The Cruise ist ein mehrteiliges Kriminalhörspiel, das in den Jahren 2014 und 2015 vom Westdeutschen Rundfunk produziert und erstmals von dessen Jugendsender 1LIVE ausgestrahlt wurde. Regie führte Stuart Kummer, der gemeinsam mit Edgar Linscheid auch das Drehbuch schrieb.. Website von 1LIVE (WDR), abgerufen am 3. Oktober 2015. Im Juni 2016 wurden beide Staffeln des Hörspiels auf CD veröffentlicht.FOLGENREICH | Ahoi! Die Mystery-Thriller-Hörspielserie "The Cruise" legt ab | News. Universal Music, abgerufen am 23. Juli 2016.

Handlung Staffel 1 Teil 1 Der russische Geschäftsmann Aleksei Potjomkin schifft sich mit seinem Assistenten Grigorij Orlow und seiner Geliebten Katja auf der „Princess of Wales“ ein. Sie ist das größte und luxuriöseste Kreuzfahrtschiff der Welt und kann 3000 Passagiere und 1500 Besatzungsmitglieder aufnehmen.1LIVE Krimi – The Cruise: Inhalt und Charaktere. Website von 1LIVE (WDR), abgerufen am 17. Mai 2014. Ebenfalls an Bord ist der junge Joshua Cohen, der nach Israel reisen und dort die Asche seiner Mutter beerdigen will. Nachdem er beim Einchecken feststellen musste, dass ihm die nicht existente Kabine 1912 zugewiesen wurde, wird er plötzlich von mysteriösen Stahlwänden umschlossen. Eine Computerstimme verkündet daraufhin den Beginn von „Phase Null“. Der Kapitän bezeichnet die Stahlwände als Teil eines neuen Sicherheitssystems, das auf der „Princess of Wales“ erstmals eingebaut worden sei. Als Entschädigung wird Cohen zum Captain’s Dinner eingeladen, da für ihn außerdem nur noch eine Crewkabine ohne Fenster frei ist.

Beim Captain’s Dinner trifft er den kurzfristig eingesprungenen Entertainer John Bounty, das frisch vermählte Ehepaar Amber und David Harland, den undurchsichtigen französischen Pater LePort sowie den schwedischen Archäologen Prof. Carl Anders Erikson mit seiner Tochter Linda. Außerdem erklärt die mysteriöse Computerstimme den Beginn von „Phase Eins“.

In einem vorherigen Gespräch dieser beiden mit dem ersten Offizier Christian Fletcher wurde bereits ersichtlich, dass sie Kisten mit archäologischen Fundstücken an Bord transportieren. Über den Inhalt der Kisten, 500 Totenschädel, lassen sie Fletcher jedoch im Unklaren.

Während des Abendessens stellt sich heraus, dass Pater LePort zuvor in der mexikanischen Stadt Texcoco war. Auf Nachfrage der Eriksons, die ebenfalls auf dem Rückweg von Texcoco sind, will er jedoch nicht sagen, weshalb er dort war. Plötzlich verschwindet er spurlos während eines Stromausfalls.

Später sitzt Professor Erikson mit David Harland an der Bar, als dessen Frau mit ihm unter vier Augen sprechen will. Sie informiert ihn, dass die beiden nicht allein seien und nennt ihn dabei Tom.

Am nächsten Morgen begegnet Linda Erikson auf der Suche nach ihrem verschwundenen Vater denselben Stahlwänden, auf die Joshua Cohen bereits gestoßen ist – abermals ertönt die merkwürdige Stimme, die diesmal „Phase Zwei“ ankündigt.

Beim gemeinsamen Frühstück erfährt Linda, dass auch andere Passagiere, verschiedene Besatzungsmitglieder und der Kapitän vermisst werden. Der erste Offizier behauptet außerdem, dass einige Teile des Schiffes durch die Stahlwände gesperrt seien und man diese derzeit nicht öffnen könne.

In Abwesenheit des Kapitäns übernimmt Fletcher das Kommando über das Schiff und macht sich mit David Harland auf den Weg, um die Gänge nach vermissten Passagieren abzulaufen. Hierbei erfährt Harland, dass Fletcher ohne Wissen der anderen Passagiere eine Anzahl Chinesen in der Wäscherei beschäftigt, deren Englisch sprechender Anführer Zheng He behauptet, hinter einer der Stahlwände Schreie und seltsame Geräusche gehört zu haben.

