arrondissement Kleve des Rur-Departements gehörte.GenWiki: Kanton Wankum Nachdem 1814 der gesamte Niederrhein auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen wurde, kam die Bürgermeisterei 1816 zum neuen Kreis Geldern im Regierungsbezirk Düsseldorf. Aus der Mairie Wankum der Franzosenzeit wurde die preußische Bürgermeisterei Wankum. Aus der Bürgermeisterei Wankum, die sich in die beiden Landgemeinden Wankum und Herongen gliederte, wurde 1928 das Amt Wankum, welches am 1. April 1939 aufgelöst wurde. Die Gemeinden Wachtendonk, Wankum und Herongen bildeten seitdem bis 1951 das Amt Wachtendonk.Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1938, S. 189Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1951, S. 268
Am 1. Juli 1969 wurde Wankum durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Geldern Teil der Gemeinde Wachtendonk.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1832 1454 1861 1434 1871 1546 Volkszählung 1871 1885 1685 Gemeindelexikon für die Rheinprovinz 1885 1910 1678 1925 1744 Gemeindelexikon Rheinprovinz 1930 Abgerufen am 28. Januar 2025 1939 1902 2015 2796
Baudenkmäler Neben dem Haus Langenfeld, einem ehemaligen Rittergut, stehen zahlreiche Wohnhäuser in Wankum unter Denkmalschutz.
Kultur Ein Träger des örtlichen Brauchtums ist die Vereinigte St. Johannes- & St. Martini-Schützenbruderschaft 1532 Wankum.
Verkehr Wankum ist über die Anschlussstelle Wankum an die Bundesautobahn 40 angeschlossen.
Literatur Jürgen Kwiatkowski (Red.): Jubiläumsjahr 2004: Wankum und Wachtendonk feiern ihre Geschichte. Gemeinde Wachtendonk, Wachtendonk 2004. Hermann Thoebarth: Sprichwörter, Redensarten und Aussprüche in der Wankumer Mundart. In: Geldrischer Heimatkalender, Jg. 2018, S. 284–291.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Wachtendonk) Kategorie:Ort im Kreis Kleve Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Kleve) Kategorie:Ersterwähnung 1279 Kategorie:Gemeindeauflösung 1969