mini|hochkant=1.3|Zwei Wappen der Dynasten von Grumbach in Siebmachers Wappenbüchern mini|Schloss Burggrumbach, Stammsitz der Familie mini|Burg Rothenfels, um 1150 von Markward II. von Grumbach erbaut

Die edelfreien Herren von Grumbach (oder Edelfreie von Grumbach) gehörten zu den bedeutendsten Dynastiegeschlechtern in Franken und starben 1243 im Mannesstamme aus. Sie sind von den Ministerialen von Grumbach, einer Linie der fränkischen Uradelsfamilie Wolffskeel, zu unterscheiden.

Geschichte Der Stammsitz der Grumbach war das Dorf Burggrumbach bei Unterpleichfeld.Christine Demel: Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 136 f. (Die Grumbach’schen Händel oder der Markgräfler Krieg 1552–1554). Ein Ebo als Vogt des Klosters Neustadt am Main wird in der Urkunde von 1000 April 10, erwähnt.Urkunde D O III 354, im Text das Genitiv Eben In einer Würzburger Urkunde von 1057 wird ein „Ebo et Marcuuardus milites“ erwähnt. MB 37,67; Es deutet viel darauf hin, dass die Edelfreien von Grumbach die Vogtei des Klosters Neustadt am Main schon um 1000 besaßen Eine weitere urkundliche Erwähnung der Edelfreien von Grumbach stammt aus dem 11. Jahrhundert. Im Jahr 1095 August 3 taucht ein Marquard als Vogt des Klosters Neustadt am Main auf.Kraus, Johann Adolph, Die Benediktinerabtei Neustadt am Main. S. 104 1099 August 24 erscheint ein Marcwart als Vogt des Klosters Schlüchtern. Und die Urkunde von 1100 o.T., in der Marcward als Vogt des Klosters Neustadt am Main erwähnt wird, ist laut Johanek eine Fälschung des Würzburger Bischof Embricho. Sein Sohn Markward II. ließ 1150 die Burg Rothenfels erbauen.Siehe zu Markward II.: Er war treuer Gefolgsmann der Staufer und nahm 1156 an der Hochzeitsfeier Friedrich Barbarossas in Würzburg teil.Christine Demel: Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. 1999, S. 136. Markward III. wurde 1164 von Kaiser Barbarossa zum Statthalter der Lombardei ernannt. Im Jahr 1243 starb die Familie im Mannesstamme mit Albert, Herr zu Rothenfels, aus. Ihre aus einem Burgmannengeschlecht, das im Dienst der Edelfreien von Grumbach gestanden hatte, stammenden Nachfolger nannten sich ebenfalls „von Grumbach“. Die Besitzungen gingen durch Bischof Gottfried III. 1317 auf den Grafen Ludwig V. von Rieneck († 1333)Christine Demel: Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 116 und 136 f. über, der mit der Tochter Alberts, Adelheit (Udelhilt), verheiratet war.

Wappen Albert I. führt in seinem Schild (des betreffenden Siegels bediente sich 1219 und 1226 Heinrich von Rotenfels) einen wellenförmigen Schrägrechtsbalken, dessen Ränder ausgezackt und mit Lilien besetzt sind. Derselbe Albert siegelte 1176 dann mit einem Adler.Gustav Adelbert Seyler, J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, VI. Band, 1. Abteilung, 1. Teil; Abgestorbener Bayrischer Adel, Bauer & Raspe, 1884, S. 41, Tafel 39. Die Tingierung ist unbekannt.

Literatur

Gustav Adelbert Seyler, J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, VI. Band, 1. Abteilung, 1. Teil; Abgestorbener Bayrischer Adel, Bauer & Raspe, 1884, S. 41, Tafel 39 Winfried Mogge: „Dies uralt Haus auf Felsengrund …“, Rothenfels am Main: Geschichte und Gestalt einer unterfränkischen Burg. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2012, ISBN 978-3-8260-4989-7.

Weblinks weyer-neustadt.de

Einzelnachweise

Kategorie:Fränkisches Rittergeschlecht