mini|hochkant|Werner Onken (2024) Werner Onken (* 1953Redaktioneller Hinweis: Momo für Ökonomen. In: Zeitschrift R-evolution. friedlich, mitmenschlich, nachhaltig, selbstbestimmt (Hrsg. INWO Deutschland). Nr. 20 (Dezember 2003/Januar 2004). . S. 10 in VarelAuskunft auf Anfrage per E-Mail durch Werner Onken vom 12. Februar 2021) ist ein deutscher Ökonom und Anhänger der Bodenrechts- und Geldreformtheorie des deutsch-argentinischen Kaufmanns und Sozialreformers Silvio Gesell (1862–1930). Bekanntheit erlangte er vor allem als Herausgeber der 18-bändigen Gesamtausgabe der Gesell’schen Schriften. Onken ist darüber hinaus Autor zahlreicher Veröffentlichungen, Verwalter des Archivs für Geld- und Bodenreform in der Bibliothek der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift für Sozialökonomie.

Leben und Wirken Werner Onken wuchs im ostfriesischen Dorf Werdum auf.Günter Bartsch: Die NWO-Bewegung Silvio Gesells. Geschichtlicher Grundriß. 1891–1992/93. Band 1 in der Reihe Studie zur Natürlichen WirtschaftsOrdnung. Gauke Fachverlag für Sozialökonomie, Lütjenburg 1994. S. 297; Auskunft auf Anfrage per E-Mail durch Werner Onken vom 12. Februar 2021 Er besuchte das jeversche MariengymnasiumAuskunft auf Anfrage per E-Mail durch Werner Onken vom 12. Februar 2021 und absolvierte nach der Reifeprüfung den Zivildienst.

Anschließend studierte er an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg und schloss sein Studium als Diplom-Ökonom ab. Seit 1982 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung tätig. Dort verantwortet er die Redaktion der Zeitschrift für SozialökonomieWolfgang Uchatius: Silvio Gesell: „Geld muss rosten!“. Gespräch mit Werner Onken zum 150. Geburtstag von Silvio Gesell. In: Die Zeit 12/2012., das Archiv für Geld- und Bodenreform und die Organisation der Fairconomy-Herbsttagungen.Fairconomy-Herbsttagung ist seit 2022 der neue Name der früheren Mündener Gespräche, die zum ersten Mal 2008 stattfanden. Im Jahr 2008 gründete Onken gemeinsam mit Niko Paech die Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die bis 2018 stattfand.Vortragsreihe zur Postwachstumsökonomie, abgerufen am 3. September 2019.

Archiv für Geld- und Bodenreform Das von Werner Onken seit 1983 aufgebaute Archiv soll wissenschaftliche Forschungen über Vorschläge zur Reform des Geldwesens und des Bodenrechts einschließlich der Ressourcen- und Klimaproblematik ermöglichen.

Im Archiv befinden sich Primär- und Sekundärliteratur zur Reform der Geld- und Bodenordnung mit mehr als 6.000 deutschsprachigen und 600 fremdsprachigen Büchern, Broschüren und Aufsätzen sowie mehr als 120 jahrgangsweise gebundene Zeitschriften, Schriftenreihen und Zeitungen. Dazu gehören Werke von Pierre-Joseph Proudhon, Gustav Landauer, Henry George, Adolf Damaschke, Franz Oppenheimer, Silvio Gesell, Georg Blumenthal und von anderen, die die Lösung der sozialen Fragen auf freiheitlichen Wegen anstrebten. Das Archiv für Geld- und Bodenreform befand sich unter dem früheren Namen Freiwirtschaftliche Bibliothek. Wissenschaftliches Archiv zunächst in VarelWerner Onken (Hrsg.): Freiwirtschaftliche Bibliothek. Wissenschaftliches Archiv. Katalog der Bücher, Broschüren und Zeitschriften mit zahlreichen Leseproben und dokumentarischen Abbildungen. Selbstverlag: Varel 1986. S. 3 und hat als Leihgabe der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung seinen Platz seit 2001 als Sondersammlung in der Bibliothek der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.Archiv für Geld- und Bodenreform im BIS – Bibliotheks- und Informationssystem, abgerufen am 3. September 2019.

