Die Alseversche Lösung ist eine Lösung, die die Verklumpung von Blutzellen mindert.J. B. Alsever, R. B. Ainslie: A new method for the preparation of dilute blood plasma and the operation of a complete transfusion service. In: NY State J. Med. 41, 1941, S. 126–131.
Eigenschaften Ein Liter Alseversche Lösung enthält 20,5 g Dextrose, 8 g Natriumcitrat, 0,55 g Citronensäure und 4,2 g Kochsalz, gelegentlich auch Inosin oder die Antibiotika Neomycin und Chloramphenicol.E. D. Green, B. R. Curtis, P. D. Issitt, N. S. Gutgsell, D. Roelcke, R. P. Farrar, H. Chaplin: Inhibition of an anti-Pr1d cold agglutinin by citrate present in commercial red cell preservative solutions. In: Transfusion. Band 30, Nummer 3, Mar-Apr 1990, S. 267–270, PMID 2316003. Der Citronensäure-basierte Puffer bindet in wässrigen Lösungen mit dem Citrat-Anion als Chelator zweiwertige Kationen, insbesondere Calciumionen. Mit Alseverscher Lösung können Vollblutproben bis zu zehn Wochen bei 4 °C gelagert werden. Eine Alseversche Lösung mit Blutzellen ähnelt vom Prinzip dem Citratblut.
Anwendungen Die Alseversche Lösung wird unter anderem in vitro zur Untersuchung der entzündungshemmenden Wirkung von möglichen Wirkstoffen und zur Stabilisierung von Blutproben verwendet.R. Gandhisan, A. Thamaraichelvan, S. Baburaj: Antiinflammatory action of Lannea coromandelica HRBC membrane stabilization. In: Fitotherapia. 62, 1991, S. 82–83.
Geschichte Die erste isotonische Lösung war die Ringerlösung von Sydney Ringer, die zur Aufbewahrung von lebenden Herzmuskelzellen aus Amphibien verwendet wurde. Tyrode entwickelte anschließend die Tyrode-Lösung, die für die meisten Zelltypen von Säugern verwendet werden konnte. Die Alseversche Lösung wurde 1941 von John Bellows Alsever und Kollegen entwickelt.
Einzelnachweise
Kategorie:Zellkulturreagenz Kategorie:Immunologie Kategorie:Pharmakologie Kategorie:Puffer (Chemie)