Der DFB-Pokal 2015/16 war die 73. Austragung des Fußballpokalwettbewerbs der Männer. Das Finale fand am 21. Mai 2016 statt und wurde, wie seit 1985 üblich, im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Pokalsieger wurde der FC Bayern München mit einem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund.

Der DFB-Pokalsieger hätte das Startrecht in der Gruppenphase zur UEFA Europa League 2016/17 erhalten. Da der FC Bayern bereits über die Bundesliga für die UEFA Champions League qualifiziert waren, rückte der Sechste der Bundesliga-Abschlusstabelle, der 1. FSV Mainz 05, von der Qualifikation in die Gruppenphase und der Siebte, Hertha BSC, erhielt als zusätzlicher Teilnehmer den freien Platz in der Qualifikation.

Wie in den Vorjahren durfte pro Verein oder Kapitalgesellschaft jeweils nur eine Mannschaft an den Spielen um den DFB-Vereinspokal teilnehmen.

Teilnehmende Mannschaften

Für die erste Runde waren 64 Mannschaften sportlich qualifiziert:

Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2014/15 2. Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2014/15 3. Ligadie 4 Bestplatzierten der Saison 2014/15 20px  FC Bayern München 20px  VfL Wolfsburg (TV) 20px  Borussia Mönchengladbach 20px  Bayer 04 Leverkusen 20px  FC Augsburg 20px  FC Schalke 04 20px  Borussia Dortmund 20px  TSG 1899 Hoffenheim 20px  Eintracht Frankfurt 20px  Werder Bremen 20px  1. FSV Mainz 05 20px  1. FC Köln 20px  Hannover 96 20px  VfB Stuttgart 20px  Hertha BSC 20px  Hamburger SV 20px  SC Freiburg (II) 20px  SC Paderborn 07 (II) 20px  FC Ingolstadt 04 (I) 20px  SV Darmstadt 98 (I) 20px  Karlsruher SC 20px  1. FC Kaiserslautern 20px  RB Leipzig 20px  Eintracht Braunschweig 20px  1. FC Union Berlin 20px  1. FC Heidenheim 20px  1. FC Nürnberg 20px  Fortuna Düsseldorf 20px  VfL Bochum 20px  SV Sandhausen 20px  FSV Frankfurt 20px  SpVgg Greuther Fürth 20px|Vereinsemblem des FC St. Pauli  FC St. Pauli 20px  TSV 1860 München 20px  FC Erzgebirge Aue (III) 20px  VfR Aalen (III) 20px  Arminia Bielefeld (II) 20px  MSV Duisburg (II) 20px  Holstein Kiel 20px  Stuttgarter Kickers Vertreter der Landesverbände24 Vertreter der 21 Landesverbände des DFB, in der Regel die Landespokalsieger der Saison 2014/15 Baden 20px FC Nöttingen (V) Bayern 20px SpVgg Unterhaching (IV) 20px Würzburger Kickers (III) Berlin 20px  BFC Dynamo (IV) Brandenburg 20px  Energie Cottbus (III) Bremen 20px  Bremer SV (V) Hamburg 20px  HSV Barmbek-Uhlenhorst (V) Hessen 20px  KSV Hessen Kassel (IV) Mecklenburg-Vorpommern 20px  Hansa Rostock (III) Mittelrhein 20px  FC Viktoria Köln (IV) Niederrhein 20px  Rot-Weiss Essen (IV) Niedersachsen 20px  VfL Osnabrück (III) 20px  SV Meppen (IV) Rheinland 20px  FSV Salmrohr (V) Saarland 20px  SV Elversberg (IV) Sachsen 20px  Chemnitzer FC (III) Sachsen-Anhalt 20px  Hallescher FC (III) Schleswig-Holstein 20px  VfB Lübeck (IV) Südbaden 22px  Bahlinger SC (IV) Südwest 20px  FK Pirmasens (IV) Thüringen 20px  FC Carl Zeiss Jena (IV) Westfalen 20px  Sportfreunde Lotte (IV) 20px  TuS Erndtebrück (IV) Württemberg 20px  SSV Reutlingen 05 (V) Ligaebene in Klammern: III = 3. Liga • IV = Regionalliga • V = Oberliga

Termine Die Spielrunden wurden an folgenden Terminen ausgetragen: 1. Hauptrunde: 7. bis 10. August 2015 2. Hauptrunde: 27./28. Oktober 2015 Achtelfinale: 15./16. Dezember 2015 Viertelfinale: 9./10. Februar 2016 Halbfinale: 19./20. April 2016 Finale in Berlin: 21. Mai 2016

Übersicht Die jeweils obere Mannschaft besaß Heimrecht.

V Sieg nach VerlängerungE Sieg im ElfmeterschießenA Wertung nach Spielabbruch

1. Hauptrunde Die Auslosung der 1. Hauptrunde fand am 10. Juni in Reutlingen statt.

Die Auslosung wurde in 2 Lostöpfen zu je 32 Mannschaften ausgeführt.

Im 1. Lostopf waren die 18 Bundesligisten der Saison 2014/15 und die besten 14 Vereine der 2. Bundesliga der Saison 2014/15. Im 2. Lostopf landeten die Zweitligisten, die in der Saison 2014/15 die Plätze 15 bis 18 belegten, die 4 Bestplatzierten der 3. Liga der Saison 2014/15 sowie die Vertreter der Landesverbände.

