Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Rekorde und Statistiken zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Vereinsbezogene Daten sind vom Stand zum Ende der Saison 2013/2014.

Spieler Gianluigi Buffon (Italien) stand zum fünften Mal im Aufgebot für eine Weltmeisterschaft. Er zieht damit mit Antonio Carbajal und Lothar Matthäus gleich, den bisher einzigen Spielern mit 5 Teilnahmen. Während diese Spieler jedoch bei jeder ihrer WM-Teilnahmen auch mindestens einmal auf dem Platz standen, wurde Buffon bei seiner ersten Teilnahme 1998 nicht eingesetzt. Samuel Eto’o (Kamerun) wurde schon bei der WM 1998 eingesetzt, bestritt jedoch erst seine vierte Weltmeisterschaft (2006 war Kamerun nicht qualifiziert). Ihre vierte Weltmeisterschaft (jeweils nach 2002, 2006 und 2010) bestritten auch DaMarcus Beasley (USA), Iker Casillas (Spanien), Miroslav Klose (Deutschland), Rafael Márquez (Mexiko) und Xavi (Spanien). Miroslav Klose (Deutschland), der vor 2014 auf 19 WM-Spiele kam, war der einzige Teilnehmer, der den Rekord von Lothar Matthäus mit 25 WM-Spielen hätte überbieten können. Da Klose im ersten Gruppenspiel Deutschlands und im Achtelfinale nicht eingesetzt wurde, ist er nun mit 24 WM-Spielen der Spieler mit den zweitmeisten WM-Spielen. Klose wurde dabei in 86 % der Spiele eingesetzt, während Matthäus nur in 81 % der Spiele zum Einsatz kam. Der nun mit 23 Spielen auf dem dritten Platz liegende Italiener Paolo Maldini wurde dagegen zwischen 1990 und 2002 in allen Spielen der italienischen Mannschaft eingesetzt. Obwohl der Weltmeisterschaftstitel 2014 der erste Sieg einer gesamtdeutschen Mannschaft war, war allein Toni Kroos auf dem Gebiet der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen. Mit Miroslav Klose und Lukas Podolski wurden erstmals zwei in Polen geborene Spieler Weltmeister. Insgesamt nahmen 20 Spieler teil, die bereits bei einer vorangegangenen Weltmeisterschaft den Titel gewonnen haben (vier Italiener und 16 Spanier, womit Spanien den Rekord von Frankreich von 2002 steigerte). Alle schieden nach der Vorrunde aus, so dass kein aktiver Spieler zum zweiten Mal Weltmeister werden konnte. Ältester Teilnehmer war der kolumbianische Torhüter Faryd Mondragón, der am 21. Juni 1971 geboren wurde und bereits 1998 teilnahm. Er wurde am 24. Juni, im letzten Gruppenspiel seiner Mannschaft, in der 85. Spielminute eingewechselt und wurde mit 43 Jahren zum ältesten WM-Spieler aller Zeiten. Ältester Feldspieler war der Kapitän der kolumbianischen Mannschaft Mario Yepes mit 39 Jahren. Er kam in vier Spielen zum Einsatz und fehlte nur im letzten Gruppenspiel gegen Japan. Jüngster Teilnehmer war der Kameruner Fabrice Olinga, der am 12. Mai 1996 geboren wurde. Er kam aber – als einziger Feldspieler seiner Mannschaft – zu keinem Einsatz. Jüngster Spieler, der zum Einsatz kam, war der Engländer Luke Shaw, der beim letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica 18 Jahre und 347 Tage alt war. Xherdan Shaqiri (Schweiz) schoss im letzten Gruppenspiel gegen Honduras den 50. Hattrick in der Geschichte der Weltmeisterschaft. Die Halbbrüder Jérôme Boateng (Deutschland) und Kevin-Prince Boateng (Ghana) spielten mit ihren Mannschaften wie schon 2010 in der Vorrunde gegeneinander. Acht Spieler absolvierten während der WM ihr 100. Länderspiel: Wesley Sneijder (Niederlande) am 13. Juni, Mario Yepes (Kolumbien) am 19. Juni, Javier Mascherano (Argentinien) und Per Mertesacker (Deutschland) am 21. Juni, Sergei Ignaschewitsch (Russland) am 22. Juni, Andrés Iniesta (Spanien) am 23. Juni, Joseph Yobo als erster Nigerianer am 25. Juni und Dirk Kuyt (Niederlande) im Achtelfinale am 29. Juni 2014. Der bisherige Höchstwert war 5 bei der WM 2002. Für Tim Howard (USA) war das erste Gruppenspiel das 100. von der FIFA gezählte Spiel. Der US-Verband zählte bereits das Spiel am 7. Juni 2014 als sein 100. Länderspiel, da er auch ein Spiel gegen Guadeloupe beim CONCACAF Cup mitzählt, obwohl Guadeloupe nicht Mitglied der FIFA ist. Der UEFA-Champions-League-Sieger von 2013/14 (Real Madrid) stellte zwei Teilnehmer der Finalisten: Ángel Di María (Argentinien) und Sami Khedira (Deutschland). Keiner von beiden spielte im Finale. Durch den Sieg Deutschlands im Finale waren 7 Spieler doppelte Weltmeister, d. h., sie holten mit dem FC Bayern München die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft sowie den Weltmeistertitel in Brasilien: Manuel Neuer, Philipp Lahm, Jérôme Boateng, Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger, Mario Götze und Thomas Müller. Jeder einzelne von ihnen stand im WM-Finale auf dem Platz. Alle Mannschaften setzten mindestens einen Spieler aus der heimischen Liga ein, aber nur Russland setzte ausschließlich Spieler der heimischen Liga ein. In der folgenden Tabelle ist für jeden Kader die Zahl der Spieler in der heimischen Liga und in ausländischen Ligen der verschiedenen Kontinentalverbände zusammengefasst (Stand: vor der WM). So spielten z. B. 16 Spieler der deutschen Mannschaft in der Bundesliga, sieben in anderen europäischen Ligen. Von den afrikanischen Mannschaften spielten zehn Spieler in heimischen Ligen, vier in anderen afrikanischen Ligen, 99 in europäischen und zwei in asiatischen Ligen. In europäischen Ligen spielten außerdem 146 Spieler aus dem europäischen Ausland, 88 aus Südamerika, 40 aus Asien und 37 aus Nord- und Mittelamerika. Insgesamt standen in den WM-Kadern 562 in Europa tätige Spieler, das sind 76,4 % aller Kadermitglieder. 1950, bei der ersten WM in Brasilien, setzte nur Chile mit dem bei Newcastle United spielenden George Robledo, der im Alter von 5 Jahren mit seinen Eltern nach England ausgewandert war, einen Spieler aus einer fremden Liga ein.

