mini|300px|Die Meistermannschaft des FC Askania Forst.Von links: Hamann, Koßwig, Jahn, Jank, Wolf, Pöthe, Hilbrink, Sank II, Furkert, Sank I, Laarz Die südostdeutsche Fußballmeisterschaft 1912/13 war die siebente Austragung der südostdeutschen Fußballmeisterschaft des Südostdeutschen Fußball-Verbandes (SOFV). Die Meisterschaft gewann der FC Askania Forst durch einen 4:0-Erfolg im Wiederholungsspiel gegen den FC Preußen Kattowitz. Es war Askania Forsts zweiter Meistertitel des Südostdeutschen Fußball-Verbandes nach dem Triumph 1911. Durch den Gewinn der Verbandsmeisterschaft qualifizierten sich die Forster für die deutsche Fußballmeisterschaft 1912/13, bei der die Mannschaft nach einer 0:5-Heimniederlage gegen den späteren Deutschen Meister VfB Leipzig im Viertelfinale ausschied.
Modus Die Fußballmeisterschaft wurde in diesem Jahr erneut in sechs regionalen 1. Bezirksklassen ausgespielt, deren Sieger für die Endrunde qualifiziert waren.
Bezirk Bezirksmeister Breslau SC Preußen Breslau Niederlausitz FC Askania Forst Niederschlesien ATV Liegnitz Oberschlesien FC Preußen Kattowitz Posen FC Britannia Posen Oberlausitz SC Preußen Görlitz
Bezirk I Breslau
A-Klasse
(M) Titelverteidiger Bezirk (N) Aufsteiger aus der 2. Klasse
Entscheidungsspiel um Platz 1:
B-Klasse
(A) Absteiger aus der A-Klasse (N) Neuling
Relegationsspiel
Bezirk II Niederlausitz
1. Klasse Tabellenstände aus dieser Spielzeit sind nicht komplett überliefert. Anbei die Tabellenstände laut Udo Luy, das Torverhältnis stimmt nicht, so dass davon auszugehen ist, dass es im Nachhinein zu weiteren Entscheidungen am grünen Tisch kam.
(N) Aufsteiger aus der 2. Klasse
Relegationsspiel Da die 1. Klasse zur nächsten Saison auf zehn Teilnehmer vergrößert wurde, durfte Alemannia Cottbus in dieser Liga verbleiben.
Bezirk III Niederschlesien Im Bezirk Niederschlesien erfolgte die Gründung weiterer Gau, so wurden in den Gauen Münsterberg, Glogau, Brieg und Oels der Spielbetrieb aufgenommen. Ob dies bereits offizielle Verbandsspiele waren, ist nicht überliefert. Es gab ein Endspiel um die niederschlesische Meisterschaft zwischen den Siegern des Gaus Liegnitz und des Gaus Glogau. Ob davor bereits K.-o.-Spiele stattfanden, ist ebenfalls nicht überliefert.
Gau Liegnitz
(SOM) Südostdeutscher Titelverteidiger (M) Titelverteidiger Bezirk (N) Aufsteiger aus der 2. Klasse
Gau Schweidnitz
Gau Glogau Aktuell ist nur der Sieger, SC Preußen Glogau, überliefert.
Entscheidungsspiele niederschlesische Meisterschaft
Bezirk IV Oberschlesien Wie in der letzten Saison gab es in dieser Spielzeit eine oberste Liga. Darunter waren Ligen in den einzelnen Gauen angeordnet. Mit Beendigung der Saison wurde diese Liga-Klasse jedoch wieder aufgelöst, der Spielbetrieb erfolgte wieder jeweils in den einzelnen Gauen.
(M) Titelverteidiger Bezirk
Bezirk V Posen Aus Posen sind aktuell nur die Tabellenstände überliefert.
Pl.Verein Sp.Punkte 1. FC Britannia Posen 4 8:0 2. DSV Posen (M) 4 6:2 3. SC Union Posen 4 4:4 4. Ostrower FC (N) 4 2:6 5. FC Viktoria Posen *
(M) Titelverteidiger Bezirk (N) Aufsteiger aus der 2. Klasse * Ende Dezember 1912 aufgelöst
Bezirk VI Oberlausitz
Gau Görlitz Pl.Verein Sp. S U NPunkte 1. SC Preußen Görlitz (M) 6 5 1 0 11:1 2. SC Germania Görlitz 6 3 1 2 7:4 3. SC Merkur Görlitz 6 2 2 2 6:6 4. FC Union Görlitz 6 0 0 6 0:12
(M) Titelverteidiger Bezirk
Gau Hirschberg Pl.Verein Sp. S U NPunkte 1. SC Germania Halbau 2 2 0 0 4:0 2. Hirschberger FC 2 1 0 1 2:2 3. Warmbrunner FC 2 0 0 2 0:4 4. FC Schloss Halbau 2 0 0 2 0:4
Endrunde Die Endrunde um die südostdeutsche Fußballmeisterschaft wurde in dieser Saison erneut im K.-o.-System ausgetragen. Qualifiziert waren die Meister aus den 6 Bezirken.
Vorrunde
Halbfinale
| colspan="5"|FC Preußen Kattowitz erhielte ein Freilos.
Finale
Literatur Udo Luy: Fußball in Süd-Ostdeutschland (Schlesien) 1893 – 1914., Kleinrinderfeld 2017
Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Schlesien 1900/01 – 1932/33, Herausgeber: DSfFS e. V., Berlin 2007.
Weblinks Regional: – Südostdeutsche Meisterschaft 1912/13
#1912 Kategorie:Fußballsaison 1912/13