Bei der Auslosung fungierten die Tennisspielerin Andrea Petković als „Losfee“ und der frühere Nationalspieler Karlheinz Förster als Ziehungsleiter. Dabei ergaben sich folgende Begegnungen (in Klammern ist die Ligaebene angegeben, in der der Verein spielt), welche vom 7. bis 10. August 2015 stattfanden:

2. Hauptrunde In der zweiten Hauptrunde wurde wie in der ersten Runde aus einem Amateur- und einem Profitopf gelost. Solange in beiden Töpfen Mannschaften verblieben waren, wurden Begegnungen zwischen je einer Amateur- und Profimannschaft gelost. Anschließend wurden die Mannschaften aus dem verbleibenden Topf unter sich ausgelost.

Die Begegnungen wurden am 14. August von den deutschen Skirennläufer Felix Neureuther ausgelost. Ziehungsleiter war der Präsident des DFB, Wolfgang Niersbach. Dabei ergaben sich folgende Begegnungen, welche am 27. und 28. Oktober 2015 stattfanden:

Achtelfinale Die Spielpaarungen des Achtelfinales wurden am 1. November 2015 in der Sendung Sky90 des Pay-TV-Senders Sky Deutschland ausgelost. Die Lose zog die Sängerin Vanessa Mai, als Ziehungsleiter fungierte der DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock.

Die Spiele fanden am 15. und 16. Dezember 2015 statt.

Viertelfinale Die Spielpaarungen wurden am 16. Dezember 2015 im Rahmen des Sportschau-Clubs (ARD) ausgelost. Ziehungsleiter war der DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock, die Lose zog der DHB-Nationaltorhüter Carsten Lichtlein vom VfL Gummersbach.

Die Spiele fanden am 9. und 10. Februar 2016 statt.

Halbfinale Die Spielpaarungen wurden am 10. Februar 2016 im Anschluss an das Viertelfinalspiel zwischen dem VfL Bochum und dem FC Bayern München ausgelost. Ziehungsleiter waren die DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch und Peter Frymuth, die Lose zog der DHB-Nationaltorhüter Andreas Wolff von der HSG Wetzlar.

Die Spiele fanden am 19. und 20. April 2016 statt.

Finale Das Finale wurde am 21. Mai 2016 im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Siegermannschaft (in Klammern sind die Spiele und Tore angegeben) 1. FC Bayern München 60px|zentriert|Wappen des FC Bayern München Tor: Manuel Neuer (5/–); Sven Ulreich (1/–) Abwehr: Philipp Lahm (6/–); David Alaba (5/–); Jérôme Boateng (4/–); Joshua Kimmich (4/–); Rafinha (4/–); Juan Bernat (3/–); Javi Martínez (3/–); Holger Badstuber (1/–); Medhi Benatia (1/–) Mittelfeld: Arturo Vidal (6/1); Thomas Müller (5/4); Thiago (5/1); Xabi Alonso (4/1); Douglas Costa (4/1); Kingsley Coman (4/–); Arjen Robben (3/–); Mario Götze (2/1); Franck Ribéry (2/–); Sebastian Rode (1/–) Angriff: Robert Lewandowski (6/3) Trainer: Pep Guardiola

* Pierre Emile Højbjerg (1/–), Dante (1/–) und Jan Kirchhoff (1/–) verließen den Verein während der Saison.

Prämien aus den TV- und Vermarktungserlösen Jede der an einer der Runden teilnehmenden Mannschaften erhielt eine Prämie aus den TV-Geldern und aus der zentralen Werbevermarktung durch den DFB. Es wurden insgesamt ca. 50 Millionen Euro an die 64 Teilnehmer des Wettbewerbes ausgeschüttet. Für das Tragen der Ärmelwerbung erhielt jeder Teilnehmer laut den Durchführungsbestimmungen zum DFB-Vereinspokal der Herren jeweils 10.000 Euro pro Spiel und Runde.

Erreichte Runde Prämie pro Mannschaft Prämien aufsummiert 1. Hauptrunde 140.000 € 2. Hauptrunde 268.000 € 408.000 € Achtelfinale 527.000 € 935.000 € Viertelfinale 1.041.000 € 1.976.000 € Halbfinale 2.073.000 € 4.049.000 € Finale 2.500.000 € 6.549.000 € Pokalsieg 1.000.000 € 7.549.000 €

Beste Torschützen Nachfolgend sind die besten Torschützen des DFB-Pokals 2015/16 aufgeführt.Beste Torschützen 2015/16 des DFB-Pokals auf kicker.de Sortiert wird nach Anzahl der Treffer, bei gleicher Trefferzahl alphabetisch.

Rang Spieler Verein Tore 1 Borussia Dortmund 5 2 Bayer 04 Leverkusen 4 FC Bayern München 4 SC Freiburg 4 Borussia Mönchengladbach 4 6 Borussia Dortmund 3 Borussia Dortmund 3 SpVgg Unterhaching 3 Hertha BSC 3 Bayer 04 Leverkusen 3 FC Bayern München 3 1. FC Köln 3 SSV Reutlingen 05 3 VfL Bochum 3 Werder Bremen 3 hochkant|mini|Henrich Mchitarjan 2017 im Trikot von Manchester United

Einzelnachweise

#201516 Kategorie:Fußballsaison 2015/16