Die Nationalratswahl in der Slowakei 2016 zum Nationalrat fand am 5. März 2016Parlamentné voľby na Slovensku budú prvý marcový vikend (= Die Parlamentswahlen in der Slowakei finden am ersten März-Wochenende statt). In: webnoviny.sk, 12. November 2015, abgerufen am 13. November 2015 zwischen 7:00 und 22:00 Uhr statt.Igor Stupňan, Soňa Pacherová: Voľby 2016: Súboj strán a straničiek. In: pravda.sk, 8. Dezember 2015, abgerufen am 9. Dezember 2015. Das Ergebnis wird als Rechtsruck bezeichnet.Slowakei: Rechtsruck nach Parlamentswahlen. In: krone.at, 6. März 2016, abgerufen am 10. März 2016; Rechtsruck nach Wahlen in der Slowakei – Fico verliert Absolute. In: derstandard.at, 6. März 2016, abgerufen am 10. März 2016; In: wirtschaftsblatt.at, 6. März 2016, abgerufen am 10. März 2016; Rechtsruck erschwert Regierungsbildung. In: deutschlandfunk.de, 6. März 2016, abgerufen am 10. März 2016; Rechtsruck in Slowakei: schwierige Regierungsbildung erwartet. In: video.tagesspiegel.de, 7. März 2016, abgerufen am 10. März 2016 Es war die siebte Nationalratswahl seit der slowakischen Unabhängigkeit 1993.

Am 16. März 2016 einigten sich vier Parteien auf eine Koalitionsregierung unter dem bisherigen Ministerpräsidenten Robert Fico.zeit.de

Ausgangslage Bei der vorgezogenen Neuwahl 2012 wurde die linkspopulistische Smer-SD deutlich stärkste Kraft und konnte als erste Partei seit dem Ende der kommunistischen Diktatur 1989 eine Alleinregierung bilden. Die Koalitionsparteien der Regierung Radičová, die katholisch-konservative KDH und die christdemokratische SDKÚ-DS, die rechtsliberale SaS und die christdemokratische ungarische Minderheitspartei Most-Híd, mussten klare Verluste hinnehmen, insbesondere die SDKÚ und die SaS stürzten in der Wählergunst ab. Auf Anhieb drittstärkste Kraft wurde die konservative OĽaNO, eine Abspaltung der SaS. Die nationalistische SNS, von 2006 bis 2010 Teil einer Smer-geführten Regierungskoalition (Regierung Fico I), verlor ihren Status als Parlamentspartei. Die nationalkonservative ungarische SMK-MKP verfehlte wie schon 2010 den Einzug in den Nationalrat. Infolge des Wahlergebnisses konnte Robert Fico (Smer) mit einer absoluten Mehrheit regieren (Fico II).

Bei der Europawahl 2014 mussten die Smer und die SDKÚ klare Verluste hinnehmen, während die konservative NOVA, die Most-Híd und die OĽaNO erstmals ins EU-Parlament einzogen. Die katholisch-konservative KDH konnte ihren Status als zweitstärkste Kraft verteidigen, während die rechtsliberale SaS erstmals ins EU-Parlament einzog. Die SMK schaffte erstmals seit 2009 den Einzug in ein überregionales Parlament, zudem überholte die SMK erstmals in ihrer Geschichte die Most-Híd in der Wählergunst.

Im Wahlkampf hatte das Thema Flüchtlingspolitik in der Flüchtlingskrise große Bedeutung.spiegel.de 4. März 2016: Parlamentswahl in der Slowakei: Premier schürt Angst vor "Kölner Zuständen" (gemeint sind die Sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16)

Wahlsystem Für alle einzeln antretenden Parteien gilt eine Sperrklausel von 5 Prozent, für Koalitionen von zwei oder mehr Parteien besteht eine Sperrklausel von 7 Prozent. Die Wahlkampagnen endeten am 3. März 2016, Wahlumfragen durften nur bis zum 20. Februar 2016 veröffentlicht werden. Die Parteien durften zur Finanzierung des Wahlkampfes maximal drei Millionen Euro verbrauchen und gültig waren nur Finanzmittel, die auf einem transparenten Bankkonto geführt werden. Staatsbürger der Slowakei, die im Ausland ihren dauerhaften Wohnsitz haben, mussten bis zum 15. Januar 2016 ein Ersuchen an das slowakische Innenministerium richten, wenn sie an der Wahl teilnehmen wollten.

