mini|hochkant|Esther Sedlaczek, Moderatorin seit 2022 mini|hochkant|Jörg Pilawa, Moderator von 2014 bis 2022

Quizduell ist eine Quizsendung der ARD. Sie basiert auf der gleichnamigen App und wurde in der klassischen Variante, in der zwei Studiokandidaten gegen die App-Nutzer (vertreten durch einen im Studio anwesenden Teamkapitän) spielten, vom 12. Mai 2014 bis zum 13. Juni 2019 alternierend zu den Quizsendungen Wer weiß denn sowas? und Gefragt – Gejagt werktags um 18 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Seit Oktober 2015 wird die Variante Quizduell-Olymp gezeigt, in der an die Stelle der App-Nutzer ein Team aus drei Quizexperten tritt.

Moderiert wird das Quizduell seit dem 26. August 2022 von Esther Sedlaczek. Zuvor führte Jörg Pilawa acht Jahre durch die Sendung.

Spielprinzip Variante „Quizduell-Olymp“ Bereits am Ende der dritten Staffel wurde das Spielprinzip Quizduell-Olymp getestet und von Mai bis September 2016 regelmäßig freitags um 18:50 Uhr ausgestrahlt. In der vierten Staffel wurde ebenfalls eine Woche vom Quizduell-Olymp besetzt. Anders als das klassische Quizduell wird diese Variante nicht live ausgestrahlt, sondern vorher aufgezeichnet. Dabei tritt ein Prominenten-Duo im Studio gegen drei Experten – den Olymp – an, die das „Team Deutschland“ ersetzen.

Auch die Regeln dieser Spielvariante sind modifiziert: Es wird um die feste Gewinnsumme von 10.000 Euro gespielt.

In der Hauptrunde dürfen bei der Kategoriewahl die Experten des Olymps jeweils eine gewünschte Kategorie auswählen, die Promiduos entscheiden jedoch, gegen wen sie spielen wollen. Die Prominenten müssen dann im Wechsel eine der beiden verbliebenen Kategorien wählen, mit der sie gegen den jeweiligen Experten des Olymps antreten wollen. Zunächst beantwortet der „Olympionike“ die Frage, anschließend das Promiduo. Erzielt das Promiduo in einem Duell mehr Punkte als der Spieler des Olymps, erhält es einen Bonus von 1.000 Euro, der garantiert für einen guten Zweck gespendet wird, auch wenn das Promiduo insgesamt verliert. So werden gegen jeden Experten zwei Runden gespielt, sodass alle 18 Fragen gespielt werden.

Abschließend wird das Finale gespielt. Hier treten die Prominenten gegen einen ausgelosten „Olympioniken“ an. Jeder erhält so viele Fragen, wie sein Team vorher richtig beantwortet hat. Der Kandidat mit der niedrigeren Fragenanzahl beginnt. Wer im Finale die meisten Fragen richtig beantwortet hat, gewinnt das Geld. Im Fall eines Gleichstands entscheidet eine Stichfrage. Die Prominenten spenden ihren Gewinn für einen guten Zweck. Wenn der Olymp siegt, wird die Gewinnsumme auf 20 ausgeloste App-Spieler verteilt.

Klassische Variante

Ursprünglicher Modus (Staffel 1 bis 3) Anfänglich wurde nach dem klassischen Modus gespielt. Dabei traten vier Kandidaten im Studio gegen die Nutzer der Smartphone-App (das sogenannte Team Deutschland) an. Im Unterschied dazu traten bei der regelmäßigen Ausstrahlung seit Februar 2015 nur noch zwei Studiokandidaten gegen die App-Nutzer an.DWDL.de: "Quizduell" kehrt mit überarbeitetem Konzept zurück Das siegreiche Team gewinnt einen Geldpreis. Wegen technischer Probleme wurde das Team Deutschland in den ersten sieben Folgen durch das Studiopublikum ersetzt. Im Dezember 2014 gab die ARD bekannt, dass die App für die kommende Ausstrahlung neu programmiert wurde, um die technischen Probleme zu beseitigen.

Späterer Modus (Staffel 4 bis 6) Seit der Staffel 4 maßen sich die Kandidaten in der Hauptrunde mit dem Team Deutschland, bestehend aus App-Nutzern, die sich für die Sendung haben registrieren lassen.

Zu Beginn des Spiels wählten die Kontrahenten die Kategorien in den ersten vier Runden abwechselnd aus jeweils drei Vorschlägen. In der fünften Runde wurde eine Kategorie vorgegeben. Zusätzlich zu den aus der App bekannten Themengebieten hatte der NDR das Thema „Tagesschau“ mit tagesaktuellen Fragen hinzugefügt. Später folgten die Kategorien „Die 70er“, „Die 80er“ und „Die 90er“. In der dritten Staffel kamen „Adel“, „Mode“, „Aus dem Leben“ und „Deutschland“ hinzu. Seit der sechsten Staffel gibt es zusätzlich die Kategorien „Brisant“ und „Europa“. Mit der siebten Staffel waren die Kategorien „Die 2010er“ und „Naturereignisse“ hinzugekommen. Seit der neunten Staffel wurde die Original-Kategorie „Sport & Freizeit“ in der Fernsehsendung durch die Kategorien „Sportschau“ und „Hobby & Freizeit“ ersetzt, statt „Brisant“ gibt es nun die Kategorie „Klima“.

