Colette Corder, eigentlich Anna Maria Knoedler, (22. Februar 1897 in MetzColette Corder in den Akten der NS-Reichskulturkammer – 10. Dezember 1982 in Kassel) war eine Theater- und Filmschauspielerin.
Leben Colette Corder hatte unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs Theater zu spielen begonnen. Nach Bühnenstationen in der deutschen Provinz wurde sie an das Deutsche Künstlertheatervgl. Filmstern. Richters Handbuch der Schauspieler, Regisseure und Schriftsteller des Films. Bd. 4, 1921/1922, , S. 19. verpflichtet und begann 1919, zu filmen.
Von Anbeginn von kleinen Produktionsfirmen verpflichtet, spielte Colette Corder tragende Neben- und auch einige Hauptrollen in kulturhistorisch recht unbedeutenden Filmen. Nach nur vier Jahren intensiver Aktivitäten vor der Kamera erhielt Corder kaum mehr Angebote, im Laufe der frühen Tonfilmjahre schrumpften ihre Aufgaben auf Chargenformat. Stattdessen sah man sie in kurzer Zeit an diversen hauptstädtischen Bühnen wie dem Kleinen Theater, dem Metropol-Theater, Theater am Nollendorfplatz und dem Theater in der Behrenstraße. Nach 1932 blieb sie weitgehend ohne Festengagement, lediglich in den Jahren 1942 bis 1944 ist sie (als „Colette Cordes“) an der Kasseler Landesbühne als Ensemblemitglied nachweisbar.
Was sie nach dem Zweiten Weltkrieg beruflich getan hat, ist derzeit nicht feststellbar.
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