Für die Bildung einer Regierung werden mindestens 76 der 150 Abgeordnetenmandate benötigt, eine Verfassungsmehrheit erfordert 90 Mandate.

Teilnehmer Die Kandidatenlisten für die am 5. März 2016 stattfindenden Nationalratswahl konnten die registrierten politischen Parteien bzw. Bewegungen bis zum 6. Dezember 2015 um Mitternacht an die Staatliche Kommission für Wahlen und Finanzkontrolle der Parteien abgeben. Laut dem Register über politische Parteien des slowakischen Innenministeriums waren am 6. Dezember 2015 insgesamt 155 politische Parteien oder Bewegungen in der Slowakei aktiv.Kandidovať by malo 23 strán a hnutí, HZDS bude z volieb vylúčená. In: pravda.sk, 7. Dezember 2012, abgerufen am 7. Dezember 2012, 21:24. Die folgenden Parteien waren vor der Wahl Nationalrat vertreten oder wurden in Umfragen regelmäßig über fünf Prozent der Stimmen gesehen:

Partei Spitzenkandidat/-in Politische Ausrichtung EU-Partei Smer – sociálna demokracia (Smer-SD)Richtung – Sozialdemokratie 50px|FotoRobert Fico linkspopulistisch, sozialdemokratisch PES 40px|Logo Kresťanskodemokratické hnutie (KDH)Christlich-Demokratische Bewegung 50px|FotoJán Figeľ katholisch-konservativ, wirtschaftsliberal EVP Obyčajní ľudia a nezávislé osobnosti – NOVA (OĽaNO-NOVA)Gewöhnliche Leute und unabhängige Personen – Die Neue 50px|FotoIgor Matovič Protestpartei, konservativ AKRE 40px|Logo Most–Híd, az együttműködés pártja – strana spolupráce (M-H) Brücke, Partei der Zusammenarbeit 50px|FotoBéla Bugár ungarische Minderheit, christdemokratisch EVP 40px|Logo Slovenská demokratická a kresťanská únia –Demokratická strana (SDKÚ-DS)Slowakische Demokratische und Christliche Union –Demokratische Partei 50px|FotoPavol Frešo christdemokratisch EVP 40px|Logo Sloboda a Solidarita (SaS)Freiheit und Solidarität 50px|FotoRichard Sulík neoliberal, libertär AKRE 40px Slowakische Nationalpartei (SNS)Slowakische Nationalpartei 50px|FotoAndrej Danko nationalkonservativ, rechtspopulistisch,rechtsextrem, wohlfahrtsstaatlich – 40px|Logo Strana maďarskej komunity – Magyar Közösség Pártja (SMK-MKP)Partei der ungarischen Gemeinschaft 50px|Kein BildJózsef Berényi ungarische Minderheit, nationalkonservativ EVP 40px|Logo #Sieť#Netzwerk 50px|FotoRadoslav Procházka wirtschaftsliberal, konservativ –

Daneben treten an: Hnutie za demokratické Slovensko Maďarská kresťanskodemokratická aliancia – Magyar Kereszténydemokrata Szövetség Koalicia Spolocne za Slovensko Komunistická strana Slovenska Kotleba – Ľudová strana Naše Slovensko (rechtsextrem) Odvaha – Veľká národná a proruská koalícia Priama Demokracia („Direkte Demokratie“) Prosperita Slovenska Slovenská občianska koalícia (SKOK!, liberal) Sme Rodina – Boris Kollár (SR) Strana Moderneho Slovanska (SMS) Strana TIP (rechts-liberal) Strana zelených Slovenska (Grüne Partei) Šanca VZDOR – strana práce (marxistisch-leninistisch)

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