+ Gewinnbaum Runde Geldwert 1 1000 Euro 2 1000 Euro 3 2000 Euro 4 2000 Euro 5 5000 Euro Die Nutzer der App beantworteten in bis zu 29 Kategorien jeweils drei Fragen. Die Antwortmöglichkeit, die die meisten Nutzer gewählt hatten, galt als Tipp des gesamten Teams. Nach dem Team Deutschland beantworteten das Studioteam und der Teamkapitän dieselben drei Fragen. Anschließend entschied der Teamkapitän final, welche Antwort für Team Deutschland eingeloggt wurde. Das Kandidatenteam konnte in der Hauptrunde zwei Mal einen Joker einsetzen. In diesem Fall wurde für sie automatisch die für diese Frage meistgegebene Antwort des Studiopublikums eingeloggt. Jeder Frage war ein Geldwert zugeordnet. Beantwortete entweder das Kandidatenteam, oder Team Deutschland mit dem Teamkapitän die Frage alleine richtig, erhielt es den vollen Wert in den eigenen Gewinntopf. Beantworteten beide Teams die Frage richtig, wurde der Geldwert geteilt. Fiel die App aufgrund technischer Probleme während der Live-Sendung aus, spielte der Teamkapitän alleine stellvertretend für Team Deutschland die Hauptrunde.

Die Hauptrunde endete nach 15 Fragen. Die Redaktion konnte die Hauptrunde durch ein Timeout-Signal auch vorzeitig beenden.

Im Finale wurde Team Deutschland vom Teamkapitän vertreten, der gegen ein Mitglied des Kandidatenteams um den in der Hauptrunde erspielten Betrag spielte. Beide hatten eine Minute Zeit, maximal neun Fragen richtig zu beantworten. Der führende Kandidat begann. Bei keiner oder einer falschen Antwort stoppte die Zeit und der Gegner hatte das Antwortrecht. Wer als Erster neun Fragen, oder nach Ablauf der Zeit die meisten Fragen richtig beantwortet hatte, gewann das Duell. Im Falle eines Gleichstands entschied eine Stichfrage. Gewann der Teamkapitän für Team Deutschland, wurden 5000 Euro unter zehn ausgelosten App-Spielern aufgeteilt, die restliche Gewinnsumme erhielt der Teamkapitän. Lag die Gewinnsumme bei genau 5000 Euro oder darunter, wurde der komplette Betrag unter den App-Spielern verteilt und der Teamkapitän ging leer aus. Gewann das prominente Kandidatenteam, wurde die von ihm erspielte Gewinnsumme für einen guten Zweck gespendet. Außerdem wurde ein Gast im Studiopublikum ausgelost, der 500 Euro gewann. Die erspielte Gewinnsumme des Verlierers verfiel.

Der Olymp mini|hochkant|Thorsten Zirkel Bei den Quizexperten des Olymps handelt es sich überwiegend um aktuelle oder ehemalige Mitglieder des Deutschen Quiz-Vereins (DQV). Vor allem Thorsten Zirkel hat den DQV regelmäßig mit der deutschen Quiz-Nationalmannschaft bei internationalen Quizturnieren vertreten. Die anderen beiden aktuellen Olympioniken Eckhard Freise und Marie-Louise Finck sind ebenfalls aktive Quizspieler und haben wie Zirkel mehrmals an der Sendung Der Quiz-Champion (ZDF) teilgenommen. Freise wurde zudem bereits im Dezember 2000 als erster Millionengewinner der Fernsehquizshow Wer wird Millionär? (RTL) bekannt und hatte am 4. März 2015 (gemeinsam mit seinem Sohn) seinen ersten Auftritt im Quizduell, wo er gegen das Team Deutschland mit 14:15 Punkten verlor. Auch Zirkel nahm 2006 an Wer wird Millionär? teil und erspielte 16.000 Euro.

