Carl Wilhelm Reinhold Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten (* 28. April 1857 in Wiesbaden; † 3. Juni 1942 in Berlin) war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Verwaltungsbeamter.
Leben Carl zu Dohna-Schlobitten war Sohn des Burggrafen und Grafen Hermann zu Dohna auf Brunau, Kreis Marienburg (Westpreußen), und der Lydia geb. von Auerswald. Nach dem Besuch des Wilhelms-Gymnasiums Berlin und dem Abitur 1878Walter von Leers: Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913, Alumnatsverzeichnis, Band I, Zögling No.: 1398. Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten, Karl Wilh. Reinhold, Hrsg. Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H., Selbstverlag. Druck P. Riemann, Belzig/Ludwigslust 1913, S. 318. an der Ritterakademie Brandenburg studierte er an der Universität Genf, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin Rechts- und Kameralwissenschaften. 1880 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.Kösener Korpslisten 1794 bis 1910. Eine Zusammenstellung, Hrsg. Karl Rügemer, Verlag der Academischen Monatshefte, Druck Carl gerber München, Starnberg 1910, 19, 531 Nach dem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst ein.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1896, 69. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1895-11-20, S. 281–282. Von 1900 bis 1905/06 war er Landrat des Kreises Braunsberg.Rolf Jehke: Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874–1945, Landkreis Braunsberg (Ostpr.), Mai 2014.
Zu Dohna-Schlobitten war Herr auf Brunau bei Rosenberg in Westpreußen. Seit 1893 war er mit Else Gräfin von der Schulenburg-Tressow (1867–1938) verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1942, Teil A (Uradel). Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. 115. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1941-11-22, S. 175. Hermann wurde der Erbe der Güter Finckenstein, nachfolgend als Erbhof betitelt, und Gut Brunau. Alfred (* 1896; † 1914) starb früh als Fahnenjunker eines Dragoner-Regiments. Heinrich lebte mit Familie um 1941 in Wien und dann in Westfalen. Hermann und Heinrich waren auch Mitglied vom Corps Borussia.
Auszeichnungen Ernennung zum Geheimen RegierungsratKösener Corpslisten 1960, Hrsg. Otto Gerlach, Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Druck C. L. Mettcker % Söhne Jever, Kassel 1961, 9, 626
Literatur Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Düsseldorf, 1902, S. 196. G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Biografien Selbstverlag, Druck Wailandt AG, Aschaffenburg 1928, S. 191. Digitalisat Hans Friedrich von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser, Band I, Band 2 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1952, S. 121 ff.
Weblinks Dohna Stammbaum
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Kreis Braunsberg) Kategorie:Landrat (Provinz Westpreußen) Kategorie:Geheimer Regierungsrat Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Carl Carl Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1857 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann