Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Luxemburgs als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb Luxemburg nahm bereits an der ersten Ausgabe des Eurovision Song Contest 1956 in Lugano teil. Allerdings wurden die Platzierung der Veranstaltung nie bekanntgegeben. Lediglich die Schweiz als damaliger Sieger wurde bekanntgegeben. 1957 erreichte Luxemburg dann ein gutes Ergebnis mit Platz 4 von 10. 1958 wurde das Land bei seiner erst dritten Teilnahme schon Letzter. Trotzdem war es ein geteilter letzter Platz zusammen mit den Niederlanden. 1959 blieb das Land aus unbekannten Gründen dem Wettbewerb fern, kehrte aber bereits im Folgejahr zurück.

Die Rückkehr 1960 war wenig erfolgreich, denn das Land belegte erneut den letzten Platz, dieses Mal aber alleinig. Umso erfolgreicher war das Folgejahr, in dem Jean-Claude Pascal den Wettbewerb gewinnen und damit Luxemburgs ersten Sieg einfahren konnte. Auch 1962, als der Wettbewerb im eigenen Land stattfand, erreichte Luxemburg Platz 3. 1963 wurde nur Platz 8 von 16 erreicht, was eine durchschnittliche Platzierung darstellte. 1964 erreichte der luxemburgische Beitrag wieder Platz 4. 1965 konnte Luxemburg dann seinen bereits zweiten Sieg einfahren, denn France Gall konnte mit ihrem Lied Poupée de cire, poupée de son den Wettbewerb gewinnen. 1966 fand der Wettbewerb wieder in Luxemburg statt, zu Hause erreichte das Land nur Platz 10 von 16. 1967 war wieder erfolgreicher, da Vicky Leandros schließlich Platz 4 von 17 erreichen konnte. Die nachfolgenden Jahre war Luxemburg nicht mehr so erfolgreich. So erreichte das Land 1968 und 1969 jeweils nur Platz 11, während 1970 sogar das bis heute schlechteste Ergebnis eingefahren wurde. David Alexandre Winter wurde demnach 1970 Letzter und erhielt keinen einzigen Punkt. Auch die Teilnahme 1971 war wenig erfolgreich. So erreichte der luxemburgische Beitrag lediglich Platz 13 von 18. Erst ab 1972 erreichte das Land wieder gute Platzierungen.

So konnte Vicky Leandros, die 1967 bereits Platz 4 holte, 1972 den Wettbewerb sogar gewinnen und damit Luxemburgs bereits dritten Sieg holen. 1973 fand der Wettbewerb erneut in Luxemburg statt. Auch hier gewann am Ende Luxemburg mit Anne-Marie David, womit es Luxemburg schaffte, den Wettbewerb im eigenen Land zu gewinnen – Luxemburgs vierter Sieg im Wettbewerb. Im Jahr 1974, in dem das Land trotz des Sieges im Jahr zuvor auf die Austragung verzichtete, konnte der luxemburgische Beitrag Platz 4 von 17 erreichen, womit ein weiteres gutes Ergebnis eingefahren wurde. 1975 wurde erneut eine Platzierung unter den besten Fünf erreicht, als die Sängerin Géraldine Platz 5 holte. Erst 1976 war das Land nicht mehr so erfolgreich. Jürgen Marcus konnte schließlich am Ende nur Platz 14 von 18 erreichen, was die schlechteste Platzierung seit 1970 für das Land darstellte. 1977 war das Ergebnis sogar noch schlechter, als Anne-Marie B. den drittletzten Platz erreichte. 1978 hingegen wurde mit Platz 7 von 20 wieder ein gutes Ergebnis erreicht. 1979 gelang mit Platz 13 von 19 nur ein durchschnittliches Ergebnis. 1981 verpasste Jean-Claude Pascal, der bereits 1961 den ersten Sieg Luxemburgs holte, knapp eine Platzierung unter den besten Zehn, als er nur Platz 11 erreichte. 1982 wurde mit Platz 6 das beste Ergebnis seit 1975 erreicht. 1983 gelang dem Land sogar der fünfte Sieg, als Corinne Hermès den Wettbewerb mit 142 Punkten gewinnen konnte. Bis heute stellt dies die höchste Punktzahl dar, die das Land je beim Song Contest erreicht hat. 1984 in Luxemburg konnte das Land als Gastgeber Platz 10 von 19 erreichen. 1985 wurde mit Platz 13 dasselbe Ergebnis wie 1979 geholt. Umso erfolgreicher war die Teilnahme 1986, als der luxemburgische Beitrag Platz 3 erreichte. 1987 folgte der vorletzte Platz und damit das schlechteste Ergebnis seit 17 Jahren. 1988 konnte die Sängerin Lara Fabian mit Platz 4 wieder ein gutes Ergebnis für das Land erreichen. Ab 1989 folgte dann Luxemburgs schwächste Phase im Wettbewerb.

So holte die Band Park Café 1989 nur den drittletzten Platz. 1990 wurde Platz 13 erreicht, während es 1991 Platz 14 war – zwei durchschnittliche Platzierungen. 1992 folgte der drittletzte Platz im Wettbewerb. Auch Modern Times 1993 konnten kein gutes Ergebnis mehr erzielen und landeten am Ende auf Platz 20 von 25. Da Luxemburg es 1993 nicht unter die besten 20 schaffte, musste es 1994 eine Zwangspause einlegen. Trotz Teilnahmeberechtigung 1995 nahm das Land nicht teil und zog sich aus Desinteresse vom Wettbewerb zurück. Seitdem kehrte das Land nicht zum Wettbewerb zurück. Als Grund werden seither die fehlenden finanziellen Mittel sowie die niedrigen Erfolgschancen angegeben. Am 15. Dezember 2022 wurde bekannt, dass es Gespräche zwischen RTL Télé Lëtzebuerg und der luxemburgischen Regierung über eine Rückkehr 2024 zum Wettbewerb gebe. Am 12. Mai 2023 wurde schließlich von der EBU bekannt gegeben, dass Luxemburg am Eurovision Song Contest 2024 teilnehmen wird.

Bei der Rückkehr 2024 konnte man sich bei der ersten Teilnahme am Halbfinale erfolgreich für das Finale qualifizieren und erreichte mit Platz 13 eine gute Platzierung im oberen Mittelfeld und der linken Tabellenhälfte. RTL gab bekannt, dass die Rückkehr keine einmalige Sache gewesen sei und man vorhabe, auch an den zukünftigen Editionen des Wettbewerbs teilzunehmen. Im Folgejahr erreichte Luxemburg nur Platz 22 in der rechten Tabellenhälfte. Erst im Folgejahr war erstmals Schluss im Halbfinale.

Insgesamt landeten 18 von den 40 Beiträgen in der linken Tabellenhälfte. Dazu erreichte das Land bisher dreimal den letzten Platz. Obwohl Luxemburg bisher nur drei Halbfinalteilnahmen vorzuweisen hat, teilte sich das Großherzogtum bis 2025 mit der Ukraine den Titel, sich bisher bei allen Halbfinalteilnahmen für das Finale qualifiziert zu haben. Demzufolge schied man 2026 aus. Mit fünf Siegen, zwei dritten Plätzen und fünf vierten Plätzen zählt Luxemburg trotzdem eher zu den erfolgreichen Ländern im Wettbewerb.

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