Georg Konstanz Heineccius, seit 1866 von Heineccius, (* 20. September 1840 in Löwenberg in Schlesien; † 24. Dezember 1907 in Wiesbaden) war ein preußischer Generalmajor.
Leben Herkunft Er stammte aus der briefadeligen Familie Heineccius und war der Sohn des 1866 durch König Wilhelm I. in den preußischen Adelsstand erhobenen Oberstleutnants Konstanz von Heineccius, Urenkel von Johann Gottlieb Heineccius.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 282. (Digitalisat)Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Band 1, Berlin 1892, S. 197. (Digitalisat) Seine Mutter war Mathilde Gräfin zu Hertzberg, verwitwete Schippenbeil. Der spätere Generalmajor Benno von Heineccius war sein älterer Bruder, der General der Artillerie Konstanz von Heineccius sein Neffe. Der Generalleutnant Viktor von Usedom war ein Schwager, der Generalleutnant Albert von Stutterheim (1853–1929) war sein jüngster Schwager.
Militärkarriere Nach dem Besuch des Kadettenkorps wurde Heineccius am 17. Mai 1859 als Sekondeleutnant dem 9. Infanterie-Regiment (Colberg) der Preußischen Armee überwiesen. Zur weiteren Ausbildung absolvierte er ab Oktober 1862 für drei Jahre die Kriegsakademie und stieg Mitte Oktober 1865 zum Premierleutnant auf. Im Jahr darauf beteiligte er sich am Krieg gegen Österreich und wurde nach Kriegsende am 30. Oktober 1866 in das Infanterie-Regiment Nr. 85 versetzt. Von Mitte Mai 1867 bis Ende April 1868 war er zum Großen Generalstab und anschließend als Assistent des Kompaniechefs zum Kadettenhaus Oranienstein kommandiert. Mitte März 1869 folgte seine Versetzung als Kompanieführer hierher. Mit der Beförderung zum Hauptmann war Heineccius kurzzeitig Kompaniechef dort, bis er am 24. März 1870 in den Großen Generalstab versetzt wurde.
Mit der Mobilmachung anlässlich des Krieges gegen Frankreich folgte am 18. Juli 1870 seine Versetzung in den Generalstab des IV. Armee-Korps. Er nahm an den Kämpfen bei Toul, Beaumont, Sedan sowie der Einschließung von Paris teil. Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse trat er nach dem Friedensschluss am 16. April 1872 mit der Ernennung zum Kompaniechef im 3. Posenschen Infanterie-Regiment Nr. 58 in den Truppendienst zurück. Ende Februar 1880 rückte er zum überzähligen Major auf, war vom 19. Juni bis zum 23. November 1883 Kommandeur des I. Bataillons und anschließend des Füsilier-Bataillons. Am 8. März 1887 wurde Heineccius in das 3. Oberschlesische Infanterie-Regiment Nr. 62 versetzt und übernahm mit der Beförderung zum Oberstleutnant am 14. April 1887 die Funktion als etatmäßiger Stabsoffizier. Nachdem man ihn am 19. November 1889 zunächst mit der Führung des Infanterie-Regiments „Graf Schwerin“ (3. Pommersches) Nr. 14 beauftragt hatte, wurde er ab 27. Januar 1890 als Oberst Kommandeur des Regiments. In dieser Stellung erhielt er anlässlich des Ordensfestes im Januar 1893 den Kronen-Orden II. Klasse und wurde am 14. Februar 1893 unter Stellung à la suite seines Regiments mit der Führung der 56. Infanterie-Brigade beauftragt. Unter Beförderung zum Generalmajor erfolgte am 25. März 1893 die Ernennung zum Brigadekommandeur. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde Heineccius am 5. Juli 1894 mit Pension zur Disposition gestellt und Wilhelm II. verlieh ihm den Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub.Militär-Wochenblatt. Nr. 56 vom 4. August 1894, S. 1741.
Familie Er heiratete am 13. Juli 1868 in Peterkau b. Rosenberg Agnes von Alt-Stutterheim-Peterkau (1851–1932), jüngste Tochter des Wilhelm von Stutterheim-Peterkau und der Marie Schach von Wittenau.Eckart und Kurt von Stutterheim: Die Herren und Freiherren von Stutterheim/Alt-Stutterheim. In: Bibliothek Familiengeschichtlicher Arbeiten. Band 33, Ph. C. W. Schmidt, Degener & Co. Inh. Gerd Geßner, Neustadt/Aisch 1965, S. 161 f. Das Paar hatte mehrere Kinder: Gertrud Theone Agnes (* 1870) Hans Erwin (* 1879) Richard (1881–1943), deutscher Generalleutnant
Literatur Kaempf: Offizier-Stammliste des 3. Posenschen Infanterie-Regiments Nr. 58. Glogau 1910, S. 64–65. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil B (Briefadel). 1942. Jg. 34. Justus Perthes, Gotha 1941, S. 221. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1909. Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1908, S. 317. (Digitalisat) Preußisches Heroldsamt (Hrsg.), Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Band 1, Mittler und Sohn, Berlin 1892, S. 198 f. (Digitalisat)
Einzelnachweise
Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Absolvent der Preußischen Kriegsakademie Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Nobilitierter (Preußen) Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1840 Kategorie:Gestorben 1907 Kategorie:Mann