Sajukowo (; /Seiqwe) ist ein Dorf (selo) in der Republik Kabardino-Balkarien in Russland mit Einwohnern (Stand ).
Geographie miniatur|links|Blick auf den südwestlichen Teil von Sajukowo Der Ort liegt gut 25 km Luftlinie nordwestlich der Republikhauptstadt Naltschik im nördlichen Randgebiet des Großen Kaukasus, dessen Berge sich in der Umgebung bis auf etwa erheben. Er erstreckt sich über fast 10 km entlang dem vorwiegend linken Ufer des Flusses Baksan.
Sajukowo gehört zum Rajon Baksanski und befindet sich etwa 20 km südwestlich von dessen Verwaltungszentrum Baksan. Das Dorf ist Sitz und einzige Ortschaft der Landgemeinde (selskoje posselenije) Sajukowo.
Geschichte Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lagen auf dem Territorium des heutigen Dorfes eine Reihe kabardinischer (tscherkessischer) Aule, mit den russifizierten Namen Borowo, Bschachowo, Chamgurowo, Chatukowo, Djumenowo, Kasanoko, Myschoko und Pschizukowo. 1830 wurden sie zur Ortschaft Werchneje Ataschukino („Ober-Ataschukino“) vereinigt, in Abgrenzung zum flussabwärts (nordöstlich) anschließenden Ataschukino und nach dem kabardinischen Fürsten Chatokschuko Ataschukin. Nach der Oktoberrevolution wurde diese Bezeichnung 1920, wie bei vielen anderen kabardinischen Orten, als Ableitung vom Namen einer Adelsfamilie abgeschafft und das Dorf Sajukowo genannt, russifiziert aus dem kabardinisch-tscherkessischen se (зэ) für Kornelkirsche und qwe () für Schlucht, Tal, also etwa „Kornelkirschen-Schlucht“.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 6.400 1959 6.894 1970 7.624 1979 7.658 2002 10.252 2010 11.229 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Verkehr Durch das Dorf verläuft die föderale Fernstraße A158, die von Prochladny kommend bei der Stadt Baksan die R217 Kawkas kreuzt und weiter den Fluss Baksan aufwärts über Tyrnyaus nach Terskol unterhalb des Elbrus führt. Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich in Naltschik.
Weblinks Offizielle Website der Gemeindeverwaltung (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Kabardino-Balkarien