Hilmar Friedrich Anton Graf vom Hagen (* 16. Mai 1835 in Pohlschildern bei Liegnitz;Der Geburtsort ist nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Laut Gotha (GGT) von 1938 und 1941 war der Geburtsort der Herrensitz Pohlschildern, im Besitz der Gräfin Elisabeth von Hardenberg, der Großmutter vom Hagens. Im Corpsalbum der Borussia zu Bonn von 1928 wird der Geburtsort Möckern angegeben; † 12. Juni 1900 in Möckern) war ein preußischer Rittergutsbesitzer, Hofbeamter und Parlamentarier.

Leben mini|hochkant|Herrenhaus Pohlschildern, im Besitz der Gräfin Elisabeth von Hardenberg, der Großmutter vom Hagens. mini|hochkant|Schloss Möckern um 1864/65, Sammlung Alexander Duncker. Hilmar vom Hagen wurde geboren als Sohn des Adelbert Graf vom Hagen (1798–1876), Fideikommissherr auf Möckern, königlicher Kammerherr und Erbschenk, und dessen erster Ehefrau der Eveline geb. Gräfin von Hardenberg. Er studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. 1855 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Verlag der Academischen Monatshefte, Druck Verlagsanstalt Carl Gerber GmbH München, Starnberg 1910, 19/347. 1859 überließ ihm sein Vater das Rittergut Niedergebra und den Burgsitz zu Bleicherode. Als Hauptmann und Regierungsreferendar a. D. war er Fideikommissherr auf Schloss Möckern und Herr auf Deuna. Vom Hagen war Hofmeister und Erbschenk im Herzogtum Magdeburg sowie Königlich preußischer Kammerherr und Hofmarschall. 1868–1870 gehörte er für die Konservative Partei dem Preußischen Abgeordnetenhaus an. 1897–1900 saß er im Preußischen Herrenhaus.BBAW (Hrsg.): Acta Borussica, Band 8/II (1890–1900): (PDF-Datei; 2,19 MB) S. 538. Er war Rechtsritter des Johanniterordens.Johanniterorden (Hrsg.): Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. 1898. Julius Sittenfeld, Berlin 1898, S. 17. (Digitalisat)

Familie Hilmar vom Hagen heiratete am 26. Februar 1867 Martha von der Schulenburg (1845–1925).Marienkirche Salzwedel, 1867, S. 3/4. In: Ancestry.com. Saxony, Anhalt, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Dessau und Anhalt-Köthen, Deutschland, evangelische Kirchenbücher, 1760–1890 [database on-line] Mit ihr hatte er folgende Kinder: Rüdiger (1868–1947) ⚭ 1899 Erika von Itzenplitz (1872–1906) ⚭ 1909 Marianne Freiin von Finck (1882–1971), Tochter d. Rudolf Karl von Finck u. d. Marianne Freiin Dathe von Burgk Eberhardt (1869–1936) ⚭ 1922 Edelgarde Edle Herrin und Freiin von Plotho (* 1892) Klara (* 1870) ⚭ 1896 Karl von Mutius (* 1917) Aga (Augusta) (1872–1949), Malerin, Autorin Sittich (* 1876) ⚭ 1907 Adele Freiin von Burgk (* 1883) Die Söhne wurden sämtlich mit Grundbesitz ausgestattet.

Siehe auch Hagen (thüringisches Adelsgeschlecht)

Literatur Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Selbstverlag, Düsseldorf 1902, S. 146. Gustav Gotthilf Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Selbstverlag, Druck Wailandt AG, Aschaffenburg 1928, S. 139. Digitalisat mit Bildporträt Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 115, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 238–239. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Walter von Hueck, u. a.: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1958. Band III, Band 18 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1958, , S. 185–187.

Anmerkungen

Einzelnachweise

Hilmar Kategorie:Wirtschaftsjurist Kategorie:Hofmeister Kategorie:Kammerherr (Preußen) Kategorie:Hofmarschall Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Titulargraf Kategorie:Rechtsritter (Johanniterorden) Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Sachsen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1835 Kategorie:Gestorben 1900 Kategorie:Mann