Onkens Momo-Interpretation Unter dem Titel „Momo für Ökonomen“ verfasste Werner Onken 1986 einen Aufsatz zu Michael Endes Roman MomoWerner Onken: Momo für Ökonomen. In: Zeitschrift Fragen der Freiheit. Heft 183 (November/Dezember 1983). S. 42–55 und interpretierte ihn ökonomisch.Arno Schelle: Das Problem des Zinsnehmens in der Theologie und Wirtschaft. Geschichte, Gegenwart und mögliche Zukunft eines alten Konstruktionsfehlers im Geld- und Währungssystem. Selbstverlag. Hannover-Fredelsloh 2001. S. 120 (Google Books online Er entdeckte in dem bekannten Märchenroman hinter den zahlreichen Anspielungen auf die Wirtschaft und das heutige Geldsystem die Ideen Rudolf Steiners („Alterndes Geld“) und Silvio Gesells („Rostendes Geld“).Siehe dazu FU-Berlin.de/Robert Mittelstaedt: Michael Endes letzte Worte an die Japaner; eingesehen am 15. Januar 2022 In einem Brief an Onken bestätigte Michael Ende, dass Momo das heutige Geldsystem kritisiere.Antje Vollmer: Michael Endes Kritik des Finanzsystems in MOMO (Abschnitt III); eingesehen am 4. Februar 2021 Es heißt dort unter anderem:

Veröffentlichungen (Auswahl) als Autor Die ökonomische Botschaft von Michael Endes Märchenroman „Momo“, 1986, Online-Version. Modellversuche mit sozialpflichtigem Boden und Geld. Verlag für Sozialökonomie, Lütjenburg 1997, ISBN 978-3-87998-440-4 (Online als PDF). Silvio Gesell und die Natürliche Wirtschaftsordnung. Verlag für Sozialökonomie, Lütjenburg 1999, ISBN 978-3-87998-439-8. Geld- und bodenpolitische Grundlagen einer Agrarwende. Verlag für Sozialökonomie, Lütjenburg 2004, ISBN 978-3-87998-447-3. Carl von Ossietzky und Silvio Gesell – Eine Begegnung zweier Gedankenwelten. Verlag für Sozialökonomie, Lütjenburg 2006, ISBN 3-87998-773-4. Geld & Natur in Literatur, Kunst und Musik. Verlag für Sozialökonomie, Kiel 2010, ISBN 978-3-87998-460-2. Silvio Gesell in der Münchener Räterepublik – Eine Woche Volksbeauftragter für das Finanzwesen im April 1919. Selbstverlag, Oldenburg 2018, ISBN 978-3-933891-31-0. Marktwirtschaft ohne Kapitalismus – Von der Akkumulation und Konzentration in der Wirtschaft zu ihrer Dezentralisierung, Oldenburg 2019/2020 (online). Im Oekom Verlag München erschien 2022 eine dreibändige Printausgabe. Grundrisse einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. 50 Fragen und Antworten. Mit einem Anhang: Wider die Kapitalismuskritik von rechts, oekom Verlag, München 2025, ISBN 978-3-98726-174-9. als Herausgeber Silvio Gesell: Gesammelte Werke in 18 Bänden (mit Vorworten von Werner Onken). Verlag für Sozialökonomie, Hann.-Münden / Lütjenburg 1988 bis 1997, Registerband.Gesells Gesammelte Werke in Buchform sind vergriffen; Version 1.1 der CD-ROM ist als kostenloser Download verfügbar. Gerechtes Geld – Gerechte Welt – Auswege aus Wachstumszwang und Schuldenkatastrophe, 100 Jahre Gedanken zu einer Natürlichen Wirtschaftsordnung 1891–1991. Verlag für Sozialökonomie, Lütjenburg 1992, ISBN 978-3-87998-433-6. Silvio Gesell: „Reichtum und Armut gehören nicht in einen geordneten Staat“ – Werkauswahl zum 150. Geburtstag (mit einem Vorwort von Werner Onken). Verlag für Sozialökonomie, Kiel 2012, 2. Auflage, ISBN 978-3-87998-462-6.

Literatur Günter Bartsch: Die NWO-Bewegung Silvio Gesells. Geschichtlicher Grundriß 1891–1992/93. Band 1 in der Reihe Studie zur Natürlichen WirtschaftsOrdnung. Gauke Fachverlag für Sozialökonomie, Lütjenburg 1994, ISBN 3-87998-481-6, S. 297–302.

Weblinks

Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg: Archiv für Geld- und Bodenreform (Leitung Werner Onken) Offizielle Homepage

Einzelnachweise

Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert) Kategorie:Ökonom (21. Jahrhundert) Kategorie:Sachbuchautor Kategorie:Person (Freiwirtschaft) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann