Alfred Orel (* 3. Juli 1889 in Wien, Österreich-Ungarn; † 11. April 1967 ebenda) war ein österreichischer Musikwissenschaftler. mini|Alfred Orel, 1927 von Georg Fayer fotografiert mini|hochkant=0.65|Grabstätte von Alfred Orel
Leben Alfred Orel, ein Bruder von Anton Orel, studierte zuerst an der Universität Wien Rechtswissenschaft, worin er 1912 promovierte, und arbeitete im Konzeptdienst des Finanzministeriums. Sein zweites Studium war Musikwissenschaft, worin er ebenfalls promoviert wurde und sich 1922 habilitierte. Von 1918 bis 1940 war er Leiter der Musiksammlung der Wiener Stadtbibliothek. Von 1929 bis 1945 war er außerordentlicher Professor an der Universität Wien. Er war auch Musikkritiker der Wiener Zeitung.Franz Stamprech: Die älteste Tageszeitung der Welt. Werden und Entwicklung der „Wiener Zeitung“. Dokumentationen zur europäischen Geschichte, 2. Aufl., Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei, Wien 1977, S. 429.
Nach dem „Anschluss Österreichs“ wurde Orel kommissarischer Leiter der Staatsakademie.Daniel Ender: Musikuniversität Wien: Normalbetrieb inmitten des Grauens. In: derstandard.at. 7. Dezember 2020, abgerufen am 7. Dezember 2020. Sein Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP von 1938 wurde 1940 abgelehnt. Von 1940 bis 1945 war Orel Vorstand des von ihm gegründeten Instituts für Wiener Musikforschung. Orel war an der Ausgabe des DTÖ beteiligt und schrieb auch eine ReiheJosef Zuth: Handbuch der Laute und Gitarre. Verlag der Zeitschrift für die Gitarre (Anton Goll), Wien 1926 (1928), S. 211. von Übungsstücken für die Gitarre.
Nach Ende dem Ende der Herrschaft des Nationalsozialismus musste Orel wegen seiner nationalsozialistischen Gesinnung den Dienst quittieren und betätigte sich als Privatgelehrter.
Sein Grab befindet sich auf dem Döblinger Friedhof (38-7-6) in Wien.
Literatur Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 5374–5376 (online).
Weblinks
Alfred Orel zum 75. Geburtstag im Historischen Rückblick der Rathauskorrespondenz (1964)
Einzelnachweise
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