Rudakowo (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Neman im Rajon Neman.
Geographische Lage Rudakowo liegt 16 Kilometer südlich der Kreisstadt Neman am Flüsschen Tilse (, Tylscha). Durch den Nordteil des Ortes verläuft die Kommunalstraße 27K-187, die Schilino (Szillen) mit Lunino (Lengwethen/Hohensalzburg) verbindet. Die nächste Bahnstation ist Schilino an der – augenblicklich nicht betriebenen – Bahnstrecke Tschernjachowsk–Sowetsk. Vor 1945 gab es außerdem die Bahnstation Kullminnen (Kulmen, russisch: Kuibyschewo, der Ort existiert nicht mehr) an der Bahnstrecke Kraupischken–Ragnit der Insterburger Kleinbahnen.
Geschichte Das ehemals Ruddecken genannte DorfDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Ruddecken wurde 1874 in den Amtsbezirk SommerauRolf Jehke, Amtsbezirk Sommerau (heute russisch: Sagorskoje) eingegliedert, der bis 1945 bestand und bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.
In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Es erhielt 1947 die russische Bezeichnung „Rudakowo“ und wurde gleichzeitig in den Dorfsowjet Schilinski selski Sowet im Rajon Sowetsk eingeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2016 gehörte Rudakowo zur Landgemeinde Schilinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Neman.
Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 369 1933 377 1939 367 2002 130 2010 100
Kirche Ruddecken war mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Szillen eingepfarrt. Sie war Teil der Diözese Ragnit im Kirchenkreis Tilsit-Ragnit innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Rudakowo im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Sabrodino (Lesgewangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen), die zur Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.
Weblinks Rudakowo bei bankgorodov.ru Rudakowo bei prussia39.ru
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rajon Neman Kategorie:Ort im Munizipalkreis Neman