Als die beiden der Sache auf den Grund gehen wollen, stoßen sie auf einen aufgeschlitzten Hund, dem mehrere Organe entnommen wurden und in dessen Maul ein Diktaphon steckt.

Unterdessen behauptet der angebliche Stuntman Rusty gegenüber Linda Erikson, dass er einen Plan zum Öffnen der Stahlwände habe. Dabei benötige er ihre Hilfe. Linda geht mit und folgt Rusty auf den Balkon einer leeren Passagierkabine. Rusty, der sein Geld mit Videos von gefährlichen Kletteraktionen verdient, will an der Außenwand des Schiffes zur Brücke hochklettern und von dort die Stahlwände öffnen. Linda soll ihn dabei filmen. Doch als Rusty etwa die Hälfte der Strecke geschafft hat und auf einem Balkon steht, öffnet sich dort plötzlich die Tür und Rusty wird in die dahinter befindliche Kabine gezerrt. Linda nimmt alles auf und geht anschließend in den Speisesaal, um den mittlerweile wieder eingetroffenen Christian Fletcher um Hilfe zu bitten.

Bevor dieser jedoch etwas unternehmen kann, taucht Pater LePort auf und behauptet, Amber Harland eine Nachricht überbringen zu müssen. Diese schlägt vor, sich etwas von den anderen Passagieren zu entfernen und bekommt von ihrem Mann zugeraunt, dass LePort bewaffnet sei. Statt auf Amber Harland schießt LePort jedoch auf den ersten Offizier und flieht.

Die Harlands verfolgen ihn und geben sich als die CIA-Agenten Tom Cleary und Emma Scott zu erkennen. LePort verschanzt sich in einem Raum, den die Agenten nach kurzen Verhandlungen betreten. In der darauffolgenden Schießerei sterben Amber Harland alias Emma Scott und der vermeintliche Franzose LePort, der plötzlich ohne Akzent spricht und Tom Cleary kurz vor seinem Tod eine Kassette übergibt. Deren Inhalt sei die Antwort auf Clearys Fragen. Cleary legt die Kassette ins Diktaphon, woraufhin die weibliche Stimme, die bereits in mehreren Werbespots der Reederei zu hören war, sagt: „Willkommen auf der Princess of Wales. Willkommen in der Hölle.“

Teil 2 Im Speisesaal beginnen Joshua, Bounty und Linda mit der notdürftigen Versorgung des verletzten Fletchers. Die erblindete Krankenschwester Becky bietet ihre Hilfe an; und tatsächlich gelingt es Linda, unter Beckys Führung die Pistolenkugel aus Fletchers Körper zu entfernen. Nachdem dies erledigt ist, taucht Tom Cleary alias David Harland wieder auf und berichtet von den Ereignissen in der Küche. Hierbei gibt er sich als CIA-Agent zu erkennen, weiß jedoch angeblich nicht genau, weshalb er und seine Kollegin an Bord gehen sollten. Joshua glaubt ihm dies nicht und vermutet die CIA als Drahtzieher der merkwürdigen Geschehnisse, weshalb er einen Vergleich mit dem Philadelphia-Experiment zieht. Cleary streitet dies jedoch ab und leugnet die Existenz dieses Experiments; ehe er sich mit Linda zur Küche aufmacht, um die Leichen von dort ins Kühlhaus zu bringen.

Als sie dieses betreten, entdecken sie, dass der Boden mit Blut bedeckt ist. An einem Fleischerhaken wurde außerdem ein gehäuteter Mann aufgehängt. Bounty lässt sich von Joshua inzwischen das Philadelphia-Experiment erklären, bei dem es sich angeblich um zwei Experimente mit einer neuen Tarntechnologie handelte, die während des Zweiten Weltkriegs auf der USS Eltrige durchgeführt worden seien. Zunächst sei das Schiff nur für einige Sekunden aus dem Hafen von Philadelphia verschwunden und 500 Seemeilen entfernt wieder aufgetaucht. Beim zweiten Experiment sei das Schiff jedoch für rund 15 Minuten auf hoher See verschwunden, bei seiner Rückkehr wären Teile der Besatzung verschwunden gewesen und nie wieder aufgetaucht – so, wie jetzt auf der Princess of Wales. Cleary spielt Linda in der Zwischenzeit mithilfe des Diktaphons die Kassette vor, die LePort ihm gegeben hatte. Darauf ist die Aufforderung zu hören, entweder die Braut der Göttermutter Teteoinnan oder das Kind dem Regengott Tlaloc zu opfern. Linda erkennt, dass sowohl die Götter als auch die Opferrituale aztekischen Ursprungs sind – ebenso wie die Häutung, die angeblich typisch für solche Rituale sei.