Die aktuellen Olympioniken: Thorsten Zirkel, „Das Quiz-Ass“; seit Oktober 2015 Eckhard Freise, „Professor Quiz“; seit Mai 2016 Marie-Louise Finck, „Die Quizkönigin“; seit Februar 2018

Ehemalige Olympioniken: Michael Hartmann; Oktober 2015 Annika Schewe; von Oktober 2015 bis November 2016

Vertretungen: Thomas Kinne, „Der Quizdoktor“; 7. Oktober 2022 (für Thorsten Zirkel) Sebastian Klussmann, „Der Besserwisser“; 14. und 21. Oktober 2022, 27. März, 10. April, 12., 19. und 26. Juni 2026 (für Thorsten Zirkel) Sebastian Jacoby, „Der Quizgott“; 13. März, 24. April, 8. und 29. Mai, 5. Juni 2026 (für Thorsten Zirkel) Manuel Hobiger, „Der Quizvulkan“; 20. März, 17. April, 15. und 22. Mai 2026 (für Thorsten Zirkel)

Trivia Beim Show-Debüt am 12. Mai 2014 im Ersten waren nach Angaben von Pilawa über 1,4 Millionen Quizduell-Nutzer online, 187.000 Menschen hätten sich für die TV-Version registriert. Allerdings kam es durch überlastete Server nicht zu einer Teilnahme des „Team Deutschland“. Stattdessen improvisierte Pilawa und ließ das Studiopublikum anstelle des „Team Deutschland“ gegen die Studiokandidaten antreten. Das Publikum antwortete mit Hilfe von Abstimmgeräten, die nur für den Notfall vorgesehen waren. Das Duell wurde so zu Ende gespielt, da der Fehler während der Sendung nicht behoben werden konnte. Das Publikum gewann mit einem Punkt Vorsprung 22.000 Euro, die unter ihm verteilt wurden. Pilawa teilte im Verlauf der Sendung mit, dass eine Einzelperson 15.000 Server weltweit gehackt habe. Daher bekamen die Online-Nutzer größtenteils Verbindungsfehler angezeigt und konnten nicht teilnehmen. Jörg Pilawa lud die für die Attacke verantwortliche Person noch in der Sendung öffentlich ein, sich zu melden und in einer der nächsten Shows selbst als Kandidat mitzuwirken. Juristische Konsequenzen würden nicht drohen, ließ er den Hacker live via TV wissen.

Auch in den folgenden Ausgaben waren die technischen Probleme zunächst nicht behoben, so dass das Kandidatenteam erneut gegen das Studio-Publikum spielen musste.

Das Team „Mallorcamädels“ aus der neunten Ausstrahlung der Sendung vom 22. Mai 2014 ist mit 34.000 Euro derzeit Rekordhalter der Studiokandidaten.

In Folge drei der Quizduell-Sendung, am 14. Mai 2014, erklärte Jörg Pilawa, dass neben einer Denial-of-Service-Attacke zu hoch gesteckte Ziele der Quizduell-Redaktion für überlastete Server verantwortlich gewesen seien. So sollten die Antworten der Online-Nutzer ursprünglich mit Daten wie Alter, Geschlecht und Bundesland verknüpft werden, um so eine öffentliche Vergleichsstatistik zu bieten. Dafür sei die Serverinfrastruktur nicht stark genug gewesen. Im Hintergrund arbeite man aber weiterhin an einer Lösung. Pilawa wettete während der Sendung: Sollte die Quizduell-App in der kommenden Woche nicht funktionsfähig sein, werde er eine Gastrolle in Verbotene Liebe spielen.

In Ausgabe vier am 15. Mai 2014 verlas Jan Hofer, Chefsprecher der Tagesschau, die Fragen der eigens für die Show eingeführten Kategorie Tagesschau. Gelegentlich fungierte er auch als Sprecher von Team Deutschland.

In der fünften Folge am 16. Mai 2014 verkündete Jörg Pilawa, dass registrierte App-Nutzer am Montag, dem 19. Mai 2014 ab 21:00 Uhr via Push-Benachrichtigungen zufallsbasiert Einladungen für eine Online-Teilnahme bei der für Dienstag, den 20. Mai 2014, angesetzten Sendung erhalten sollten. Dabei handelte es sich um einen limitierten Fokusgruppentest, der die Zuverlässigkeit und die Leistung der Serverinfrastruktur auf die Probe stellen sollte.

In der Sendung vom Montag, dem 19. Mai 2014, hieß es seitens Jörg Pilawas, dass am selben Tag um 21:00 Uhr eine ausgewählte Gruppe registrierter Quizduell-App-Nutzer an einem Fokusgruppentest teilnehmen werde. Am Dienstag, den 20. Mai 2014, sollte zur selben Uhrzeit dann ein groß angelegter, für alle Registrierten geöffneter Testlauf stattfinden. Nach erfolgreichen Testphasen fand am darauffolgenden Mittwoch die erste reguläre Quizduell-Sendung mit Online-Teilnahme statt.

Außerdem beantwortete in der zweiten Runde ein Team, bestehend aus Darstellern von Verbotene Liebe, stellvertretend für das Publikum die Fragen in der Kategorie Kunst & Kultur. In Ausgabe sieben am 20. Mai 2014 beantwortete Comedian Bernhard Hoëcker stellvertretend für das Publikum die Fragen.