Afrika Asien und Australien Europa Nord- und Mittelamerika Ozeanien Südamerika Heimat 23 1 22 3 20 7 16 8 15 9 14 2 6 1 14 9 14 10 13 1 6 4 12 12 11 12 1 9 11 3 9 2 4 7 28 15 8 15 8 3 12 1 7 16 7 7 10 6 15 3 5 18 1 4 19 4 19 1 3 20 3 16 4 3 20 3 21 2 1 1 19 2 1 21 1 3 1 18 1 22 1 1 16 1 4 1

Afrika Asien und Australien Europa Nord- und Mittelamerika Ozeanien Südamerika Heimat Afrika4299 10 Asien und Australien 12402 38 Europa 1 146 152 Nord- und Mittelamerika 1 378 46 Südamerika 3 8810 13 24 Summe (Legionäre)41941020013270 Summe (Insgesamt)145756266037

Die meisten Spieler (114) waren bei 28 Vereinen in England tätig, der größte Teil von ihnen in der Premier League, manche auch in unterklassigen Ligen. Der FC Bayern München und Manchester United stellten die meisten WM-Teilnehmer: jeweils 14 Im Kader Algeriens standen Spieler aus 23 verschiedenen Vereinen. Von den nicht qualifizierten Verbänden sind in der Türkei die meisten Spieler tätig: 26

Trainer 14 Mannschaften wurden von ausländischen Trainern betreut. Die meisten Trainer kamen aus Deutschland (vier), je drei aus Argentinien, Italien, Kolumbien und Portugal, wobei die kolumbianischen Trainer nur andere Mannschaften betreuen. Je drei Trainer aus Argentinien und Deutschland erreichten mit ihren Mannschaften das Achtelfinale, alle anderen Länder stellten nur einen Trainer im Achtelfinale. Im Viertelfinale stellte Argentinien mit zwei Trainern die meisten. Kein Trainer kam aus einem Land, das sich nicht selber für die WM qualifiziert hatte. Im Achtelfinale waren aber zwei Trainer aus Ländern (Bosnien-Herzegowina und Portugal) vertreten, die in der Vorrunde ausschieden. Die dienstältesten Teamchefs der WM waren Joachim Löw und Óscar Tabárez, die seit 2006 die deutsche bzw. uruguayische Auswahl betreuen. Tabárez war allerdings zuvor bereits von 1988 bis 1990 Trainer Uruguays, während Löw bereits als Co-Trainer seit 2004 für die deutsche Auswahl tätig war. Beide, sowie Ottmar Hitzfeld mit der Schweiz, Fabio Capello mit England (nun Russland), Carlos Queiroz mit Portugal (nun Iran), Reinaldo Rueda mit Honduras (nun Ecuador) waren auch bereits bei der letzten WM tätig. Zwei Trainer (Didier Deschamps/1998 und Jürgen Klinsmann/1990) konnten bereits als Spieler Weltmeister werden. Didier Deschamps wurde 2018 mit Frankreich Weltmeister. Zwei Trainer (Luiz Felipe Scolari/2002 und Vicente del Bosque/2010) konnten mit ihrer Mannschaft schon einmal Weltmeister werden. Vicente del Bosque hätte als erster Trainer nach Vittorio Pozzo (1934 und 1938) den Titel verteidigen können, Spanien schied aber bereits in der Vorrunde aus. Ältester Trainer war Fabio Capello mit 68 Jahren, der damit der viertälteste WM-Trainer überhaupt ist. Jüngster Trainer war Sabri Lamouchi, der Trainer der Elfenbeinküste, mit 42 Jahren. Niko Kovač, der sein Amt erst vor den Playoff-Spielen antrat, wurde von seinem Bruder Robert als Co-Trainer unterstützt. Im Achtelfinale zwischen Costa Rica und Griechenland wurde der Trainer der Griechen, der Portugiese Fernando Santos vor dem Elfmeterschießen auf die Tribüne verbannt.