Während des Abendessens hören Cleary und Bounty eine Person in der Küche, welche sich als Grigorij Orlow entpuppt. Dieser erzählt, dass er mit seinem Arbeitgeber in der Admiral Suite wohne, sämtliche anderen Kabinen der oberen Decks aber bereits erfolglos nach weiteren Passagieren abgesucht habe. Cleary bittet vergebens um ein Gespräch mit Orlows Chef, dem russischen Geschäftsmann Alexej Potjomkin. Stattdessen wolle dieser jedoch mit Joshua Cohen sprechen, welcher nach kurzer Diskussion einwilligt und Orlow in die Admiral Suite begleitet. Dort stellt sich heraus, dass Potjomkin an Bord einen Algorithmus kaufen möchte, der mit dessen Überprüfung beauftragte Spezialist jedoch in der letzten Nacht verschwunden ist und Joshua ihn ersetzen soll. Potjomkin behauptet, ausführliche Informationen über sämtliche Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord der Princess of Wales zu besitzen – beispielsweise kann er auf Nachfrage Joshuas Lebensgeschichte erzählen. Außerdem bietet er ihm als Belohnung für seine Hilfe an, ihn am nächsten Tag von Bord fliegen zu lassen. Das Angebot, in Potjomkins Kabine zu übernachten, lehnt Joshua jedoch ab. Potjomkin gibt außerdem zu, durchaus in der Lage zu sein, die Ereignisse an Bord zu veranlassen. Er selbst sei jedoch nicht der Böse, vielmehr sei z. B. Cleary an Bord gekommen, um ihn (Potjomkin) zu töten; außerdem sei Professor Erikson kein harmloser Archäologe und habe gefährliche Dinge mit an Bord gebracht. Nachdem Joshua die Kabine verlassen hat, fordert Potjomkin seinen Handlanger auf, die anderen Passagiere zu beobachten. Katja scheint außerdem Angst vor Potjomkin zu haben, kann von Orlow jedoch nicht vor ihm beschützt werden.

Im Speisesaal taucht unterdessen der Anführer der Chinesen auf und berichtet von einem Dämon, der durch das Schiff laufe und merkwürdige Laute von sich gebe. Diese werden von Linda als aztekisch für „Ein Kind weint“ identifiziert, woraufhin Cleary und sie sich auf die Suche machen wollen. Dann fällt jedoch abermals der Strom aus, wodurch sich Becky erneut als große Hilfe erweist: da sie sich in der Dunkelheit bestens auskenne, könne sie die anderen durchs Schiff führen. Unterwegs begegnen sie Joshua und wollen sich schon wieder auf den Rückweg machen, als sich plötzlich der vermeintliche Dämon nähert. Lindas Versuch, ihn auf aztekisch anzusprechen, schlägt fehl und sie geht zu Boden. Cleary will die Person erschießen, wird jedoch von Becky daran gehindert, da diese anhand der Stimme Rusty in dem „Dämon“ wiedererkennt. Tatsächlich kann sie Rusty in der Folge beruhigen. Anschließend rekonstruieren Linda und Cleary mit Fletcher die Ereignisse: nachdem, so die Theorie, Rusty in die Kabine gezerrt wurde, hat man ihn unter Drogen gesetzt und ihm aztekisch beigebracht, um ihn anschließend in die Haut des Mannes aus dem Kühlhaus einzunähen. Auch dabei handelt es sich laut Linda um ein aztekisches Opferritual, diesmal zu Ehren des Fruchtbarkeitsgottes Xipe Totec. Den Toten im Kühlhaus bezeichnet Cohen als den verschwundenen Jimmy Colombo, da in dessen Biografie dieselbe Tätowierung zu sehen sei wie bei dem Toten. Abermals darf Linda ihr medizinisches Geschick unter Beweis stellen, als sie mit Fletchers Taschenmesser Rusty aus dessen zweiter Haut befreit. Rusty gibt gegenüber Cleary an, dass Professor Erikson ihn in die Haut eingenäht habe. Linda verteidigt ihren Vater und behauptet, dass dieser nichts mit den Geschehnissen zu tun habe.