Der Herr der Liebe ist ein deutsches Stummfilmdrama von 1919. Der Film ist die zweite Regiearbeit Fritz Langs. Er gilt als verschollen.Der Herr der Liebe bei silentera.com
Handlung
Hintergrund Produktionsfirma war die Helios-Film Erwin Rosner Berlin. Er hatte eine ursprüngliche Länge von 1.436 Metern, ca. 70 Minuten.Filmlängenrechner, Bildfrequenz: 18 Für die Bauten war Carl Ludwig Kirmse zuständig.
Die Polizei Berlin erteilte ihm ein Jugendverbot (Nr. 43248), die Uraufführung fand am 24. September 1919 in Berlin in den Richard Oswald-Lichtspielen statt.
Für die Nachzensur wurde auf eine Länge von vier Akten (I. Akt: 397 Meter, II. Akt: 375 Meter, III. Akt: 355 Meter, IV. Akt: 189 Meter) auf 1.316 Metern gekürzt. Am 7. Juli 1921 wurde der Film dann von der Nachzensur verboten (Nr. 3615). Auf die Beschwerde der Firma Helios wurde der Film erneut am 25. Juli 1921 geprüft (Nr. 99.21). Zwar hatte die Oberprüfstelle keine Beanstandungen gegen den ganzen Film, verlangte aber mehrere Änderungen. Da sich aber der Produzent Julius Sternheim, der bei der Zensurverhandlung als Vertreter der Produktionsfirma anwesend war, kategorisch weigerte, alle weiteren Auflagen zu erfüllen, wurde das Verbot aufrechterhalten.Zensurentscheidungen im Archiv des Deutschen Filminstituts
Die Zensur unter Vorsitz des Carl Bulcke stellte zwar fest, „dass die geschilderten Umstände zwar keineswegs lebensunwahr sind: die Vorgänge spielen ‚südlich der Waldkarpathen‘ und es ist bekannt, dass in den Grenzländern dieser Gegend, wenigstens in früheren Zeiten, eine solche drastische Lebensführung unter dem Adel des Landes üblich gewesen ist“ und „dass die kolportagehafte Schilderung des Films literarische Gegenstücke besitzt, etwa die Romane des Maurus Jokai, die vor 20 Jahren auch in Deutschland viel gelesen wurden“, gab gleichermaßen aber zu bedenken, „dass dem überwiegenden Teil der Bevölkerung sowohl die frühen Sittenzustände Ungarns und Galiziens ebenso unbekannt sind, wie die Sittenromane dieser Länder, und dass der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht zu erkennen in der Lage ist, dass die Sittenschilderungen dieses Films ausserdeutsche Zustände darstellen wollen. Der ungebildete Teil der Bevölkerung, der heute noch die Hauptbesucherzahl des Lichtspieltheaters stellt, sieht die Wirkung eines solchen Films zu seinem Schaden lediglich im Stofflichen, im vorliegenden Falle aber in den derb erotischen Schilderungen. Das vielfache Auftreten von halb oder fast ganz entkleideten Schauspielerinnen muss auf diesen Teil der Bevölkerung ebenso entsittlichend und verrohend wirken, wie die vielfache Andeutung geschlechtlicher Vorgänge.“
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1919 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Stummfilm Kategorie:Liebesfilm Kategorie:Filmdrama Kategorie:Verbotener Film (Deutsches Reich) Kategorie:Verschollener Film Kategorie:Fritz Lang