Tore Mit 171 Toren wurde der Torrekord bei Endrunden mit 32 Mannschaften von 1998 eingestellt. Die meisten Tore (18) erzielte Deutschland. Die torreichsten Spiele des Turniers: 8 Tore: Brasilien–Deutschland 1:7 (Halbfinale) 7 Tore: Schweiz–Frankreich 2:5 (Vorrunde, Gruppe E) 6 Tore: Spanien–Niederlande 1:5 (Vorrunde, Gruppe B), Südkorea–Algerien 2:4 (Vorrunde, Gruppe H) 5 Tore: Australien–Niederlande 2:3 (Vorrunde, Gruppe B), Kamerun–Brasilien 1:4 (Vorrunde, Gruppe A), Japan–Kolumbien 1:4 (Vorrunde, Gruppe C), Nigeria–Argentinien 2:3 (Vorrunde, Gruppe F) Erstmals fiel das erste Tor der Vorrunde durch ein Eigentor. Es war zudem das erste WM-Eigentor Brasiliens. Das früheste Tor erzielte Clint Dempsey in der 31. Sekunde des Spiels der USA gegen Ghana. Toni Kroos erzielte im Halbfinalspiel gegen Brasilien mit zwei Toren innerhalb von 69 Sekunden den schnellsten Doppelpack in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften. Deutschland erzielte zum 8. Mal und zum vierten Mal in Folge im Auftaktspiel mindestens vier Tore. Spanien musste bereits in den ersten zwei Spielen mehr Gegentore (7) hinnehmen als in den Spielen der Weltmeisterschaft 2010 (2) sowie der Europameisterschaften 2008 (3) und 2012 (1) zusammen. Mit 14 Gegentoren erhielt Brasilien mehr Gegentore als alle Gastgeber zuvor. Bisheriger Negativrekord: Schweiz 11 Gegentore in vier Spielen (nach wie vor schlechteste Quote mit 2,75 Gegentoren pro Spiel) bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954. Miroslav Klose erzielte im Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ghana mit seinem ersten Ballkontakt nach der Einwechslung sein 15. WM-Tor und stellte damit den Rekord des Brasilianers Ronaldo ein. Im Halbfinale gegen Brasilien erzielte er sein 16. Tor und wurde zum alleinigen Rekordhalter. Thomas Müller (Deutschland) erzielte bei zwei Weltmeisterschaften in Folge jeweils mindestens fünf Tore. Das gelang zuvor nur seinem Landsmann Miroslav Klose (2002 und 2006); zudem erzielte der Peruaner Teófilo Cubillas 1970 und 1978 je fünf Treffer. Müller ist auch der erste Torschützenkönig, dem bei der folgenden WM fünf Tore gelangen. Zuvor konnten nur Gerd Müller (Torschützenkönig 1970), Gary Lineker (Torschützenkönig 1986) und Miroslav Klose (Torschützenkönig 2006) bei der folgenden WM jeweils vier Tore erzielen. Cristiano Ronaldo (Portugal) erzielte im letzten Gruppenspiel gegen Ghana sein 50. Länderspieltor Mit James Rodríguez wurde erstmals ein Kolumbianer Torschützenkönig und mit Thomas Müller erhielt erstmals der Torschützenkönig der vorherigen WM den Silbernen Schuh für den zweitbesten Torschützen. 18 Tore wurden von Spielern des FC Bayern München erzielt, gefolgt vom FC Barcelona mit 10 Treffern und Manchester United mit 9.

Nationenvergleich nach Toren Die folgende Tabelle ist nach der Tordifferenz sortiert. Bei Gleichstand steht die Mannschaft mit mehr erzielten Toren weiter oben. Wie auch in der ewigen Tabelle werden hier für jedes Spiel (und nicht nur für die Gruppenspiele) Punkte verteilt. Spiele, die im Elfmeterschießen entschieden wurden, zählen als Unentschieden und werden ohne die beim Elfmeterschießen gefallenen Tore aufgeführt.