Rudolf Reichenau (* 12. Mai 1817 in Marienwerder; † 17. Dezember 1879 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben Rudolf Reichenau wurde als Sohn eines Medizinalrates geboren. Er besuchte das Gymnasium in Marienwerder. Nach dem Abitur studierte er an den Universitäten Bonn und Berlin Rechtswissenschaften. 1838 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.Kösener Korpslisten 1910, 19, 147 Nach Abschluss des Studiums betätigte er sich schriftstellerisch. In seinen humoristisch-pädagogischen Büchern orientierte er sich an Bogumil Goltz, schrieb jedoch weniger zynisch.Rudolf Rechenau, in: Westpreußische Dichter und Schriftsteller – Eine alphabetische Übersicht – Teil 6 auf www.westpreussen-online.de

Rudolf Reichenau starb 1879 im Alter von 62 Jahren in Berlin und wurde auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Schöneberg beigesetzt. Das Grab ist nicht erhalten geblieben.Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude & Spener, Berlin 2006. S. 307.

Auszeichnungen Ehrenmitglied des Corps Borussia Bonn

Schriften Auswärts und daheim, 1864 Child-life, 1871 (Übersetzung aus dem Englischen des Buches von Crichton Campbell) Am eigenen Herde: Aus den neuen vier Wänden, 1873 Die Alten: Letzte Bilder aus unsern vier Wänden, 1876 Bilder aus dem Kinderleben: Aus unsern vier Wänden, Leipzig 1877 (in zahlreichen Auflagen erschienen, auch in niederländischer Sprache) Deutsches Kinderleben: Plaudereien aus den vier Wänden Von anno Dazumal: 3 Geschichten aus längst vergangenen Tagen Liebesgeschichten: Neues aus den alten vier Wänden

Literatur Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Düsseldorf, 1902, S. 103 G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Aschaffenburg 1928, S. 84

Einzelnachweise

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