mini|alt=Liliane Amuat sitzt vor dem Münchner Werkstattkino, 2021|Liliane Amuat vor dem Münchner Werkstattkino (2021)
Esmée Liliane Amuat (geboren am 7. März 1989 in Zürich) ist eine Schweizer Film- und Theaterschauspielerin.
Leben Geboren 1989 in Zürich, studierte Liliane Amuat von 2008 bis 2012 am Max Reinhardt Seminar in Wien Schauspiel., abgerufen am 15. Februar 2025 Schon während ihres Studiums trat sie am Schauspielhaus Zürich und bei den Wiener Festwochen auf. Von 2011 bis 2015 gehörte sie dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an. 2014 wurde sie mit dem Preis «Junge Talente» ausgezeichnet. Von 2015 bis 2019 war sie Ensemblemitglied am Theater Basel. 2019 wechselte sie ans Residenztheater in München.
Für ihre Hauptrolle im Kinofilm Skizzen von Lou wurde sie für den Schweizer Filmpreis 2017 als «Beste Darstellerin» und als «Beste Nachwuchsschauspielerin» beim Max Ophüls Filmfestival nominiert, außerdem erhielt sie 2017 den Schweizer Fernsehfilmpreis für Lotto von Micha Lewinsky. Liliane Amuat arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Luc Bondy, Katie Mitchell, Bastian Kraft, David Bösch und Simon Stone, mit dessen Inszenierungen sie 2016 und 2017 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. 2020 wurde sie mit dem Kurt-Meisel-Förderpreis ausgezeichnet.
Neben Henriette Confurius spielte sie eine der beiden Hauptrollen in Das Mädchen und die Spinne (Regie Ramon Zürcher, Silvan Zürcher), der bei der Berlinale 2021 mit dem Preis für die Beste Regie (Sektion Encounters) sowie dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet wurde und u. a. beim Filmfestival New York und in Toronto lief.
Theater (Auswahl) Burgtheater Wien 2011 Helena (Chor gefallener griechischer Frauen). Von Euripides in der Übersetzung von Peter Handke. Inszenierung: Luc Bondy Theater in der Josefstadt 2012 Frühlings Erwachen (als Wendla). Von Frank Wedekind, Inszenierung: Stephanie Mohr
Akademietheater Wien 2013 Gespenster (als Regine Engstrand). Von Henrik Ibsen, Inszenierung: David Bösch
Kasino am Schwarzenbergplatz 2014 Wunschloses Unglück (als Tochter). Von Peter Handke. Inszenierung: Katie Mitchell
Wiener Festwochen 2015 John Gabriel Borkman (als Frieda). Von Henrik Ibsen. Inszenierung: Simon Stone
Theater Basel 2015: Kinder der Sonne (als Fima, Dienstmädchen). Von Maxim Gorki. Inszenierung: Nora Schlocker 2015: Schlafgänger (Ensemble). Nach dem Roman von Dorothee Elmiger. Inszenierung: Julia Hölscher 2015: Das Sparschwein (als Blanche). Von Eugène Labiche. Inszenierung: Martin Laberenz 2016 Der Menschen Feind (als Celimène). Von Molière, Inszenierung: Claudia Bauer 2016: Urfaust (als Liesgen / Lustiger Gesell in Auerbachs Keller). Von Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Nora Schlocker 2017 Drei Schwestern (als Irina). Von Anton Tschechow, Inszenierung: Simon Stone 2017: Klub Roter Oktober – Revolution in St. Tropez. Stück für die linke Hand (als Mime – Revolving Doors 1). Von Kevin Rittberger. Inszenierung: Kevin Rittberger 2017: Klub Roter Oktober – Teffi und Zwetajewa. Lesung nach Nadeschda Alexandrowna Lochwizkaja (alias Nadeschda Alexandrowna Teffi) und Marina Iwanowna Zwetajewa 2017: Klub Roter Oktober – Was tun? Ein Lesezirkel nach Lenin. Inszenierung: Timon Jansen 2017: Klub Roter Oktober – Die Romantiker. Lesung nach Nâzım Hikmet. Inszenierung: Mizgin Bilmen 2017: Idomeneus (Ensemble). Von Roland Schimmelpfennig. Inszenierung: Miloš Lolić 2018: Die schwarze Spinne (als Schöne, etwas blasse Frau / Frau). Nach der Novelle von Jeremias Gotthelf. Inszenierung: Tilmann Köhler 2018: Othello X (als Desdemona). Von Nuran David Calis nach William Shakespeare. Inszenierung: Nuran David Calis 2019: Yerma (als Maria). Von Federico García Lorca. Inszenierung: Mateja Koležnik
