Cerchezu [] (veraltet Cerchez-Chioi) ist eine Gemeinde im Kreis Constanța in Rumänien. Zu der Gemeinde Cerchezu gehören auch die Dörfer Căscioarele, Măgura und Viroaga.

Lage mini|links|Lage der Gemeinde Cerchezu im Kreis Constanța Die Gemeinde Cerchezu liegt in der historischen Region Dobrudscha () im Süden des Kreises Constanța unweit der Grenze zu Bulgarien. Am Bach Cerchez, ein linker Zufluss der Donau, liegt das Gemeindezentrum zehn Kilometer westlich von der nächstgelegenen Kleinstadt Negru Vodă.

Hier bei Cerchezu fließt der Bach Cerchez in einem felsigen Flussbett. Östlich vom Ort befindet sich der Berg Bair-Mezarlîc mit dem hohen von den Einheimischen genannten Gipfel Cerchez-Iuc.

Geschichte Ende des 19ten Anfang des 20ten Jahrhunderts erstreckte sich der Ort Cerchezu auf etwa 1750 Hektar. In 33 Anwesen lebten 360 Menschen in 104 Familien, bulgarischer Ethnie.

Nachbarorte

Etymologie Cerchezu (historischer Name: Cerchezchioi, türkisch: Çerkezköy, deutsch: Tscherkess). Die Namensgebung geht auf die Minderheit der Tscherkessen zurück, die in der Gegend siedelte.

Căscioarele (Historischer Name: Mamuşlia, , )

Măgura (Historischer Name: Docuzaci, türkisch Dokuzağaç)

Viroaga (Historischer Name: Calfachioi, türkisch Kalfaköy)

Das Gemeindegebiet enthält auch das Gebiet der früheren Ortschaft Căciulați (historischer Name: Cealmagea) das bei der administrativen Reform 1968 Viroaga zugeordnet wurde.

Demographie 1930 werden in Cerchezu 1221 Menschen registriert.Cerchezul in der Volkszählung von 1930. Bei der Volkszählung im Jahre 2011 hatte Cerchezu 1287 Einwohner rumänischer Herkunft (99,84 %) und 2 andere (0,16 %). Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die Gemeinde eine kleine deutsche Minorität, die im Norden des Ortes angesiedelt war, eine kleine türkische Minderheit siedelte im Süden des Ortes. Paul Traeger gibt die deutschsprachige Personenzahl in Cerchezu zum Zeitpunkt seines Besuches im Jahre 1917 mit 5 Personen an.Paul Traeger: Die Deutschen in der Dobrudscha, 1922, S. 119. Laut Traeger war es auch typisch, dass die örtliche Mühle in vielen Orten in der Dobrudscha von Deutschen geführt wurde. Mühlenbesitzer in Cerchezu von 1918 bis zu seinem Tod im Jahre 1938 war Christian Trautwein. Eine deutsche Schule befand sich in Mamuslia.

Nach der Karte basierend auf den amtlichen rumänischen Unterlagen zur Volkszugehörigkeit von 1930 werden für Cerchezu keine deutschen Einwohner angegeben, es waren jedoch ca. 15. Für das 3 km nördlich liegende Mamuslia (jetzt Ortsteil von Cerchezu) wurden überwiegend Deutsche (350 Einwohner) neben ca. 50 Rumänen gezählt.:Datei:Constanta_(ethnic).JPG.

Weblinks

Cerchezu bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kreis Constanța Kategorie:Dobrudscha