Heinrich Schlief (* 7. Januar 1894 in Soest; † 13. Juli 1971 ebenda) war Künstler des westfälischen Expressionismus. mini|hochkant|Wohnhaus in Soest: Hier lebte und schaffte der Maler Heinrich Schlief 1894 1971 Leben Schlief wurde 1894 in der westfälischen Hansestadt Soest geboren. Sein Vater ist der Fuhrunternehmer Mathias Schlief, sein Cousin der lokal bekannte Schmied Bernhard Schlief.Das Vermächtnis des Schmieds auf dem Portal der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 9. Mai 2014. Als Kind wollte er ursprünglich Lehrer werden, wurde von seinem Volksschullehrer aber in den technischen Bereich gelenkt, sodass er am staatlichen Hochbauamt sowie am Kulturamt in Soest arbeitete.
In den Folgejahren entwickelte sich bei ihm das Interesse zur Malerei. Als er 1907 Christian Rohlfs sah im Archiv der Westfälischen Nachrichten vom 4. Mai 2014, abgerufen am 25. Juli 2025. und 1909 den Soester Expressionisten Wilhelm Morgner kennenlernte, entschied er sich endgültig, Maler zu werden.
Während des Ersten Weltkriegs war er als Divisionsmaler und Pressezeichner für die Divisionszeitung 236 an der Westfront eingesetzt. Ein erstes Publikum fand er 1924 zum 1300. Geburtstag der Stadt Soest, als er eine Sonderausstellung mit 100 Bildern ausrichten durfte. Im Dritten Reich wurden zwei seiner Bilder als entartet klassifiziert. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte er der Malerei wieder öffentlich nachgehen und wurde in die Leitung des westdeutschen Künstlerbunds aufgenommen.Biographie Schliefs (ursprüngliche Quelle: Infobroschüre Einladung zur Kunstausstellung in Soest vom 16.01.2009 bis 03.04.2009)
Er lebte und arbeitete in der Ostenhofenstraße 13 in Soest.Heinrich Schlief bei Kunsthandel Koskull. Abgerufen am 25. Juli 2025.
Stil Schlief nutzte gern verschiedene Untergründe wie Papier, Pergamin, Hartfaser oder Malpappe und kombinierte diese mit unterschiedlichen Malmitteln wie Kreide, Wasserfarben und auch Ölfarbe, um besondere optische Effekte zu erreichen.
Er malte vorwiegend Landschaftsdarstellungen mit Motiven aus der Soester Börde und dem Sauerland. Weiterhin erschuf er auch Gemälde aus dem asiatischen Kulturkreis. Schlief signierte viele Bilder mit seinem Tierkreiszeichen, dem Steinbock.
Typisch für seine Werke ist eine klare und kontraststarke Farbgebung.
Kontroverse Um das Werk Schliefs und seine Datierung gibt es eine Kontroverse. Der Soester Hans Jürgen Hoeck setzt die Entstehung vieler Werke Schliefs wesentlich später an, als sie in den meisten Ausstellungen datiert werden.Hans Jürgen Hoeck: Zum Soester Maler Heinrich Schlief. Legenden und Wirklichkeit. Soest 2013, ISBN 978-3-00-041542-5.
Ausstellungen
Einzelausstellungen 1924: Sonderschau mit über 100 Werken, Soest 1958: Atelierausstellung Heinrich Schlief Osthofestraße, Soest 1959: Retrospektive im Kunstpavillon der Stadt Soest 1959: Kunstkabinett am Hauptbahnhof Gelsenkirchen, Gelsenkirchen 1960: Atelier Ausstellung Heinrich Schlief Osthofenstraße, Soest 1961: Hellweg-Museum, Unna 1963: Café Aecker Brüderstraße, Soest 1974: Saal des Hotels Wilder Mann, Soest 1977: Galerie Bernd Clasing, Münster 1982: Saal des Meiningser Gasthauses, Soest-Meiningsen 2001: Galerie Kessler, Münster 2004: Eröffnung der Galerie Schlief Osthofenstraße, Soest 2009: Ministerium für Schule und Weiterbildung, Soest 2009: haus nordhelle, Evangelische Tagungsstätte, Meinerzhagen 2014: Galerie van Almsick, Epe (Westfalen) 2015: Torhaus-Galerie, Münster (Retrospektive: Gemälde, Grafiken, Zeichnungen) 2016: Galerie van Almsick, Gronau-Epe 2016: Burg Lüdinghausen 2018: Stadtmuseum Bocholt: Heinrich Schlief: „Farbmusik“ 2018. Galerie van Almsick, Gronau-Epe
Ausstellungsbeteiligungen 1922: Große westfälische Kunstausstellung, Gelsenkirchen 1923: Große westfälische Kunstausstellung, Soest und Meschede 1998: „Kunstszene Soest“, Galerie Pallas Verlag, Welver-Dinker
Literatur Elvira Meisel-Kemper: Heinrich Schlief 1894-1971, Katalog, Künstlerbiografie, Damwerth-Verlag, Münster 2014, ISBN 978-3-937183-30-5. Hans J. Hoeck: Zum Soester Maler Heinrich Schlief: Legenden und Wirklichkeit, Verlag Hans-Jürgen Hoeck, 2013, ISBN 978-3-00-041542-5.
Weblinks Website über Heinrich Schlief mit Biografie und einer Auswahl seiner Bilder Heinrich Schlief in der Künstlerdatenbank von kunst-und-kultur.de Retrospektive zum westfälischen Expressionismus im Blog von Westfalium vom 2. Mai 2014 Stadtheimatbund zeigt Heinrich Schlief. Kontraste in Werk und Leben. in den Westfälischen Nachrichten vom 16. September 2015
Einzelnachweise
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