Noqui (auch Nóqui, früher auch Noki oder Nokki) ist eine Kleinstadt und ein Landkreis im Norden Angolas.
Lage Noqui liegt am Ufer des Flusses Kongo und an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Dort liegt direkt an Noqui angrenzend die Stadt Matadi.
Geschichte Eine deutsche Kongo-Expedition unter Eduard Schulze erwarb 1884 das Gebiet um Nokki (heute Noqui).Artikel vom 21. Januar 1885 in der New York Times, Archivabruf vom 11. Mai 2014W. von Freeden (Hrsg.): Hansa. Zeitschrift für Seewesen. Nr. 3, 22. Jahrgang, 1885, Max von Koschitzky: Deutsche Colonialgeschichte. Band 2 – Erwerbung der Reichsschutzgebiete bis zur Erledigung des Carolinenstreites, Verlag von Paul Frohberg, Leipzig 1888, S. 323 f. (). Die Internationale Assoziation trat es 1885 ab, wobei die genauen Grenzen nicht bestimmt wurden.Afrika: Staatliche Einteilung, in: Paul Heichen (Hrsg.): Afrika Hand-Lexikon. Band 1, Gressner & Schramm, Leipzig 1885, S. 85 ff. Es blieb jedoch eine deutsche Gebietserwerbung ohne Reichsschutz. Reichskanzler Bismarck, der gerade Gastgeber der Kongokonferenz in Berlin war, entzog der Unternehmung jede Unterstützung, und das Gebiet fiel am Ende der Konferenz an Portugal.
Verwaltung Noqui ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Município) in der Provinz Zaire. Der Kreis umfasst eine Fläche von 5275 km² mit etwa 45.000 Einwohnern (Schätzung 2014). Die Volkszählung 2014 soll fortan gesicherte Bevölkerungsdaten liefern.
Der Kreis Noqui setzt sich aus drei Gemeinden (Comunas) zusammen: Lufico Lulendo (auch Mpala) Nóqui
Wirtschaft Der Kreis ist stark landwirtschaftlich geprägt. Zu den Hauptanbauprodukten gehören Maniok mit 430 Hektar und Erdnüsse mit 162 Hektar, dazu kommen Zitrusfrüchten und Bananen, u. a. (Stand: Frühjahr 2014).
Weblinks Profil des Kreises Noqui auf der offiziellen Website zur Volkszählung 2014
Einzelnachweise
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