Residenztheater München 2019: Lulu (als Lulu). Von Frank Wedekind. Inszenierung: Bastian Kraft 2019: Drei Schwestern (als Irina). Nach Anton Pawlowitsch Tschechow. Inszenierung; Simon Stone (Übernahme der Uraufführungsinszenierung vom Theater Basel) 2020: Dantons Tod (als Lucile, Gattin des Camille Desmoulins). Nach Georg Büchner. Inszenierung: Sebastian Baumgarten 2021: Unsere Zeit (als Julia). Von Simon Stone nach Motiven von Ödön von Horváth (Uraufführung/Auftragswerk). Inszenierung: Simon Stone 2021 Die Träume der Abwesenden (als Lea, Tochter von Simon und Ada). Von Judith Herzberg, Inszenierung: Stephan Kimmig 2022: Das Käthchen von Heilbronn (als Gottschalk, sein Knecht / Ulrike von Kleist). Nach Heinrich von Kleist. Inszenierung: Elsa-Sophie Jach 2022: Spiel des Lebens – Die Kareno-Trilogie: «An des Reiches Pforten» – «Spiel des Lebens» – «Abendröte» (als Teresita). Nach Knut Hamsun. Inszenierung: Stephan Kimmig 2022 Der Drang (als Mitzi). Von Franz Xaver Kroetz, Inszenierung: Lydia Steier 2023: Erfolg (als Johanna Krain/Amalia Sandhuber). Nach dem Roman von Lion Feuchtwanger – bearbeitet von Barbara Sommer und Stefan Bachmann. Inszenierung: Stefan Bachmann 2023: BuddenbrooksBuddenbrooks (als Antonie Buddenbrook). Nach dem Roman von Thomas Mann. Inszenierung: Bastian Kraft 2023: Agamemnon (als Kassandra/Chor). Von Aischylos. Inszenierung: Ulrich Rasche. Kooperation von Residenztheater München und Athen- und Epidaurus-Festival (AEF) 2024: Eine Zierde für den Verein – Vom Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen (als Frieda). Nach dem Roman von Marieluise Fleißer (für die Bühne bearbeitet von Elsa-Sophie Jach und Constanze Kargl). Inszenierung: Elsa-Sophie Jach 2024 Julia und Romeo – Shakespeare für Kinder (als Julia). Inszenierung Demjan Duran 2025: Das Gelobte Land (als Kat). Von Asiimwe Deborah Kawe, Inszenierung: Jakab Tarnóczi 2025: Pippi Langstrumpf (als Pippi). Von Astrid Lindgren für die Bühne bearbeitet von Christian Schönfelder. Inszenierung: Daniela Kranz 2026: Marat / Sade – Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade (als Charlotte Corday). Von Peter Weiss. Inszenierung: Claudia Bossard 2026: Die Dreigroschenoper (als Lucy, Tochter des obersten Londoner Polizeichefs Brown). Von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik) unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann. Inszenierung: Philipp Stölzl
Filmografie (Auswahl) 2012: SOKO Donau – Erbschuld (Fernsehserie) 2013: Achtung, fertig, WK! 2014: Miss Sixty 2015: Gruber geht 2016: Der Frosch (Regie: Jann Preuss) 2017: Lotto (Regie und Drehbuch: Micha Lewinsky) 2017: Drei Schwestern (als Irina). Nach Anton Pawlowitsch Tschechow. Inszenierung: Simon Stone (3sat-Fernsehaufzeichnung der Uraufführungsinszenierung vom Theater Basel) 2018: Dene wos guet geit 2020: Der Alte – Toxische Verbindung (Fernsehreihe) 2021: Das Mädchen und die Spinne 2021: Missed call (Regie: Inez Körnich) 2022: Mære 2023: Südsee. Regie: Henrika Kull 2023: Die Mittagsfrau 2025: Spuren (Miniserie) 2025: Tatort: Das Verlangen 2026: Polizeiruf 110: Ablass
Auszeichnungen 2011: Junge Talente für LoftJunge Talente 2011 2017: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit Ensemble für Drei Schwestern (Theater Basel) 2017: Einladung zum Schweizer Theatertreffen mit Ensemble für Drei Schwestern (Theater Basel) 2017: Stück des Jahres (Theater heute) mit Ensemble für Drei Schwestern (Theater Basel) 2017: Nominierung für Nestroy-Theaterpreis für Drei Schwestern (Theater Basel) als beste Aufführung im deutschsprachigen Raum 2017: Schweizer Fernsehfilmpreis als beste Nebendarstellerin in Lotto, Schweiz am Sonntag, 8. Januar 2017. 2017: Nominierung als beste Nachwuchsschauspielerin beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2017: Nominierung als beste Darstellerin Schweizer Filmpreis für Skizzen von Lou 2020: AZ Stern für Lulu 2020: Kurt-Meisel-Preis, Förderpreis 2021: Bayerischer Kunstförderpreis, Sparte „Darstellende Kunst“
Weblinks
Liliane Amuat bei der Agentur Schneider Berlin Liliane Amuat beim Residenztheater München
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Burgschauspieler Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Frau